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Save the World - Wie lange werden die Erdölressoucen noch reichen?

 
11.02.2012 - 11:27
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Wie lange werden die Erdölressourcen noch reichen?

Handy, Playstation, MP3-Player, der Computer, aber auch die Orangensaftflasche, die Tupperdose und die Haribo-Verpackung, sie alle haben eines gemeinsam: Sie bestehen aus Erdöl. Moment, Erdöl ist doch flüssig und wird verheizt? Stimmt, aber auch nur teilweise!

img_0259-2-save_the_world-2.jpg

Erdöl, ein zähflüssiges Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, ist ein fossiler Energieträger und dient zur Erzeugung von Elektrizität und als Treibstoff von fast allen Verkehrs- und Transportmitteln. Außerdem wird Erdöl in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen und anderen Chemieprodukten vielfach eingesetzt, z.B. Plastik oder Gummi. Erdöl ist derzeit der wichtigste Rohstoff der modernen Industriegesellschaft. Deshalb wird es auch „Schwarzes Gold“ genannt. Allein in den Jahren von 2000 bis 2007 wurden etwa 200 bis 220 Milliarden Barrel (1 Barrel= 159Liter) des Rohstoffs weltweit gefördert.
Mit einem Anteil von ungefähr 35% ist Erdöl einer der wichtigsten Energieträger am Primärenergieverbrauch. Wahrscheinlich wird er das auch bleiben, so die Forscher. Allerdings gibt es große Unsicherheiten in Bezug auf die Angebotsseite mit Ressourcen, Reserven und Förderung und auch in Bezug auf die Nachfrageentwicklung. Durch die Wirtschaftskrise wurde der Erdölverbrauch nur vorübergehend geschont, also leicht gedämpft.
Ende des Jahres 2009 betrug das übrig bleibende Potential an Erdöl noch 260Gt. Nun also stellt man sich die Frage, wie lange die Ressourcen noch reichen werden.

Bei der Berechnung kann man folgende Liste zur Hilfe nehmen:
- Autos, Mofas und Motorräder sind Transportmittel, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Also braucht man nun statt für Bus & Bahn auch immer mehr Benzin und Diesel für private Transportmittel. Hier sprechen wir also von steigender Nachfrage.

- Als Gegenargument kann man aufführen, dass gerade in der Zeit der Klimaerwärmung Werbung für energiesparende und umweltfreundliche Produkte gemacht wird. So kann man also davon ausgehen, dass Gesetze zum Umweltschutz erlassen werden und auf diese Art und Weise wieder Erdöl eingespart wird (Verpackungen etc.). Dazu steigen immer mehr Menschen auf Fahrräder und Co um, wenn sie nur kurze Strecken zurücklegen müssen.

img_4212-bestes.jpg

- Ebenfalls wächst die Menschenbevölkerung immer mehr und daher brauchen mehr Menschen mehr Produkte, der Konsum steigt und mehr Müll wird produziert (also: Auch mehr Erdöl verbrannt).

- Der Individualverkehr und die Motorisierung weltweit steigt.

- Ebenfalls aufzuführen sind die höheren Kosten für umweltfreundliche Verpackungen. Oftmals ist es billiger für die Firma, Plastikverpackungen oder generell umweltschädigende Produkte herzustellen und zu verkaufen.

- Ein großes Problem in der Berechnung ist, dass verschiedene Länder unterschiedliche Verhaltensweisen im Konsum aufweisen. So kann man beispielsweise nicht die Werte für den deutschen Konsum auf den libanesischen Konsum oder den Konsum in einem Dritte-Welt-Land übertragen. Die Entwicklung z.B. von China und Indien und ihr Energiebedarf sind noch schwer einzuschätzen, wird jedoch dramatische Auswirkungen haben.

- Die Automobilindustrie setzt aber - und da kann man große Fortschritte erkennen - auf umweltfreundlichere Autos. So war der Benzin-/Dieselverbrauch eines Autos der Sechzigerjahre eindeutig höher als der eines moderneren Autos. Auch Elektroautos, also Autos, die mit Strom anstatt mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, gewinnen immer mehr an Popularität. Hier können wir also von einem Rückgang des Erdölverbrauchs sprechen, was sich positiv auf die Ressourcen auswirkt.

- Deutsche Bahn und andere öffentliche Verkehrsmittel werden spätestens dann, wenn die Spritkosten für das Auto in unglaubliche Höhen steigen, immer mehr in den Mittelpunkt rücken. Auch das führt zu weniger Treibstoffverbrauch, da weniger Autos auf den Straßen fahren und die Menschen auf Busse & Co umsteigen.

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- Reserven: 161.0 GT (= 229.9 Gt SKE); Förderung: 3.8 (= 5.4 Gt SKE)
Fazit: Allgemein kann man sagen, dass die Werbung für den Umweltschutz noch präsenter durch die Medien gehen sollte, da viele Menschen gar nicht wissen, was in unserer Welt so „abgeht“.
Außerdem kann man keine klare Prognose abgeben. Denn das Konsumverhalten ändert sich konstant und in jedem Land geht man damit anders um. Wenn der Erdölverbrauch aber immer größer wird, die Nachfrage also ansteigt, kann man davon ausgehen, dass die Ressourcen immer schneller knapp werden. Rechnet man mit einem verbesserten Umweltbewusstsein, so kann man sagen, dass der Erdölverbrauch entweder nicht mehr so schnell ansteigt, gar nicht mehr ansteigt oder eventuell sogar sinkt und (was aber sehr unwahrscheinlich ist), der Erdölverbrauch ganz eingestellt wird.