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Nix verpassen
Legal, Illegal, Scheißegal – Hauptsache es raucht.
Es ist vermutlich eines der bekanntesten Vorurteile: Die Augen sind geschlossen, die Arme sind zu Flügeln ausgebreitet und die Lippen formen ein sanftes „I believe I can fly.“ Daneben hängen die Dreadlocks tragenden Suchtis auf dem Sofa und beobachten, wie sich die Wände drehen. So oder so ähnlich sieht Cannabis-Konsum in den Köpfen von vielen Eltern und CDU-Politkern aus.
Dabei sind die Konsumenten des grünen Krautes keinesfalls nur die, die vom Fliegen träumen.
Bei chronischen Schmerzen, Asthma oder Krämpfen kann die Wirkung von THC, das zu gut einem Zehntel in Cannabis enthalten ist, zu einer Schwächung der Probleme führen und diese ertragbar machen. Dummerweise bringt man sich dabei immer noch in einen Konflikt mit dem deutschen Gesetz. Genau das wollen Die Linke und die Piratenpartei jetzt ändern und setzen sich für eine Legalisierung von Cannabis ein.

Legal
Nun raucht es also wieder bei den Treffen der verantwortlichen Volksvertreter, die irgendwie entscheiden müssen, was das Beste für unser Cannabis-konsumierendes Land ist. Dabei liegen die Vorteile einer Legalisierung klar auf der Hand: Kranke können sich gesetzestreu behandeln lassen und über staatliche Regelungen wird die Streckung der Droge durch noch schädlichere Mittel verhindert. Außerdem könnte über eingenommene Steuern gleichzeitig die notwendige Aufklärung betrieben werden.
Eine süßlich dampfende Glücksspirale.
Illegal
Doch dann hat der Rausch schon wieder ein Ende. Wenn das Zeug legal unter die Menschen gebracht werden kann, dann fällt auch der Drogeneinstieg leichter. Ob so viele Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen würden, wenn Alkohol verboten wäre? Wohl kaum.
Und wenn Cannabis als Medikament erlaubt wird, wird es dann genau so willkürlich verschrieben wie Antibiotika?
Ein verrauchter Teufelskreis.
Scheißegal
Konsumiert wird Cannabis so oder so. Die Frage ist nur: von wie vielen?
Wichtig ist vor allem, dass nicht jeder Dübel drehende Bürger sofort zum süchtigen Kriminellen wird.

Wie auch andere Drogen hat Cannabis gute und schlechte Seiten. Ob und wie man davon Gebrauch macht, muss jeder für sich selbst klären.
Vielleicht sollten die Politiker einfach mal eine Tüte kreisen lassen. Schließlich sorgt Cannabis-Konsum für Entspannung und bringt neue Ideen. Und Höhenflüge in der Selbstbestimmung würden Deutschland sicherlich ganz gut tun.
Text: Robert Weinhold
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Kommentare
Das war ganz nett auf den
Das war ganz nett auf den Punkt gebracht. Eine Variante wäre ja auch das von der Grünen Jugend angestrebte Drogenfachgeschäft. Letzendlich denke ich, dass die Zahl der Konsumenten nicht höher wird - Es wird nur bekannter, wieviele Menschen eigentlich hin und wieder mal ein Tütchen rauchen. -
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Verbotenes ist oftmals interessanter als erlaubtes.
Oftmals ist es so, dass uns Dinge die verboten sind viel mehr reizen, als Dinge die erlaubt bzw. legal sind.
Die Zahl derer, die von Cannabis abhängig sind ist dadurch, dass Cannabis illegal ist, leider nur zu einem kleinsten Teil bekannt. Somit begeben sich viele, von denjenigen die davon wegkommen wollen, auch nicht in Therapie, da es illegal ist.
Denken wir nun mal an die Menschen die Alkoholabhängig sind, wäre dies auch illegal würde sich wohl kaum einer in Therapie begeben wie heute.
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