Beigetreten: 11.02.2012
Punkte: 134000

Anzeige

Neueste Kommentare

Bild von jugendlicher Rotzer Luke
Bild von LiquidIce
Bild von HyateRedet
Bild von JelenaHan
Bild von JelenaHan

Anzeige

Anzeige

Auch gerade online

Bild von iMarvin09
Bild von Si na
Bild von Lö
Bild von Sarah O.
Bild von KnabberKeks
Bild von moonismoothie.x3
Bild von The.Dom
Bild von Lyllie
Bild von musterfreak
Bild von anne111101
Bild von Matze33
Bild von HyateRedet
Bild von pascha2000de
Bild von sague
Bild von JelenaHan
Bild von Bisasam
Bild von The Hunter
Bild von Bembelboy
Bild von Jennifer_82
Bild von Mini Mona
Bild von alpaka22
Bild von Melankolix
Bild von jugendlicher Rotzer Luke
Bild von Pauli95
Bild von Heidiii
Bild von Pedram
Bild von LiquidIce
Bild von Li-La-Lotta
Bild von lilian
Bild von macro90
Bild von thirsty-vampire
Bild von Nachwuchsmisanthrop

Anzeige

Socialvernetzwerkungsdings

Nix verpassen

Bild von macro90
macro90 hat sich gerade eingeloggt. Schön dich zu sehen!
Bild von Li-La-Lotta
Li-La-Lotta hat sich gerade eingeloggt. Schön dich zu sehen!
Bild von LiquidIce
LiquidIce hat sich gerade eingeloggt. Schön dich zu sehen!
Bild von Pauli95
Pauli95 hat sich gerade eingeloggt. Schön dich zu sehen!
Bild von Heidiii
Heidiii hat sich gerade eingeloggt. Schön dich zu sehen!
Bild von thirsty-vampire
thirsty-vampire hat sich gerade eingeloggt. Schön dich zu sehen!
Bild von Pedram
Pedram hat sich gerade eingeloggt. Schön dich zu sehen!
Bild von lilian
lilian hat sich gerade eingeloggt. Schön dich zu sehen!

Ode an "Fünfzig Gedichte des Expressionismus" oder plötzliche Reclam-Sympathie

 
21.02.2012 - 00:57
Facebook:

In der Schule traue ich mich kaum an sie ran, aber jetzt scheint es mir ganz einfach über Lyrik schreiben.

Die plötzliche Inspiration kommt ausgerechnet aus einem kleinen,gelben Reclamheft,das Schülern sonst so verhasst ist.Es trägt den einfachen Titel "Fünfzig Gedichte des Expressionismus" und obwohl Zahlen sonst eher abschreckend auf mich wirken,konnte ich der sonnengelben Verführung nicht widerstehen und habe es verschlungen.Mit Anaphern und Metaphern,Parallelismen und Aphorismen.Expressionismus klang für mich bis jetzt immer automatisch gleich nach Finsternis,Kälte und gnadenloser Konfrontation mit Dingen,über die man lieber nicht nachdenkt. Beim Lesen habe ich gemerkt,dass es sich doch lohnt,gerade darüber nachzudenken.Wie sehr Liebe und Schmerz,Sehnsucht nach Leben und nach dem Tod zusammenhängen, wusste ich bis jetzt nur aus melodramatischen Filmen.Aber Gedichte sind anders,sie berühren anstatt zu rühren,sie lassen begreifen anstatt zu ergreifen.Fern von jedem Kitsch beginne ich beim Lesen zu Weinen und merke,dass diese Tränen viel ehrlicher sind als die nach "Titanic".Gedichte eignen sich besser zum Vermitteln von Gefühlen als schnulzige Popballaden.Selbst Bücher erzeugen mehr Distanz.Welche Geschichte ist schon nicht konstruiert,welcher Handlungsfaden nicht gesponnen und welche Charaktere nicht inszeniert? Auch wenn ich in Bücher eintauchen kann - in Gedichte falle ich hinein. Kann mich lösen von Handlungsmustern und Dialogen,einfach nur im Strom fremder Gedanken schwimmen. Und oft merke ich,dass ich viele dieser Gedanken selbst schon einmal hatte, nur nicht so schön verpackt und fließend,sondern eher roh.Der Expressionismus hat mich wachgerüttelt,all diese verborgenen Gedanken aufgeworfen. Um es mit den Worten einer meiner neuen Musen (Ernst Stadler) zu sagen: "Meinem Herzen schwoll ein neuer Takt engegen."