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Allgegenwärtiger, nicht zu vermeidender und auch notwendiger Sprachwandel hat durch die Neuen Medien, wie das Internet oder das Handy, bisher unbekannte Dimensionen angenommen.
Zwar hat der kommunizierende Mensch durch E-Mails oder SMS wesentlich mehr Zeit,
Aussagen zu überdenken bzw. zu überprüfen, jedoch scheint diese Chance häufig nicht zugunsten der Grammatik oder der Rechtschreibung genutzt zu werden, bedenkt man all die Mixturen aus Anglizismen und Neologismen, sowie immer häufiger werdende Ellipsen, Floskeln, Abkürzungen etc.
Ich denke, es ist durchaus positiv, dass Kommunikationsgeschwindigkeit zunehmen kann, da dies – sinnvoll genutzt – viele Prozesse in privatem wie öffentlichem Leben erleichtern kann.
Trotz allem halte ich es für keine erstrebenswerte Entwicklung, in so kurzer Zeit die Sprache in wesentlichen Bereichen der Kommunikation bereits jetzt schon auf ein solches Minimum zu reduzieren.
Sprache ist ebenso ein Kulturwert, wie es ägyptische Pyramiden sind und sollte vorsichtig behandelt werden. Die Neuen Medien haben sich zwar so rasant entwickelt, doch heißt das meiner Meinung nach noch nicht, die Grundsätze deutscher Sprache über den Haufen werfen zu dürfen.
So lange sogenannte Web-Kommunikation in ihren teilweise extremen Auslebungen noch von regulärem Sprachgebrauch – auch von kommenden Generationen – differenziert wird, ist diese Art von Sprachwandel akzeptabel. Wir irgendwann auch mit dem direkten Gegenüber nur noch „gelolt“ oder „geroflt“, entspricht dies meiner Meinung nach nicht mehr der natürlichen Sprachentwicklung.