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Es ist ja schön, im modernen Zeitalter geboren worden zu sein. Macht vieles leichter. Aber wir haben auch so viel verpasst! Konnten nicht staunend den ersten Zeppelin bewundern oder Leuten bei Bruchlandungen zusehen. Das holt Katharina jetzt nach.

Ich hasse Fliegen. Die Vorstellung, in einer Art Kapsel eingesperrt durch die Luft zu schweben, finde ich gruselig. Den Flug nach Florida habe ich nur überlebt, weil ich praktischerweise am Abfluggate einen Piloten in Ausbildung kennengelernt habe, der mir während des Fluges immer wieder erklärte, dass das Wackeln nur Luftströmungen seien und wir nicht abstürzen würden. Zum Glück sind nicht alle Menschen so wie ich, sonst würden wir uns immer noch mit Kutschen fortbewegen. Dass Fliegen eine Faszination ausübt, zeigt auch der RedBull-Flugtag, der am 28. Mai in Mainz stattfindet. Ihn habe ich zum Anlass genommen, mich mal mit der Geschichte des Fliegens zu beschäftigen. Und ihr werdet sehen, der Spruch „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ trifft hier nicht immer zu.

Jeder hat mal klein angefangen

Ikarus stürzte ins Meer
Bildquelle: flickr.com/ CrystalRobot

1. Den Anfang in der Geschichte der Luftfahrt machen Dädalus und Ikarus, die der Legende nach von einer griechischen Insel fliehen wollten. Was hat Dädalus also gemacht? Er sammelte Federn und befestigte diese mit Wachs an Stöcken. So wollte er mit seinem Sohn Ikarus zur Nachbarinsel fliegen und aus der Gefangenschaft des Minos auf Kreta entkommen. Doch was tat der unartige Sohn? Anstatt, wie Papa es ihm gesagt hat, nicht zu nah an die Sonne zu fliegen, wurde der Sprössling übermütig und wollte hoch hinaus. Es kam wie es kommen musste: Das Wachs schmolz und Ikarus stürzte ins Meer. Platsch.

2. Wenn es was zu forschen gibt, war Leonardo da Vinci nicht weit. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit widmete er sich auch wissenschaftlichen Studien. Er war der festen Überzeugung, dass der Mensch fliegen könnte, wenn er die typischen Bewegungen der Vögel nachmachen würde. Er skizzierte als Erster eine Art Fallschirm und die Grundidee des Helikopterantriebs geht ebenfalls auf ihn zurück. Da Vinci blieb aber – ganz Naturwissenschaftler – bei der Theorie und flog nie selbst.

Es wird wärmer

3. Die Brüder Montgolfier sind die Erfinder des Heißluftballons. Als Brennmaterial benutzten sie Wolle und Heu. Sie waren nämlich der Ansicht, der Rauch könnte als Auftriebsmittel dienen und verwendeten deshalb besonders qualmende Materialien. Schlecht für die Lunge und ungünstig für die Aussicht. Nachdem Tiere den Versuch, mit der Montgolfière zu fliegen, überlebten (was bei dem Qualm bewundernswert ist!), verloren 1783 die ersten Menschen den Boden unter den Füßen.

4. Einer, der es einfach nicht lassen konnte, war Otto Lilienthal. 1889 erschien sein Buch „Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“. Er vertrat dabei das Prinzip „Schwerer als Luft“, welches sich später durchsetzte. An die tausend Mal stürzte sich Lilienthal mit Hängegleitern von kleinen Hügeln oder Bergen und machte auch vor Sandgruben nicht Halt. So steigerte er mit den Jahren seine Flugweite von 25 Metern auf unglaubliche 250 Meter. 1896 stürzte er aber aus 15 Metern Tiefe ab und verstarb an den Folgen. Wer weiß, vielleicht hätte die Menschheit schon viel früher zu Pauschalurlauben nach Mallorca düsen können, hätte er überlebt. So mussten wir uns aber noch etwas gedulden.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Mit Heliumballons hoch hinaus
Bildquelle: flickr.com/ spin off stuff

5. Es geht aber auch abseits klassischer Pfade: 1982 setzte sich Larry Walters auf einen Verandastuhl, band Heliumballons daran fest und schwebte davon. Leider viel höher und weiter als gedacht, sodass er auch in die Einflugschneise des Long Beach Airports kam. Ein Mann auf einem Gartenstuhl mit Proviant und einer Pistole bestückt zwischen den Flugzeugen. Die Piloten müssen sich wohl mehr als einmal die Augen gerieben haben.

Als er sich endlich traute, einige der Ballons zu zerschießen, da die Luft immer dünner wurde, ging es wiederum viel zu schnell abwärts, und das ganze Gefährt krachte in eine Stromleitung. Larry Walters überlebte nur, weil er Nylonseile für das Festbinden der Ballons verwendet hatte, die den Strom nicht leiteten.

Pixar griff die Geschichte später in seinem Werk „Oben“ auf, in dem es den Rentner Carl Fredriksen mitsamt Haus auf Reisen gehen ließ. Das wiederum regte Wissenschaftler an, dieses Szenario wirklich auszuprobieren – und es klappte. Mithilfe von 300 Ballons stieg ein extra gebautes Haus in die Lüfte.
Das sogenannte Cluster-Ballooning hat mittlerweile viele Fans. Ein Tankstellenbesitzer hat etwa auf einem Klappstuhl den inoffiziellen Höhenrekord von Larry Walters überholt: Er stieg unglaubliche 5067 Meter auf.


Die Vögelmänner in ihren Wing-Suits
Bildquelle: flickr.com/ Red Bull Air Force

6. Die „Vogelmänner“ verfolgen ein anderes Prinzip. In sogenannten „Wing-Suits“ stürzen sie sich aus Flugzeugen, Gebäuden oder von Bergen. Die Geschichte dieser Art des Fliegens ist schon sehr alt; angeblich soll schon ein chinesischer Kaiser seine Gefangenen zu Versuchszwecken mit Bambusmatten von Türmen springen lassen haben. Das Zynische daran: Wer überlebte, sollte frei sein.

Auch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es viele Versuche, die jedoch meist tödlich endeten. Der Österreicher Franz Reichelt etwa stürzte 1912 vor den Augen des entsetzten Publikums von der ersten Plattform des Eiffelturms, als er seinen „Fledermausanzug“ vorführen und damit kontrolliert zu Boden gleiten wollte.

Die „Vogelmänner“ sehen ein bisschen aus wie Batman, zwischen den Beinen und jeweils zwischen den Armen und dem Körper ist zusätzlicher Stoff, der sich beim Abspringen mit Luft füllt und so ein langsameres Fliegen als beim normalen Fallschirmspringen ermöglicht. Mit kleinsten Körperbewegungen können die Vogelmänner und -frauen ihren Flug steuern. Um zu landen, müssen sie allerdings trotzdem den Fallschirm ziehen.

7. Das Gefühl von Freiheit suchen auch die Base-Jumper, die oft Wing-Suits anhaben. Anders als Fallschirmspringer springen sie von festen Objekten, mit Vorliebe von hohen Gebäuden. Der Österreicher Felix Baumgartner sprang schon von der Christusstatue in Rio de Janeiro und vom damals höchsten Gebäude der Welt, dem Taipei 101 in Taipeh. Sein neues Ziel: Die Stratosphäre erreichen und dabei vier Weltrekorde aufstellen. Die höchste bemannte Ballonfahrt, den höchsten Absprung der Welt, mit 1300 Kilometern pro Stunde den schnellsten und mit über fünf Minuten den längsten freien Fall.

Und jetzt zu euch.

rutgerpauw.com / RedBullContentPool

Die vielen missglückten Versuchen schrecken aber zum Glück nicht alle ab: Wagemutige haben am 28. Mai im Zollhafen Mainz Gelegenheit, auf den Pfaden von Ikarus zu wandeln. Per Webvoting werden die 40 besten Teams gewählt und erhalten die Starterlaubnis. Für mehr Infos klickt www.redbullflugtag.de.

 

Voting zum RedBull Flugtag

Ihr könnt mitentscheiden, welche Fluggeräte am 28. Mai in Mainz durchstarten dürfen. Wählt bis zum 25. März aus 80 Kandidaten euren Favoriten auf www.redbullflugtag.de.

Bildquelle Vorschaubild: flickr.com/ spin off stuff