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Nächste Stunde: Dokumentarfilm
Kino statt Unterricht. 450 Schüler aus 24 Leipziger Schulklassen haben sich gestern Vormittag den Film „Leipzig im Herbst“ angeschaut. Er läuft auf dem DOK-Filmfestival 2009. Die DOK-Spotter Jakob und Tim waren dabei.
Beginn der Schulstunde 10 Uhr. Thema: Ein Dokumentarfilm über die Demonstrationen im Herbst 1989 in Leipzig. Foto: DOK Spotters
Die Schüler setzen sich so, wie auch im Klassenzimmer: Die gesamten hinteren Sitzplätze sind gefüllt, vorne ist noch Platz. Dort begrüßt Festivaldirektor Claas Danielsen den Regisseur Andreas Voigt. Der Film beginnt.
Die Kamera fährt durch eine Gasse von Menschen. Diese Menschen haben keine Angst, sie sind begeistert. Auch von der Kamera. Denn sie wussten, dass das nicht die Stasi war. Voigt und sein Team hatten große Aufkleber der des DDR-Filmstudios DEFA auf die Kamera geklebt. Am Ende der Gasse sieht man ein Transparent, auf dem steht „Für Pressefreiheit“.
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Und hier zur Festivalseite.
Der Film besteht hauptsächlich aus Berichten von Zeitzeugen: Polizisten, Demonstranten, Intellektuelle und Politikern der Zeit. „Leipzig im Herbst“ dokumentiert die Zeit im Oktober und November 1989 in Leipzig. Er gehört zur Sonderreihe „Transit 89. Danzig-Leipzig-Bukarest“ auf dem DOK-Filmfestival.
Nach dem Film konnten die Schüler direkt mit dem Regisseur Andreas Voigt ins Gespräch kommen. Besonders interessiert waren sie zum Beispiel an den Gefühlen, des Kamerateams bei den Dreharbeiten. „Ich hatte schon Angst aber die Masse der Demonstranten gab mir Schutz“, erinnert sich Voigt. Ein Schüler fragt: „Warum ist der Film so unmodern gestaltet? Schwarzweiß und ohne Musik“ Voigt ist etwas verwirrt und antwortet, dass sich die Filmsprache über die Jahre verändert hat.
Andere Schüler hatten spezielle Fragen. Sie wollten wissen, wie er es damals geschafft hat auch Beamten von der Volkspolizei zu interviewen. Den meisten Schülern scheint der Film sehr gefallen zu haben. Sie waren während der Vorstellung sehr leise. Und auch die Lehrer waren zufrieden. „Es ist ganz nützlich für meine Schüler diesen Film zu sehen, da sie sich ein besseres Bild von der friedlichen Revolution machen können“ sagt eine Lehrerin.
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