Mehr Reggae, weniger Mainstream

Das Mekka der Reggae-Fans ist der Chiemsee Reggae Summer. Laura hat für SPIESSER.de diese rot-gelb-grüne Jugendkultur unter die Lupe genommen.

Jugendkultur ReggaeKlamotten mit Bob Marley-Konterfei erfreuen sich noch immer größter Beliebtheit.

„Leb' mein Leben mit Rhythmusliebe in Unendlichkeit. Take it easy, brother“, singt Jahcoustix ins Mikrofon. Im Hintergrund Bongotrommeln und Gitarre. Davor wiegen sich Regenmäntel und Dreadlocks im Takt, Gummistiefel wippen munter mit. Die Stimmung ist gut auf dem Chiemsee Reggae Summer, trotz Dauerregen und Schlammmassen. Und meine Freunde und ich sind mitten drin.

Auch dieses Jahr bricht der Chiemsee Reggae Summer mit 29.000 Besuchern den Rekord vom letzten Jahr und hat sich längst als größtes Reggae-Festival Europas etabliert. Gleichzeitig ist er zum Festivalhöhepunkt der Szene avanciert: Aus ganz Deutschland sind die Reggae-Fans angereist, unter das Dialektewirrwarr auf dem Zeltplatz mischt sich hie und da sogar Niederländisch und Englisch. Doch egal, ob die Besucher nun aus Berlin, Hamburg, Amsterdam oder aus Oberschwaben angereist sind – so wie ich –, alle sind gekommen, um „gemeinsam zu feiern und dieses ganz besondere Lebensgefühl zu erleben“, wie es Peter, 19, aus Stuttgart in Worte packt. „Das Line-up mit Martin Jondo und Alpha Blondy ist einfach einzigartig. Viel Reggae, wenig Mainstream“, schwärmt er.

Was ist die Jugendkultur Reggae?

Viel Reggae, wenig Mainstream – das gilt auch abseits der Konzertbühne. Jamaicafahnen wehen über dem Zeltplatz, die Dreadlocks- und Bob-Marley-Shirt-Dichte ist dementsprechend hoch. Auch das Hanfblatt darf als Symbol nicht fehlen. Doch macht das die Jugendkultur Reggae tatsächlich aus? Warum schließen sich Jugendliche der Szene an? Diesen Fragen bin ich auf einem Rundgang über das Gelände nachgegangen.

Meine erste Station war dabei ein Merchandising-Stand, hier sind die Wände tapeziert mit „One Love – Bob Marley“-Fahnen, allerlei Ständer mit alternativen Pluderhosen, Sonnenbrillen und Ohrringen machen das Durchkommen schwer. Verkäufer Daniel tingelt so von Reggae-Festival zu Reggae-Festival und unterhält sich viel mit den Jugendlichen, die sich in seinem engem Stand drängen.

Auf der nächsten Seite könnt ihr was zur Rastafari-Religion erfahren.

Noch mehr Chiemsee Reggae Summer

Auch Niklas und Tilman waren auf dem CRS: Lest hier von Tilmans Erlebnis mit dem Dubstep-Duo Kernobst und von Niklas inmitten der jährlichen Schlammschlacht. SPIESSER.de war auch auf anderen Festivals unterwegs: Alle Beiträge findet ihr auf der Festival-Übersichtsseite.

Kommentare

Bild von marienkäfer

Laura, schön, dass du den

Laura,
schön, dass du den Reggae und die Dreadlocksträger unter die Lupe nimmst. Dein Artikel gefällt mir. Ich würde liebend gern mal zum Chiemsee Reggae Summer :D -war bis jetzt "nur" beim Afrika-karibik-Festival in Aschaffenburg. Kann ich nur weiterempfehlen :D lässige, freundliche,offene leute (unter anderem auch die "rastamänner" ;D),bunte Stände mit alternativen afrikanischen Kleidungsstücken,interessantes essen ;)-nicht zu vergessen die göttliche Musik :)
Liebe Grüße!

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