Sonne über Griechenland
Über Europas Problemkind Griechenland wird ja derzeit heiß diskutiert. Heiß ist auch der Vorschlag, den Bloggerin Annika zur Rettung des Landes der Dichter und Philosophen hat. Lest hier, wie der wohl aussieht.
Dieser Beitragt entstand
in Zusammenarbeit mit RWE.
Lasst uns über Urlaub reden. Weg von tristem Grau hin zu Sommer, Sonne, Strand und mehr. Wir Deutschen machen gerne dort Urlaub, wo's warm ist, wo der Sommer seinen Namen noch verdient hat. Ganz oben auf der Wunschliste steht Südeuropa: Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland.
Stop. Griechenland? Nun, vielleicht waren bis auf ein paar Mutige die Wenigsten von euch während der diesjährigen Sommerferien im Land der untergehenden Wirtschaft. Selber Schuld – ihr hättet den Strand für euch allein gehabt, die Liege am Pool – und Sonne satt! Volle 300 Tage im Jahr scheint die den Griechen nämlich auf den Pelz.
Ein ganz dummer, oberlehrermäßiger Ratschlag lautet ja bekanntlich: Verbinde das Angenehme mit dem Nützlichen! Warum dieses Motto nicht auf die Finanzkrise in unseren südlichen Mitgliedsstaaten anwenden? Ganz Europa gipfelt und tagt in Übelkeit erregendem Rhythmus, auf der Suche nach DER Lösung für Griechenland. Oder für Portugal. Für Irland. Italien. Lasst uns an den letzten Griechenlandurlaub denken: Sommer, Strand... und Sonne. Eben.
Warum investiert Europa nicht kräftig in den Ausbau erneuerbarer Energien in sonnenverwöhnten Pleitestaaten? Photovoltaikinstallationen statt Bankenrettung, Solarthermie-Kraftwerke statt Eurobonds. Warum plant Deutschland Solarenergie vor allem in Nordafrika ein? Desertec lässt grüßen. Ein Überseekabel könnte man sich doch von Griechenland aus glatt sparen!
Verbinde das Angenehme – energische Unterstützung für den politisch verordneten Energiewandel in Deutschland – mit dem Nützlichen: Investitionen deutscher Firmen, neue Arbeitsplätze (nicht nur) in Griechenland, Ankurbeln der Konjunktur.
Auch diese Idee kommt mal wieder nicht von mir – ich kann also leider kein Urheberrecht beanspruchen. Unlängst war Wirtschaftsminister Rösler (FDP) mit einem ganzen Schwung Wissenschaftlern auf Stippvisite in Griechenland. Wogen glätten, die er selbst zuvor geschlagten hatte? Immerhin hatte er selbst noch vor Kurzem Griechenlands Kreditwürdigkeit in Frage gestellt. Ein 24-Stunden-Besuch, vollgepackt mit repräsentativen Terminen en masse, löst zwar weder Klimaproblem noch die griechische Staatsverschuldung. Aber auch wenn es sich Deutschland nicht zur Aufgabe gemacht hat, mit Investitionen in Milliardenhöhe Griechenland aus dem Sumpf zu bugsieren, ist ein Anfang gemacht. Ganz oben auf der Wunschliste von Investoren steht der Abbau des Bürokratiewahnsinns und der Aufbau von neuem Vertrauen. Dazu braucht es vor allem Taten, weniger Worte. Und was dabei auch nicht schaden kann: Sonne!
Text: Annika Karg
Fotos: von Baum, jugendfotos.de; Tobyy, jugendfotos.de
Jetzt musst du das nur noch
Jetzt musst du das nur noch den Griechen erklären.
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