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Streubomben in Laos
Laos – Ein gefährliches Leben:
„ Plötzlich berührte ich etwas und dann weiß ich nichts mehr“, berichtet der inzwischen 11-jährige Aneht aus Laos. Drei Jahre zuvor stieß er beim Unkraut jäten auf gefährliche Streumunition. Bei der Explosion verlor er sein Augenlicht und seinen linken Arm.
Im südostasiatischen Staat Laos ist Aneht nur eins von vielen Opfern. Mit sechs Millionen Einwohnern und einer Analphabetenrate von 40% gehört das Land zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Vietnamkrieg 1965-1975 haben die USA, über dem zu 80% landwirtschaftlich geprägten Land Streubomben abgeworfen. Sie sollten die militärischen Nachschubwege (Ho-tschi-Minh-Pfade) der Nordvietnamesen treffen. Zwei Millionen Tonnen Bomben fielen auf Laos, das damit zum meist bombardierten Land der Welt wurde. Streubomben verteilen Sprengkörper die in großen Behältern abgeworfen werden, auf einer Fläche bis zu einem Quadratkilometer und hinterlassen gefährliche Blindgänger. Ein Drittel davon explodiert nicht und bleibt als lebensgefährliches Kriegserbe liegen.
Noch heute, mehr als drei Jahrzehnte nach Ende des Krieges, sind immer noch etwa acht Millionen Streubomben im Land verteilt, an denen jährlich um die 300 Menschen sterben. Doch auch für die Landwirtschaft sind die Folgen verheerend. Da aufgrund der vielen Blindgänger ein Großteil des Landes bis heute nicht landwirtschaftlich genutzt werden kann, herrscht eine große Hungersnot in weiten Teilen des Landes. Viele Menschen verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Alteisen das der Krieg hinterlassen hat. Dabei ist das Risiko auf lebensgefährliche Blindgänger zu stoßen hoch. Obwohl Streubomben vorwiegend für militärische Zwecke gedacht sind, scheinen sie auch gezielt gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt zu werden. Denn oftmals haben die Sprengkörper die Form von Kinderspielzeug.
Hilfsorganisationen wie Handicap, Landmine, oder MAG, versuchen den Minenopfern mit medizinischer Versorgung und psychologischer Beratung zu helfen. Mit Hilfe der Vereinigung behinderter Menschen in Laos (LDPA), wird versucht bessere Arbeitschancen für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Um weiteren Schaden zu vermeiden, wird die Bevölkerung in Aufklärungskampagnen vor Streumunition gewarnt. Ein Teil der Hilfe besteht außerdem in professioneller Entschärfung und Räumung der Bomben. Mit finanzieller Unterstützung der Schweiz, Australiens und des UN- Welternährungsprogramms, soll aber auch der wirtschaftliche, soziale und politische Wiederaufbau des Landes langfristig vorangetrieben werden.
Im August 2010 soll ein internationaler Vertrag gegen Herstellung und Einsatz von Streubomben in Kraft treten. 106 Staaten haben den Vertrag bereits ratifiziert. Die USA, China und Russland sind als Hauptproduzenten von Streubomben gegen einen Ächtung und haben den Vertrag nicht unterschrieben. Somit ist es leider nicht ausgeschlossen, dass es auch in Zukunft Leute geben wird, die Anehts Schicksal erleiden müssen.
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Kommentare
Tatzenabdruck, ganz eindeutig
Hat da etwa jemand beim taz-Wettbewerb mitgemacht?
Mmmh, da ging's um journalistische Leistung, oder? Dann wünsche ich mir mehr Absätze. Sonst aber schon einigermaßen lesenswert, aber zu viele Fakten, zu wenig Emotion. Wenn du magst, können wir den nochmal gemeinsam überarbeiten...
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Stimmt...
Du hast vollkommen Recht =D. Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir den Artikel gemeinsam bearbeiten könnten! Ich bin immer etwas unsicher was die Emotion in Artikeln angeht.
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