Mit Aquarellstiften zum Sieg
„Immer mitten in die Fresse rein” ist eindeutig der falsche Weg: Gewalt erzeugt Gegengewalt. Vielmehr sollten Veränderungen Verdienst von Worten sein. In Berlin wurden die Sieger der „Argumente statt Gewalt”-Kampagne gekürt, SPIESSER-Autorin Anne war vor Ort.
Schüler und Studenten betreten den großen Saal der Deutschen Gesellschaft in Berlin und machen es sich auf den blau bezogenen Stühlen bequem. Von dem Blau hebt sich das kräftige Orange der Wandtafeln ab. „Solidarität“, „Perspektiven“, „Wendungen“ sind nur einige Schlagwörter, die die Seitenwand zieren. Auch in der Raummitte hängen drei Plakate. Ihnen und ihren „Erschaffern“ gehört die volle Aufmerksamkeit. Denn sie sind die Gewinner des „Argumente statt Gewalt”- Plakatwettbewerbs.
Wortgewaltiger Wettbewerb
Warum genau ist es nochmal wichtig, Konflikte mit Worten statt mit den Fäusten auszutragen? Und was heißt Demokratie überhaupt? Die Deutsche Gesellschaft rief junge Leute auf, sich mit solchen komplexen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Im Rahmen des Bundesprogrammes „Initiative Demokratie stärken” veranstaltete sie den Plakatwettbewerb „Argumente statt Gewalt” – und der kam allemal an.
Jurymitglied Alesch Mühlbauer zeigt sich überwältigt von der großen Resonanz. Von Collagen über Fotos bis hin zu Zeichnungen: Über 630 ganz unterschiedliche Arbeiten haben Schüler und Studenten eingereicht. „Da war die Auswahl beinahe ein Luxusproblem“, verrät Mühlbauer schmunzelnd.
Wer die Wahl hat, hat die Diskussion
Dass das Entscheiden der Jury keineswegs leicht fiel und sich daher die Jurysitzung in die Länge zog, berichtet Projektleiterin Heide Stache. Und weiter: „Es war eine Bereicherung, sich all die Plakate anzusehen.“
In drei Kategorien, nämlich Gestaltung, Originalität und Aussagekraft, mussten sich die Plakate beweisen. „Es kam schon vor, dass die Meinungen auseinander gingen und wir daher Diskussionen starteten“, verrät Cynthia Manzke. Die Schülerin gewann ihren Juryplatz über eine Verlosung auf SPIESSER.de.
Mit Farbe, Form und Vielfalt
Wir wollen euch die Gewinnerplakate keineswegs vorenthalten. Klickt euch durch die Bildergalerie und erfahrt, was sich die Zeichner dabei dachten und welche Aspekte der Jury besonders gefielen. Viel Spaß!
Die Gewinner-Plakate
Ihr seid neugierig auf die Gewinner des Plakatwettbewerbs "Argumente statt Gewalt"? Wir haben die wortgewaltigsten, kreativsten, überzeugendsten Beiträge für euch in der Bildergalerie zusammengefasst. Und, überzeugt?
Den Gewinnern winkten Urkunden, allerhand Lob und Beifall, Geldpreise – und natürlich die Reise in die Hauptstadt.
Demokratie als Daueraufgabe
Ob bunt gemustert, eher reduziert oder aquarelliert – die drei Gewinnerplakate haben die selbe Botschaft: Jede Form von politischem Extremismus stellt eine Bedrohung für Demokratie und Toleranz dar. Gewalt gefährdet eine friedliche Gesellschaft – Veränderungen sollten der Verdienst von Argumenten, nicht von Fäusten sein. Der Einsatz von Demokratie sei „eine Daueraufgabe“, fasst abschließend eine Mitarbeiterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zusammen.
Die Deutsche Gesellschaft e.V.
beschäftigt sich mit Fragen rund um Politik, Kultur und Gesellschaft und ist Expertin im politischen Bildungsbereich. Sie zählt zu den aktivsten überparteilichen Nichtregierungsorganisationen Deutschlands und ist u.a. von Lothar de Maizière und Willy Brandt gegründet worden.
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Deutsche Gesellschaft e.V.
Fotos: DG



