Frau Henzler, wie waren Sie eigentlich in der Schule?

Von: sandra
 
09.02.2010 - 16:46
Facebook:

Was wolltet ihr immer schon immer mal von der hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler wissen? Wir haben eure Fragen auf SPIESSER.de eingesammelt. Hier lest ihr ihre Antworten.

 

Reformen, Bildungsstreiks, Lehrermangel – ihr konntet online eure Fragen an die deutschen Kultusminister loswerden.
Zur Übersichtskarte

Wer ist eigentlich Dorothea Henzler?
Dorothea Henzler (FDP) wurde 1948 in Türkheim in Bayern geboren. Nach dem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Ingenieurassistentin bei Siemens. Seit Februar 2005 ist sie hessische Kultusministerin. Die FAZ bezeichnete sie als „konsensorientierte Revoluzzerin“, weil sie die Eigenverantwortung der hessischen Schulen vergrößern und Schülern und Lehrern mehr Freiheiten geben will.
Was läuft falsch im deutschen Bildungssystem?

Hannes, 15, Darmstadt

Reines Fachwissen genügt in einer globalisierten Welt nicht mehr. Schülerinnen und Schüler müssen verstärkt lernen, in Teams zu arbeiten, Aufgaben eigenständig zu lösen und sich selbstständig Fähigkeiten und Kenntnisse anzueignen. Die Frage nach der Vermittlung solcher Kompetenzen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Guter Unterricht muss also auch die Persönlichkeit formen, statt nur reines Wissen zu vermitteln. Da gibt es im deutschen Bildungssystem noch viel zu tun.

Wie sollte ein guter Lehrer sein?

Melanie, 17, Wiesbaden

Ein guter Lehrer muss den Unterricht lebendig gestalten. Er muss auf die Schülerinnen und Schüler individuell eingehen. Ein guter Lehrer sollte aber auch offen sein für Kritik. Eine Schülerin, ein Schüler muss sagen dürfen: Das fand ich im Unterricht gut, das gefiel mir nicht, das wünsche ich mir anders, das habe ich verstanden, dazu möchte ich mehr erfahren. Das hat zwei Vorteile: Der Lehrer erfährt etwas über Interessen und Kenntnisstand der Schüler und kann dies für die Unterrichtsplanung nutzen. Und Schüler erfahren etwas über sich selbst und erhalten die Chance, den Unterricht aktiv mitzugestalten.

Wie waren Sie eigentlich in der Schule?

Christina, 15, Hanau

Außer einem kleinen Tief in der 7. und 8. Klasse war ich sehr gut. Mein Abi-Schnitt war 2,0. Damit war ich die beste Abiturientin an meiner Schule.

Was waren ihre Lieblingsfächer?

Farid, 15, Frankfurt

Mathematik, Chemie und Geschichte habe ich immer sehr gern gemacht.

Ich ging damals in Bayern zur Schule. Jetzt wohne und lerne ich in Hessen. Wieso ist in Hessen die Schule leichter als in Bayern?

Emmanuel, 16, Bad Aibling

Das kann nicht sein. Bayern legt vielleicht mehr Wert auf die Aneignung von Wissen. In Hessen dagegen steht der Erwerb von Kompetenzen im Vordergrund. Auf das Berufsleben bereitet Hessen meiner Meinung nach damit besser vor.

 

@kultusminister

 

Was passt euch nicht an der hessischen Bildungspolitik? Schreibt uns eure Kommentare!

Offline
Beigetreten: 26.04.2009
Punkte: 1250000

Anzeige

Anzeige

Socialvernetzwerkungsdings

Anzeige

Anzeige