Der Aufstieg der 3. Volkspartei: die grüne Revolution
Die Grünen haben einen rasanten Aufstieg hingelegt. Ihre Themen finden immer mehr Gehör bei einer breiten Masse der Bevölkerung. Wie sie das geschafft haben könnt ihr hier lesen.
Am Anfang war die Zeit, man schrieb das Jahr 1970, als sich aus protestierenden, bärtigen Studenten die Urgesteine der grünen Bewegung in Deutschland herauskristallisierten. Joschka Fischer, Jürgen Trittin, Renate Künast und Claudia Roth stehen seit dem Beginn in den Startlöchern der grünen Partei. Sie befassten sich sowohl mit dem Freiheitswillen, Atomkraft nein danke, der Emanzipation der Frau als auch dem Umweltschutz. Die Tätigkeitsfelder wurden nie verändert oder an aktuelle Ereignisse und Probleme angepasst, sodass die Partei so gut wie null Erfolg hatte oder es nur knapp in die Bundesregierung schaffte. Dies änderte sich in den letzten drei Jahren schlagartig. Rufe wurden laut, dass sich die relativ neu gegründete Partei zu einer neuen Volkspartei entwickeln könnte. Doch nun zum Ausgangspunkt dieses Verlaufes: „Stuttgart 21“, das Großprojekt für den Stuttgarter Hauptbahnhof, welches bis zu fünf Milliarden Euro teuer wird, wird durch eine breite Volksbasis abgelehnt. Durch Unterstützung der Protestler wurde die Popularität der Partei kräftig angehoben, sodass sie auch in der folgenden Wahl in Baden-Württemberg erstmals in die Landesregierung einziehen und zum ersten Mal ihrer Geschichte selbst einen Ministerpräsidenten stellen dürfen. Und der Aufstieg nimmt kein Ende. In Japan ereignet sich vor der Küste ein folgenschweres Erdbeben, das Atomkraftwerk bei Fukushima wird beschädigt. Das austretende giftige Material verursachte große Umweltverschmutzungen und vertrieb Tausende aus ihrer Heimat. Die Atomdiskussion in Deutschland wurde weiter angeheizt und konnte durch die Bundesregierung nicht eindeutig geregelt bzw. durch einen eindeutigen Kurs geklärt werden. Durch einen ständigen Wechselkurs in der Atompolitik, welche sich um Endlagerung, Transporte und Gefahrensicherung drehten, waren schlussendlich die Grünen die Nutznießer dieser Kontroverse. Großer Zusammenhalt in der Partei und Geschlossenheit innerhalb der Partei führten zu Pluspunkten bei der Bevölkerung. Die Anti-Atombewegung, die in Deutschland stark Fuß gefasst hat, wurde von den Grünen unterstützt und die alternativen Energien gefördert. Diese Faktoren machen die Partei, welche auch durch junge Größen wie Cem Özdemir verstärkt wurde, sehr attraktiv für die Bevölkerung. Nach Forsa Umfragen sitzen die Grünen schon als 3. Volkspartei fest im Sattel und werden auch in den folgenden Bundestagswahlen schätzungsweise gute Ergebnisse abräumen. Mit guten Aussichten gehen sie in die Bremer Landtagswahl 2011, bei der schon 16 und 17 jährige mitwählen können, wobei sie sich berechtigte Hoffnungen auf einen neuen Regierungsposten einräumen können. Der Wahlerfolg der Grünen beweist die Entwicklung eines neuen Umweltbewusstseins in Deutschland. Der Leitsatz, der für die nächsten Jahre gelten wird lautet: „grün, grüner, Deutschland!“
Richard Stehfest, Georg-Samuel-Dörffel-Gymnasium in Weida
Titelbild: Gerd Altmann/Carlsberg1988 / pixelio.de
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Kommentare
Na, wenn das mal keine
Na, wenn das mal keine positiven,beglückenden Aussichten sind ;D
Ich würde die Grünen aber nicht als Partei bezeichnen,die bloß Erfolg aus Unglück anderer geerntet hat. Die Reaktion der Bürger und Bügerinnen zeigt nur,dass die Glaubwürdigkeit der Partei dadurch gewachsen ist. Ich für meinen Teil denke, sie ist immer schon in angemessenem Maße vorhanden gewesen-dieser Gedanke kam vielen leider erst spät.
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