Auf Sand geschaut

 
13.09.2010 - 15:21
Facebook:

Pangaea-Expedition: Mit dem Kamel durch die Wüste, auf den Dünen wandern die Schatten und das Essen gibt es direkt vom Knochen.

Constantin nimmt an einer Expedition des Abenteurers Mike Horn durch den asiatischen Steppen- und Wüstenstaat Mongolei teil. Wie er ins Team gekommen ist, beschreibt Constantin in seinem ersten Beitrag für SPIESSER.de.
Die weiteren Beiträge findet ihr unter Constantins Nutzerprofil.
Hoch zu Kamel

Als ich gestern aufgewacht bin, habe ich mich auf mein erstes Mal auf einem Kamel gefreut. Kamele sind sehr interessante Tiere, die ich mir ganz anders vorgestellt habe. Sie sind unglaublich groß, machen komische Geräusche und waren nicht besonders bequem, weshalb sich alle aus unserer Gruppe auf die Mittagspause gefreut haben.

Nach unserem Mittagessen ging es dann mit Pullovern, die wir als Polster umfunktionierten weiter in Richtung der großen Sanddünen der Hongoryl Els. Die Aussicht war wirklich wunderbar und wir haben uns alle auf den nächsten Tag gefreut, denn dann wollten wir auf die Dünen steigen. Im Gesamten hat mir das Kamel-Erlebnis sehr gefallen.

Schattenwanderung

Am nächsten Morgen sind wir bereits um vier Uhr aufgestanden, damit wir zum Sonnenaufgang auf den Dünen sind. Mit unseren Stirnlampen, die unsere einzige Lichtquelle waren, gingen wir zunächst eine Stunde zu dem Fuß der Dünen ohne unser Ziel zu sehen. Doch plötzlich war eine dunkle Wand vor uns und wir erkannten alle, dass es die erste Düne war. Total gespannt zogen wir unsere Schuhe aus und machten uns auf ins ungewisse Dunkle. Mike hatte am Vortag vorgeschlagen, dass wir versuchen die höchste Düne zu besteigen und dann weiter sehen werden, wozu wir noch Zeit haben.

Alle waren hochmotiviert und deshalb kamen wir gut voran und schon bald wurde es heller und wir haben uns auf eine Ridge (Gebirgskamm) gesetzt und den unglaublich schönen Sonnenaufgang über den Dünen beobachtet. Dabei haben sich die Dünen rot gefärbt und die Schatten sind in jedem Moment gewandert.

Darauf genossen wir weitere Gipfel, von denen wir fantastische Aussichten in andere Täler hatten. Außerdem konnten wir dabei die wandelnden Schatten der Dünen durch die aufgehende Sonne beobachten. Ich fand es richtig schön, durch den ungespurten Sand zu gehen. Im Allgemeinen sehen wir hier in der Wüste Gobi keine anderen Touristen, gelegentlich kommt ein Jeep mit Touristen in der Ferne durch das Tal gefahren, ohne das wir Kontakt mit ihnen haben.

Bei unserer Wanderung durch die Dünen sahen wir nur ein paar kleine Vögel und Insekten, die ihre Spuren hinterließen. Bei einer langen Pause auf dem Gipfel der höchsten Düne machten wir viele Bilder vom Dünenspringen, hörten ein paar von Mikes interessanten Geschichten und genossen die Sonne.

Mehr Bilder von der Pangaea-Expedition

... gibts in dieser Bildergalerie.

Am Nachmittag haben wir uns dann nochmal mit den Kamelen in die Dünen begeben, was sehr interessant und spaßig war, denn sie haben sich ganz anders bewegt als auf dem flachen Gelände.

Guten Appetit

Abends haben wir nochmal etwas Mongolisches zu essen bekommen. Wir bekamen die Knochen von einem Schaf, das erst gestern ausgenommen, wurde und konnten das Fleisch abnagen. Ich fand es sehr ungewöhnlich, aber es hat doch ganz gut geschmeckt.

Des Weiteren haben wir heute auch unsere Fahrräder für morgen bekommen. Bis spät abends haben wir alles richtig eingestellt, damit wir bereit sind, uns morgen gegen fünf Uhr über die holprige Straße auf den Weg zu machen, um der Mittagshitze zu entgehen.

Text: Constantin Vogt
Fotos: Dmitry Sharomov

Offline
Beigetreten: 29.07.2010
Punkte: 380000

Anzeige

Anzeige

Socialvernetzwerkungsdings

Anzeige

Anzeige