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Nix verpassen
Viel Wirbel um Cannabis
Ein Freischein fürs Kiffen? Die Linksfraktion fordert eine Legalisierung von Cannabis. Was meint ihr: Soll man leichter an die Droge herankommen - oder eher nicht? Plus: Ein Live-Chat mit Abgeordneten aller Fraktionen wartet.
Hand aufs Herz: Ihr habt schon mal gekifft? Wenn euch eben bei einer nickenden Bewegung erwischt habt, dann gehört ihr in Deutschland zur Minderheit: "Nur" sieben Prozent der 12- bis 17-Jährigen und etwa jeder Dritte zwischen 18 und 25 Jahren hat Cannabis schon einmal probiert. Höher ist der Anteil der gelegentlichen Shisha-Raucher.
Gefährlich – oder doch nicht?

Gefährliche Einstiegsdroge
oder gelegentlicher Stimmungsheber?
jugendfotos.de/ Dominik Martin
Seit Jahren streiten Mediziner und Konsumenten in Deutschland über die Gefährlichkeit von Cannabis. Nach neuesten Erkenntnissen ist der Stoff für die Lungen weniger schädlich als Tabak. Das jedenfalls beweist eine 20-Jahres-Studie, die von Forschern der Universität Kalifornien in San Francisco erstellt wurde.
In unserer Frage der Woche wollen wir wissen, was ihr von einer möglichen Legalisierung von Cannabis haltet. Euch lässt das Thema nicht kalt - ihr kommentiert fleißig:
"Ich habe noch nie von einem Cannabis-Konsumenten gehört, der durch Gras aggressiv oder gewalttätig wurde. Demnach müsste man eher den Alkohol strenger verbieten, weil er Prügeleien und Straftaten begünstigt.", schreibt etwa .
warnt: "Trotzdem hat der Konsum auch seine Gefahren. Ein Freund lag kreidebleich und zitternd am Boden. Bei Alkohol kommt aber sowas bei weitem öfter vor."
Der Gesundheitsausschuss setzt sich diese Woche im Bundestag mit den Folgen einer möglichen Legalisierung von Cannabis auseinander, die die Linksfraktion in einem Antrag fordert. Die Regierung hält dagegen.
Mit dem Joint gegen die Schmerzen
Cannabis findet auch in der Medizin Verwendung. So werden Hanfprodukte bei Krebs oder chronischen Krankheiten eingesetzt:
Andreas studiert Soziologie, jobbt nebenbei in einem Burgerladen – und kifft. Allerdings nicht, um gut drauf zu kommen, sondern um seine Schmerzen zu lindern. Der 24-Jährige aus Mainz hat Morbus Crohn, eine dauerhafte Entzündung des Darms, die in unregelmäßigen Schüben verläuft.
Bei der Suche nach Alternativmedizin stieß er auf die Leidensgeschichte eines anderen Morbus Crohn-Patienten, der Cannabis gegen seine Symptome einsetzte. Andreas beschloss, ebenfalls die entzündungshemmende Wirkung der Cannabinoide zu nutzen – besorgte und rauchte den Stoff. Einige Jahre sind seither vergangen, Andreas blieb dem Joint treu – der bekämpfe schließlich seine Symptome. Dafür nimmt der Student sogar Gerichtsprozesse in Kauf. Auf mitmischen.de erzählt er seine komplette Leidensgeschichte.
Im Chat-Rausch
Übrigens: Am Donnerstag, 26. Januar 2012, könnt ihr von 17 bis 18 Uhr mit Bundestagsabgeordneten darüber diskutieren: im nächsten Live-Chat auf mitmischen.de! Dort könnt zum Thema passende Fragen loswerden, die euch in den Fingern brennen. Und damit ihr mit Argumenten gewappnet seid, könnt ihr euch hier über Wasserpfeifen, Cannabis und dessen medizinische Verwendung informieren. Viel Spaß!
Teaserbild: jugendfotos.de/VictoriaW



