Toy Story 3: Das Spielzeug spricht wieder
SPIESSER.de-Autor Alex hat sich den dritten und letzten Teil der Animationsreihe Toy Story angeschaut und fühlte sich etwas fehl am Platz.
Eine Liebesgeschichte, eine Flucht und am Ende wieder eine Moral. Was sich nach Sonntagnachmittag-Unterhaltung anhört, ist der neuste Film der Toy-Story-Reihe, der jetzt in die Kinos kommt. Nicht nur Andy,der Besitzer der Spielzeuge, ist erwachsen geworden, nein, auch der Film will auf ein älter gewordenes Publikum abzielen. Gelungen ist das nur teilweise.
Warum schaue ich den Film?
Meine Erwartungen waren nicht hoch, trotzdem war ich auf den letzten Teil der sprechenden Spielzeuge gespannt. Nur noch recht vage konnte ich mich an den zweiten Teil erinnern, damals war ich fünf. Nun war ich natürlich neugierig, was aus den „Helden“ meiner Kindheit geworden ist.

Worum gehts?
Um sprechendes Spielzeug, welches – wie in jedem Teil – ein Abenteuer erlebt. Andy ist Erwachsen geworden und wird in einigen Tagen aufs College gehen. Die Spielsachen sollen auf den Dachboden kommen.
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Doch es kommt ganz anders. Sie landen in einem Kindergarten. Wohlwissend, welche Qualen auf die neuen Bewohner warten, werden sie von Lotso, dem nach Erdbeeren riechenden Anführer der „Bösen“, und seiner Gefolgschaft in den Raum für die Jüngsten gebracht. Die Kinder hier nehmen keine Rücksicht auf Verluste. Bemalt, ohne Gliedmaßen, dafür mit Beulen endet der erste Tag für die Filmhelden im Kindergarten. „Die Neuen“ werden die Gefangenen von Lotsos Truppe. Mit Hilfe anderer Spielzeuge flüchten sie. Sie haben Todesangst als sie in der Müllverbrennung landen , müssen sich von Andy trennen und am Ende gewinnt das Gute. Typisch Disney.

Boah, wie geil!?!
Nun ja, ich sah einen klassischen Familienfilm. Die Filmreihe hat versucht mit seinem Publikum mitzuwachsen. Gelungen ist ihm das nur mäßig. Typisch für die Toy-Story-Filme finden sich auch hier ständig Moralfloskeln, denn natürlich überleben die Spielzeugfreunde nur, weil sie zusammenhalten und ihre Freundschaft stärker ist als alles andere.
Auf die Dauer ist das langweilig und auch die wenigen mit viel Wortwitz gestalteten Passagen konnten mich nicht wirklich mitreißen.
Wer sitzt neben mir?
Mütter mit ihren sieben- bis zehnjährigen Kindern. Sonst niemand. Ich stelle fest das ich mit meinen 16 Jahren der älteste Jugendliche im Saal bin – und das hat wahrscheinlich auch seinen Grund.
Die neun Euro Eintrittsgeld ...
... waren für mich nicht die beste Investition. Man bekommt dafür zwar beste 3D-Qualtität geboten, aber wem der Inhalt des Films sowieso nicht gefällt, dem ist auch die 3D-Technik egal. Wenigstens habe ich mal wieder die Stimmen vom Kult-Comedy-Trio Bully, Rick und Christian gehört. Die haben ihre Aufgabe recht gut und amüsant erfüllt.

Der Film in einem Satz
Sprechendes Spielzeug, welches feststellt, dass alles mal ein Ende hat.
Hinterher
Gut gesättigt vom vielen Popcorn verlasse ich das Kino mit einer klaren Meinung: Mein Film war es nicht, aber wem schon die ersten beiden Teilen gefallen haben, der wird auch Freude am letzten Teil der Trilogie haben. Für Familien ist es beste Unterhaltung mit Witz, Handlung und Moral.Sie erleben einen schönen Kinonachmittag und die Jüngsten lernen dabei vielleicht sogar noch etwas. Jugendlichen über 14 Jahren aber nur bedingt zu empfehlen.
Der Film startet am 29.Juli in den deutschen Kinos.
Und zum Schluss der Trailer
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Toy Story 3: Der Trailer zum Film
Ein kurzer Einblick in das Leben der Spielzeughelden im dritten Teil der Animations-Reihe.
Titelbild, Artikelbilder und Trailer: © Disney/Pixar. Alle Rechte vorbehalten.
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