Festivalspaziergang beim Rocken am Brocken
Vanessa hat bei SPIESSER.de Karten für ihr allererstes Festival gewonnen. Hier ist ihr Campingplatz-Report.
Timo und Max, zwei erfahrene Festivalgänger.„Hallo, seid ihr nett?“ „Ja, eigentlich schon...“ „Gut! Ich bin Vanessa!“ Mein erster Kontakt mit Festivalbesuchern scheint gelungen. Max und Timo machen tatsächlich einen netten Eindruck und nehmen meine Freunde und mich mit zu ihrem Zeltplatz. Wir bauen unser Zelt neben ihrem auf und sogleich spielt die erste Band auf dem Red Bull Tourbus, der nicht weit von unserem „neuen Zuhause“ entfernt parkt.
Bloß keinen Dosenöffner mitnehmen!
Ich sollte erwähnen, dass dies mein erstes Festival ist. Und auch für meine zwei Begleiter ist das alles neu. Der große, noch recht leere Zeltplatz am Brocken in Elend bei Sorge (die Orte heißen wirklich so!) und die viel besser ausgerüsteten Camper um uns herum schrecken uns jedoch nicht ab. Im Gegenteil. In dieser Atmosphäre fühlen wir uns auf Anhieb wohl! Von unseren beiden festivalerfahrenen Nachbarn bekommen wir wertvolle Tipps. So sollte man beispielsweise auf keinen Fall einen Dosenöffner einpacken, denn nach diesem zu fragen bietet einem eine gute Möglichkeit neue Leute kennenzulernen.
Nächster Halt bei den „Frutten“
Wenige Meter weiter sitzt eine reine Mädchengruppe unter ihrem Pavillion. Sie stellten sich als Anna, Eva und Saskia vor, auch bekannt als die „Frutten“, wie überall auf ihren Sachen steht. Es ist ihr erster Besuch auf diesem Festival am Brocken, und am meisten freuen sie sich auf Gisbert zu Knyphausen, Bratze und – wie auch die meisten anderen auf dem Campingplatz – Itchy Poopzkid.

Die „Frutten“ Anna, Eva und Saskia.
Wir verabschieden uns von den dreien und steuern auf das orangene Plastiksofa zu, das uns wenige Minuten zuvor aufgefallen ist. Besitzer dieser Rarität sind Max, Desiree und Manon. Die drei machen selbst Musik: Max spielt Schlagzeug, Desiree singt und Manon spielt Gitarre und singt ebenfalls. Das Erschreckendste, was ihnen je auf einem Festival passiert ist, war der ungewollte Krankenhausbesuch einer Freundin, doch dieses Erlebnis hält sie nicht davon ab auch weiterhin Festivals zu besuchen.
Weiter auf unserem Festivalspaziergang ...
Marc mit Campingschuhen und Bier – mehr braucht man nicht.... finden wir unter einem nächsten Pavillion wieder eine gut gelaunte Gruppe. Marc, der mit seinen Freunden angereist ist, war selbst schon letztets Jahr beim Rocken am Brocken. Seine Festivalempfehlungen sind das Hurricane, das dieses Jahr schon war, das Dockville in Hamburg, und das Melt! Festival bei Gräfenhainichen. Außerdem erklärt er, dass die wichtigsten Sachen, die man mitnehmen muss, Campingschuhe (auch bekannt als „Gummistiefel“) und Bier seien.
Am späten Nachmittag steuern wir auf das Festivalgelände zu. Highlight des Abends sind Friska Viljor und Bratze. Die Nacht wird durchgefeiert, was man dem Zeltplatz am nächsten Morgen auch ansieht.
Treffen mit "Alpha Pony"
Nach den ersten Einkaufs- und wenigen Aufräumaktionen werden weitere Kontakte mit Festivalbesuchern geknüpft und – natürlich – Ravioli gegessen. Dann sind wir auch schon wieder fit fürs Gelände. Am Merchandise-Stand habe ich das Glück, nach ihrem Auftritt die Band Alpha Pony aus Kassel zu treffen und mich ein wenig mit den fünf Bandmitgliedern unterhalten zu können.
Die Ponys haben vor etwa einem Jahr beschlossen, dass Musik machen ihr Ding ist, und eine Band gegründet. Warum sie Alpha Pony heißen? Der Name stammt von dem Song „Alphabet Pony“ von „The Kills“. Als die Bandmitglieder alle zusammen 2009 auf dem Melt! Festival waren, wollten sie sich ein Feuerzeug mit ihrem Bandnamen gravieren lassen. Und da Alphabet Pony nicht gepasst hätte, haben sie den Namen einfach gekürzt – und sind bis heute glücklich damit.

Alpha Pony mit uns – v. l.: Moritz, Robin, Jan-Philipp, Lena, Hendrik, ich und Max.
Zu guter Letzt hier nun noch die ultimativen Festivaltipps von Max: Das Festivalarmband sollte immer an die linke Hand, mehr als eine Dose Ravioli braucht man nicht und: Helga ist tot!
Rocken am Brocken: Noch mehr Fotos
Vanessa ist in Elend bei Sorge, Sachsen-Anhalt auf der Suche nach Menschen und Dingen.
Text und Fotos: Vanessa Gattermann
Das gibts auch noch:
Sophie unfreiwillig beim Southside
Hurricane Festival: Nachbericht von Verena
Birks Festival-Highlights 2010;
Bildergalerie und Artikel zum Wave Gotik Treffen in Leipzig;
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Kommentare
ich bekomme echt Lust meine
ich bekomme echt Lust meine Sachen zu packen und zum nächsten Festival zu fahren !
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