Erstsemester-Blog: Quellen-Studium
Das erste Referat hat SPIESSER-Autorin Claudia hinter sich. „Wissenschaftliches Arbeiten“ war also angesagt.
Literaturrecherche im großen Stil

Hat mit seinem „Reigen“ die Moralapostel der Weimarer Republik in Aufruhr versetzt: Arthur Schnitzler.
Foto: Wikipedia (gemeinfrei)
Regel Nummer 1 an der Uni: Du musst dir alle Infos selbst zusammen suchen. Heißt in meinem Fall: Bücher befragen, wie man das überhaupt macht: wissenschaftlich arbeiten.
Ein Helfer namens Citavi
Das heißt, den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) befragen und herausfinden, dass der Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV) als einziger auch Aufsätze, so genannte unselbstständige Publikationen, auflistet. Nächster Schritt: Mich mit dem Literatur-verwaltungsprogramm „Citavi“ vertraut machen. Citavi merkt sich alle zu Rate gezogenen Bücher, was ich aus ihnen kopiert habe, was noch zu tun ist und wann ich sie wieder abgeben muss. Sehr praktisch und für alle Studenten kostenlos.
Ohne Citavi müsste eine ellenlange Excel-Liste meine Fortschritte dokumentieren. Denn ein geisteswissenschaftliches Fach studieren, heißt Literatur studieren. Im Gegensatz zu Biologie und Maschinenbau gibt es zu meinem Thema keine aktuellen Artikel aus Fachzeitschriften. Sondern jede Menge Bücher. Auf meinem Fußboden stapeln sich die Abhandlungen über Karl May, Arthur Schnitzler und Thomas Mann.
Referatsquelle? Roter Textmarker!
Aber in den Büchern selbst darf ich natürlich nichts anstreichen, daher geht fürs Kopieren mehr Geld drauf als für die Mensa. Mittlerweile habe ich für mein Referatsthema einen eigenen Textmarker reserviert. Uni-Regel Nummer 2: Aus wissenschaftlichen Werken nicht nur den Text kopieren, sondern auch das Literaturverzeichnis. Sonst muss man noch mal ran.

Referat geschafft? Das muss mit Plätzchen belohnt werden.
Foto: Joujou / pixelio.de
Obwohl ich beständig an meinem Referat gefeilt habe, sind ein paar Fragen immer noch ungeklärt: Power-Point-Präsentation oder nur ein paar PDFs zur visuellen Unterstützung? Muss aufs Arbeitsblatt die Bezeichnung des Seminars? Aber 12.768 andere Studenten sind auch nicht ganz sattelfest – glaubt man der StudiVZ-Gruppe “Falls die Präsi scheiße läuft, hab ich noch einen Tanz einstudiert“.
Nun, Tanzen war nicht nötig. Ich habe zwar viel zu lange geredet und die Fragen über Arthur Schnitzlers „Reigen“ beantwortet, ohne das Theaterstück gelesen zu haben – aber es ist geschafft. Die Hausarbeit, in der ich das Thema genauer untersuche, muss erst im März fertig sein. Zur Belohnung erst mal Plätzchen backen.
Letztes Mal haben die Radieschen Claudia vom Lernen abgehalten.
Teaserfoto: tokamuwi / www.pixelio.de
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Regel 2
Warum braucht man da die Literaturliste?
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