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Nix verpassen
Der geheime Gig
Nach neun Tagen hat die Band den ersten Tag Pause. In der SPIESSER-Hauptstadt Dresden soll der letzte Auftritt stattfinden.

Müde KingPins Foto: Carolin Ketelaer

Stefan muss Caro begleiten
Foto: Sarah Zinn
Heute gibt es leider keine Tagebucheinträge, obwohl die Band zweifelsfrei weiterschreiben wird, da sie alle ihre Bücher mitnehmen wollen. Es sei ihnen gegönnt.
Wir verlassen Magdeburg.
Jürgen geht seiner Arbeit als professioneller Wachmacher erneut sehr gewissenhaft nach und hämmert gegen die Zimmertür, bis ich ihm aufmache. Eigentlich hat er sie fast eingetreten, aber das stört den Rest im Zimmer überhaupt nicht.

Jürgen macht Pause
Foto: Carolin Ketelaer
In Dresden am SPIESSER-Haus angekommen, laden wir das ganze Equipment aus und bauen es im großen Saal auf. Danach geht es für mich direkt zum Jugendmedienevent outTAKE.
KingPin, so erzählt mir Stefan hinterher, beziehen das Hostel und genießen die freie Zeit. Am Abend geht es dann zur Filmpremiere von Matthias Schweighöfers Film „Friendship“. Die Projektleiterin von outTAKE, die gerade das Mikro hält, als KingPin eintreffen, kündigt die Band auch sofort an. Unter lautem Jubel ziehen sie in das Kino ein.

Mark vor dem Standbild des König Johann
Der nächste Tag fängt für die Band erst spät an. Morgens schläft man aus, endlich einmal wieder seit neun Tagen. Dann geht man getrennte Wege, die einen schauen sich Dresden an, die anderen gehen shoppen.

Maik mit den lebenden Statuen.Foto: Carolin Ketelaer
„Ich habe, glaube ich, den halben Tag damit verbracht vor Schaufenstern zu stehen, weil Caro da immer reinschauen wollte“, sagt Stefan. Die Stadt gefällt der Band aber ausnahmslos gut. Dann naht der Abend und damit der letzte Auftritt der Clubtour, der so genannte „Geheimgig“.

Lust auf die Musik von KingPin bekommen? Heute hört ihr den Song "Nephew"
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Vom Beginn des Abends bekomme ich leider kaum etwas mit, denn die Livezeitung von outTAKE nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch. Beim dritten Song bin ich aber vor Ort und zwänge mich durch die Menschenmasse vor der Bühne. Das Konzert heute ist das mit Abstand am besten besuchte. Das liegt aber auch daran, das im Haus die SPIESSER-Party stattfindet und die 200 Leute kommen und gehen können, ohne Eintritt zu bezahlen.

KingPin genießen die Aufmerksamkeit Foto: Denis Reither

KingPin in Dresden
Foto: Denis Reither
Der Band macht es sichtlich Spaß auf der Bühne zu stehen und sie ziehen alle Register. Stefan schreit, singt und tanzt. Die „Drei-Meter-Barriere“ die sonst immer vor der Bühne ist, existiert heute nicht.
Das Publikum gröhlt mit, springt, tanzt und pogt sogar. KingPin spielen nahezu fehlerfrei und geben am Ende unter lautem Rufen, ihre zwei Zugaben. Obwohl das Publikum noch mehr Zugaben haben möchte, verlässt die Band die Bühne. Und danach geht die Party weiter. Unter den Teilnehmern feiern sie mit und stehen ihren neuen „Fans“, wenn man so möchte, in jeder Hinsicht zur Verfügung. Am Ende gehören sie zu den letzten, die die Party verlassen.
Am nächsten Morgen sind einige Bandmitglieder sichtlich „unausgeschlafen“...
Wir laden – ein letztes Mal – das Auto voll. Ich bitte noch um eine Abschlussbesprechung.
„Es war ein anderes Leben!“, sagt Jürgen, ein wenig ergriffen. Stefan schließt sich dem an, sagt aber noch: „Das hat durchaus viele schöne Seiten, aber auch ein paar schlechte.“ Welche das sind, führt er aber nicht weiter aus.
Maik fands einfach nur geil, Caro sehr schön, Mark ist begeistert und sagt noch: „In der Zeit hat jeder von uns sich selbst und auch die anderen sehr viel besser kennen gelernt.“
Abschließend lässt sich sagen, dass die Clubtour ein großer Erfolg war. KingPin hat viele neue Fans gefunden, sie hatten Spaß und haben Erfahrung dazugewonnen.
Schließlich steigen sie in ihre zwei Autos und brausen in Richtung Emmerich davon. Natürlich auch mit dem letzten Kasten Cola im Gepäck. Schließlich muss man irgendwie aus der Abhängigkeit rauskommen...
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Kommentare
Das hat gerockt
Das war einfach ein genialer Abend. Die Band war klasse. Kein Spiesser hat sich wie einer aufgeführt.
An diesen Tag werde ich mich noch gerne zurück erinnern.
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