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Nix verpassen
Klein, dumm, ungenügend?
Alte Hasen und Versuchskaninchen wird der Doppeljahrgang oft liebevoll umschrieben. Die Alten sind genervt, weil die Jungen angeblich weniger wissen und können. Die Jungen sind genervt, weil sie ‚von oben herab‘ behandelt werden.
Angstschweiß
Doch Mitte Januar geht es allen Schülern gleich: Noch zwei Monate bis zu den schriftlichen Prüfungen und die wenigsten haben bereits angefangen zu Lernen. Der Druck ist enorm und die Lehrer machen es nicht gerade leichter mit Sprüchen wie „Das müsst ihr euch unbedingt merken!“ oder „Kann sein, dass das bei euch auch noch abgefragt wird.“

Ferien vorbei – Die Sehnsucht nach Entspannung steigt wieder
Die Schule hat vor wenigen Tagen wieder begonnen und schon nach den ersten zwei Schulstunden haben die meisten keine Lust mehr weiterzumachen: „Wann ist das endlich vorbei?“
Eine Klausur nach der anderen am Ende des Halbjahres und Anfang Februar wird es weniger werden, da in den letzten Wochen vor dem Abitur noch alle Leistungskursklausuren geschrieben werden sollen, sowie die Langzeitklausuren der Prüfungsfächer.
Freude und Spaß am Schulalltag lassen zu wünschen übrig und die Schüler untereinander können sich kaum motivieren.

Versuchskaninchen
Die jüngere Generation des Abschlussjahrganges muss das Abitur in einem Jahr weniger machen. Fragwürdig bleibt, ob sie es wirklich so schlecht hat. Von den G9ern oft belächelt dürfen viele in ihrer Schulzeit nicht selber mit dem Auto in die Schule fahren und können am Wochenende nicht endlos mit Klassenkameraden feiern gehen.
Die Lehrpläne wurden gekürzt und die Schnittstelle davon wird im Abitur abgefragt, doch viel Stoff ist für G8er neu, den die anderen bereits in anderen Jahrgangsstufen schon behandelt haben.
Entwicklungsunterschiede lassen sich keine feststellen, aber mit 16- und 21-jährigen in den Kursen sind viele verschiedene Meinungen vertreten.

Macht uns G8 wettbewerbsfähiger?
Im Grunde genommen gibt es im Mischjahrgang keine anderen Probleme und Unstimmigkeiten als sonst auch. Der Altersunterschied ist größer und laut den Lehrern schneiden die Älteren bei Leistungsvergleichen nur minimal besser ab.
Wenn wir mit 17 Jahren auf den Arbeitsmarkt kommen wird es trotzdem schwierig. Auslandsaufenthalte in Form von FSJ und Au-Pair sind meistens erst mit der Volljährigkeit möglich. Andererseits kann es sich die jüngere Generation leisten noch ein Jahr Prakitkaerfahrung zu sammeln, weil das den Lebenslauf nur pusht und nicht negativ herabstuft.
Fotos: tierarztpraxis-stippl.de / kaktus-zeitung.de / ngz-online.de / menschenzeitung.de
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