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Eine Frage des Formats: MP3 wird 15
Zum Geburtstag hat SPIESSER.de gesammelt: Zehn Fakten rund ums MP3-Format.
Erfinder Dr. Karlheinz Brandenburg. Foto: Medienmagazin pro,
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de
Über hundert Musikalben jeden Tag mit sich herumschleppen? Vor 15 Jahren noch eine Qual, heute selbstverständlich. Das Format „MP3“ hat die Musikwelt auf den Kopf gestellt. Heute genau vor 15 Jahren wurde mit der Festlegung der Dateiendung „.mp3“ das neue Audioformat geboren. Seit dem ist Musik jederzeit abrufbar und das ohne CD oder Kasettenplayer. Die Digitalisierung von Musik brachte Abspielgeräte hervor, ermöglichte den Online-Kauf von Musik und hat schnell die CD als Medium für Musik abgelöst. Hier kommt alles, was ihr wissen müsst:
- Bereits 1994 wurde das MP3-Format – das es namentlich seit 1995 gibt – erstmals auf einem PC genutzt.
- Das MP3-Format ist eine deutsche Erfindung. Dr. Karlheinz Brandenburg entwickelte das Audiokodierungssystem am Fraunhofer Institut.
- Der Erfinder hat mit seiner revolutionären Idee keinen Cent verdient. Es war nie seine Absicht, diese Idee zu vermarkten. Er hat zwar das Patent dafür, doch Geld verdienen damit amerikanische Firmen, die das neue Audioformat vermarkten.
- „MP3“ ist das meist gesuchte Wort im Internet.
- MP3-Audiodateien werden mittels hochinnovativer Digitaltechnik bis auf ein Zwölftel ihrer Größe komprimiert – und das nahezu in CD-Qualität.
- Wir hören zwar viel, aber nicht alles. MP3 nutzt ein einfaches Prinzip: Alle für das menschliche Ohr sowieso „unhörbaren“ Töne werden einfach herausgeschnitten – die Qualität bleibt für uns gleich und die Datei wird kleiner.
- Der erste MP3-Player wurde 1995 von Siemens hergestellt. Der erste MP3-Player als Massenprodukt war der RIO PMP300, der in den USA hergestellt wurde.
- Populär wurden MP3-Player jedoch erst 2001, als der erste iPod auf den Markt kam.
- Bei exzessiver Nutzung von MP3-Playern kann es zu starken Hörschäden bis zur Taubheit kommen. Dies belegte eine Studie der Europäischen Union.
- MP3-Player sterben aus. Handys, Notebooks, Tablet-Computer und Autoradios machen das Spezialgerät überflüssig. Schon jetzt werden Rekordeinbußen von 21 Prozent gezählt.
Text: Alexander Schöpke
Teaserfoto: tonystl, http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.de
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Kommentare
in Ilmenau erfunden
zu Punkt 2:
das Fraunhofer Institut ist in Ilmenau (Thüringen)
Ich darf sogar behaupten, Dr. Karlheinz Brandenburg als Dozent an der Uni zu haben. Er lehrt in meinem Studiengang "Mulitmediatools". ;)
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