Über Stock und Stein und Berge
Pangaea-Expedition: Constantin muss durch die Steppe und über Berge wandern, während die Köche chauffiert werden. Dafür ist das Essen jetzt aber besser.
In den letzten zwei Tagen haben wir das Altai Gebirge überquert.
Sonntag Die Geländwagen vom Vortag haben uns irgendwo im Flachen herausgelassen und wir sind mit GPS und Karte Richtung Süden zu dem Altai Gebirge gegangen. Unser Ziel war das Ende der wundervollen Yolyn-Am-Schlucht, in der bis vor ein paar Jahren ganzjährig Eis zu finden war. Das ist schon erstaulich, denn es liegt in einem Gebiet der Trockensteppe und dementsprechend hohen Temperaturen im Sommer. Jedoch hat die Klimaerwärmung dafür gesorgt, dass das Eis im Juni jetzt immer verschwindet. Ich war total überrascht, wie viele interessante Tiere wir in einer so trockenen Region fanden. Während der Wanderung machten wir einen Fotowettbewerb „Wer knipst das beste Tierbild?“.

Die Wanderung hat länger als erwartet gedauert, dadurch gab es erst spät Mittagessen. Abends fanden wir einen schönen Platz zum Zelten inmitten von Bergen.
Hier im Süden der Mongolei kochen wir nicht mehr unser Outdoor- und Instantmahlezeiten, sondern wir haben mongolische Köche, die uns mittags und abends bekochen, was wirklich super ist, denn so können wir auch mongolische Gerichte probieren. Köche, Essen und Gepäck wurden mit Begleitfahrzeugen zum nächsten Zeltplatz transportiert.
Montag Weiter zu Pferd. Wir sind aus dem Altai Gebirge in das dahinter liegende Tal geritten. Dort sahen wir mehrere Kilometer weit über eine endlose Fläche und wir ließen unsere Pferde loslaufen. Nach mehreren Stunden entdeckten wir unsere Begleitfahrzeuge am Horizont und wir wussten, dass wir es bald geschafft haben.

Später fing es noch zu regnen an, was erstaunlicherweise nicht ungewöhnlich für diese Zeit des Jahres ist, da im Juli und August die Regensaison für die Wüste Gobi stattfindet.
Ich bin schon auf die nächsten Tage gespannt, denn wir werden weiter im Trab und Galopp über die endlosen Flächen reiten, was ein einmaliges Erlebnis ist.
Text: Constantin Vogt
Fotos: Dmitry Sharomov
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