Die eigene Solaranlage
Duschen unter sonnengewärmtem Wasser? Siegfried Kriese hat sich seinen Traum von der eigenen Solaranlage erfüllt. Bloggerin Annemarie fragt: Warum?
Bist du schon solar?
Ganz Deutschland ist solar. Gefühlt. Wer kennt ihn also nicht, den stolzen Eigenheimbesitzer mit seiner Solaranlage auf dem Dach? Und... fail. Obwohl Sonnenenergie in Deutschland populär ist, fällt man nicht auf Schritt und Tritt über Photovoltaikanlagen - erst recht nicht als Städter. Aber ich habe ihn gesucht und tatsächlich gefunden, den Bekannten, Fast-Nachbar (40 Kilomenter sind heutzutage schließlich ein Klacks) und stolzen Besitzer seiner eigenen Möglichkeit, die Sonne anzuzapfen: Siegfried Kriese aus Döllstedt.
Die Idee
Wie er zur Sonnenenergie kam? Als er vor einigen Jahren aufs Land gezogen ist, hat er gleich Nägel mit Köpfen gemacht: "Auf die die Idee bin ich gekommen, weil ich schon immer ein ökologisch denkender und handelnder Mensch bin. Der Umzug war die entscheidende Motivation, umweltfreundlich und im Einklang mit der Natur zu leben und dabei auch umweltfreundliche Technologien auszuprobieren. Ich habe mich informiert und beraten lassen. Dabei war mir ziemlich schnell klar, dass eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung eine sehr gute Lösung ist."
Die Durchführung
Gesagt, getan. Vor sieben Jahren hat er sich von der Klempnerfirma im Ort das Dach verschönern lassen: "Jetzt ist eine Fläche von 5 Quadratmetern mit Solarpaneelen bestückt - gegenüber der Gesamtfläche des Daches sehr wenig, aber für zwei Leute genügt es. Die Fläche reicht völlig, um einen 300 Liter Warmwasserspeicher zu betreiben." Rund 3000 Euro hat ihn das gekostet. Zwar waren 500 Euro davon von der EU gefördert, am Preis von sechs Euro pro Quadratzentimeter ändert das aber nichts. Lohnt sich das in Deutschland, so mau wie es hier mit der Sonneneinstrahlung aussieht?

Dinge, die Wasser erhitzen... für 3000 Euro.
Das Ergebnis
Siegfried Kriese ist sich sicher - ja: "In diesem Jahr konnte ich durch die lange Sonneneinstrahlung von März bis Ende November ausschließlich durch die Solaranlage mein Warmwasser erhitzen. Es ist ein sehr gutes Gefühl, unter der Dusche zu stehen und zu spüren, dass ich das warme Wasser ausschließlich der Sonne zu verdanken habe. " Nachgerechnet hat er es nicht, aber inzwischen sollte sich die Investition rentiert haben. Und das, obwohl bei ihm im Winter nur noch rund 15 Prozent des Warmwassers durch Photovoltaik erwärmt werden.
Und beim Strom?
Diese "Eigenversorgung" macht offenbar aufmerksam für den Energieverbrauch im Allgemeinen. Auch beim Strom achtet Siegfried Kriese darauf, nur dass zu verbrauchen, was nötig ist: "Standby-Funktion ausschalten, sparsam mit Licht umgehen, Energiesparlampen, elektrische Geräte mit geringem Energieverbrauch verwenden, beim Kochen Deckel verwenden, im Winter den Kachelofen benutzen, Gartenarbeit mit Muskelkraft und wenig elektrischen Geräten, die Dunkelheit genießen, ....". Die Liste seiner Tipps ist echt lang. Und mein Gewissen nicht das beste, wenn ich mich beim Zuhören an meinen Energiespar-Selbstversuch erinnere.
Meine-Deine-Solaranlage?
Mein Fazit: Eine Solaranlage lohnt sich durchaus, um unabhängiger zu sein und garantiert heißes Wasser (oder Strom) aus erneuerbaren Energien zu bekommen. Außerdem hat man eine viel persönlichere Beziehung zur Energie - die ist vielen Menschen längst abhanden gekommen. Allerdings reicht Photovoltaik wegen der schwankenden Sonneneinstrahlung nicht aus, zumindest nicht in Deutschland. Oder hättet ihr Lust, im Winter dann eben kalt zu duschen? Selbst zu Hause braucht man also einen Energiemix. Für mich als Studentin kommt eine eigene Photovoltaikanlage sowieso nicht in Frage. Mir schenkt wohl keiner von euch 3000 Euro. Und ganz abgesehen von den Kosten - ich glaube nicht, dass ich Paneelen aufs Dach vom Wohnheim pflanzen darf.
Ob ein großer aufblasbarer Swimmingpool unten auf der Wiese im Sommer wohl erlaubt sein wird? Ich schweife ab...
Text: Annemarie Walter
Fotos: Annemarie Walter, s.media / pixelio.de
Gewinnt Energie aus Sonne und Wind - mal fünf!
Zack! Dem mp3-Player mit Sonnenenergie neue Power geben. Zack! Den ganzen Spaß zu einer Taschenlampe umbauen Der Hybrid Converter „Ecostreet Hybrid 5 in 1“ ist für all das zu haben. Dafür müsst ihr uns nur verraten: Was ist eure größte Energiesünde?
Solaranlagen sind ne gute
Solaranlagen sind ne gute Erfindung, aber wenn die Hersteller ihre Preise nur so in die Höhen schnellen lassen, dann verweigere ich mich Solaranlagen als effektiv zu bezeichnen. Erstens lohnt sich die Anschaffung erst nach mehr als 10 Jahen, dann gibts da fast schon wieder erste reparaturwürdige Teile an der Anlage auszubessern und zweitens find ich den Preis dafür echt zu überteuert trotz eventuellem hohen Herstellungsaufwand.Die wollen doch nur Profit machen!
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that's economy
... and capitalism ...
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