Der letzte Ritt
Körperliche Strapazen, Spritzen setzen in der Wüste und jetzt werden noch die Pferde gegen Kamele eingetauscht. Das alles erlebt Constantin bei der Pangaea-Expedition.
In den letzten zwei Tagen sind wir mit unseren Pferden durch die Wüstensteppe geritten. Da wir zwischen 30 und 40 Kilometer am Tag vorwärts kommen mussten, trabten wir den größten Teil, was für uns alle unglaublich
anstrengend war. Am Ende hatten wir alle Schmerzen an Rücken, Po und Beinen. Trotzdem habe ich es sehr genossen, denn es ist ein einmaliges Erlebnis durch diese wundervolle Landschaft zu reiten.
Die ganze Zeit sind wir ohne Weg galoppiert oder gegangen und haben die endlosen Flächen mit zahllosen ausgetrockneten Flussbetten und Bergketten bewundert. Man beobachtet immer wieder neue Tiere wie Echsen oder Vögel.
Es gab auch wieder Fotowettbewerbe: Gestern die Landschaft, heute Menschen. Abends haben wir uns dann die besten Bilder angeguckt, die wirklich gut und sehr interessant waren. Es ist immer super in der Gruppe die Bilder und Videos von
unserer Expedition zu sehen oder von den vergangenen von Mike Horn. Dabei lernt man auch immer wieder Neues von Mike: Wie man bei einer Expedition handelt oder was er schon erlebt hat.

Gaynor, unser Expeditionsdoktor hat uns heute eine kleine Einweisung über erste Hilfe und das Setzen von Nadeln gegeben. Wir durften es sogar auch freiwillig mal ausprobieren, was super interessant war, aber auch komisch, denn wann sieht man schon mal Leute mitten in der Wüste mit Nadeln herumhantieren?
Generell sehen wir hier fast keine Menschen und sind sehr abgeschnitten von
jeglicher Zivilisation. Vorgestern haben wir nur drei mongolische Nomaden während des ganzen Tag reiten gesehen. Heute konnten wir zusätzlich zu ein paar Nomaden zwei Touristen-Jeeps in der Ferne entdecken. Keiner weiß, was in seiner Heimat in der letzten Zeit passiert ist. Lucas aus Australien weiß sogar nicht einmal, wer der neue Prime Minister ist, der vor zwei Wochen gewählt wurde. Dennoch hatten alle viel Spaß mit ihren Pferden, die alle ihren eigenen Charakter haben. Jetzt sind wir gespannt, wie es ist, für zwei Tage auf einem Kamel die Sanddünen der Wüste Gobi zu bewundern.
Text: Constantin Vogt
Fotos: Dmitry Sharomov
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