USA - I have a dream!

 
07.09.2011 - 11:39
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Auf ins neue Schuljahr: Jakob wird das aber nicht in Deutschland, sondern in den USA verbringen. Über was er sich den Kopf zerbrochen hat, lest ihr hier.

Jakob verbringt ein Jahr in den USA und besucht eine amerikanische High School.

Wolkenkratzer, Hollywood, Freiheitsstatue: Sobald ich USA höre, fange ich an zu träumen. In den letzten Jahren habe ich mir ein rundum positives Bild über die USA gezaubert. Daran ändert auch die Finanzkrise nichts. Und damit ich auch ein Stück vom großen Kuchen Amerika abbekomme, habe ich mich entschieden, ein Austauschjahr in den USA zu machen.

Am 25. August geht mein Flugzeug. Etwas abenteuerlich ist dieses Unterfangen, denn ich weiß bisher nur, dass es nach Kentucky, Indiana oder nach Michigan geht. Welche Gastfamilie mich aber dann hoffentlich mit Namensschild und Luftballons am Flughafen erwartet? Ich habe keinen blassen Schimmer.

Dafür habe ich mich in den letzten Monaten immer wieder gefragt, was MICH wohl in den USA erwarten wird. Und auch da habe ich keine Ahnung. Gut: Ich war zwar schon mal im Urlaub in Übersee, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es etwas komplett anderes ist, dort den Alltag zu erleben.

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Irgendwo zwischen den roten Linien werde ich wohnen.

Aber was ist denn tatsächlich amerikanischer Alltag? Und was halte ich lediglich dafür? Sind es wirklich die Burgerverschlingenden 150 Kilo Kampfmaschinen? Oder sind es die dürren Supermodels, die mittags an einem Salatblatt knabbern? Hat tatsächlich der beste Sportler an der High School auch das schönste Mädchen zur Freundin? Und was ist mit diesen Beliebtheitswahlen jedes Jahr, bei denen strahlende Schüler um jede Stimme kämpfen? Ich werd's raus finden.

Für mich ist Amerika irgendwie immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.Vom Tellerwäscher zum Millionär, von der Laienschauspielerin zur Hollywoodschönheit, vom Freiplatz-Basketballer zum NBA-Profi. Irgendwie ist alles drin, alles ist möglich.

Hergehört! Was es mit Robert und den Ringelsocken, mit Markus und Töölön Tulli und mit Jelena und den internationalen Douvainern auf sich hat, lest ihr im September auf SPIESSER.de.

Und ich liebe das amerikanische Essen oder zumindest das, was wir dafür halten: Chicken Wings, Spare Ribbs, Country Potatoes...lecker! Ich bin beeindruckt, von der Sportbegeisterung bei Basketball-, Football- oder Baseballspielen und hoffe, dass mich das genauso mitreißen wird. Ich freue mich unglaublich darauf, eine amerikanische Highschool zu besuchen. Ob ich dann auch im gelben Bus zur Schule fahren werde? Habe ich dann auch ein klapprigen Metallspind? Gibt es wirklich so viele Kurse zu wählen und werde ich zu irgendeiner eingeschworen Gruppe gehören? Und wie wird das Leben bei der Gastfamilie sein? Flattert auch vor deren Haus eine amerikanische Flagge? Kommt der Zeitungsjunge morgens auf dem Fahrrad und wirft das Tageblatt einfach auf den Rasen. Bringt der amerikanische intelligente Hund diese dann auch an den Tisch und stellt den Kaffee an?

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Mit so einem Bus werde ich hoffentlich auch zur Schule fahren.

Um die Zeit bis zu meinem Abflug totzuschlagen, habe ich eine Liste mit Vorurteilen zusammengestellt, um während meines Aufenthalts zu gucken , ob sie sich tatsächlich bestätigen.

1. Amis sind dumm, oberflächlich und übergewichtig.

Viele Deutsche gehen fest davon aus, dass der Durchschnittsami mindestens eine der drei Eigenschaften besitzt.

2. Amerikaner essen nur Fastfood.

McDonalds, Kentucky Fried Chicken, Burger King, Taco Bell... Amerika scheint das Fastfoodwunderland zu sein. Aber essen die das alle auch?

3. Große Städte und fette Autos.

New York, Los Angeles und Las Vegas: daran denken zumindest die Leute in meiner Schule, wenn von Amerika die Rede ist. Und an all die fetten Autos, die von alleine hüpfen können.

4. Shopping Malls und Wal-Mart.

In den USA gibt es angeblich fast überall große Shopping-Center und riesige, überdimensionale Supermärkte, in denen man ALLES in Übergröße kaufen kann.

5. Kein Sex und kein Alkohol unter 21.

Das eine, der Alkoholkonsum ist tatsächlich verboten, das andre, der Geschlechtsverkehr, wird von den Eltern mit Argusaugen beobachtet. Armer Amerikaner: Bis zum 21. Lebensjahr scheinen sie ein Trauerweidendasein zu fristen.Außer sie halten sich nicht dran und was passiert, wenn sie erwischt werden?

6. Police-Officers und Sheriffs.

Am besten noch mit Cowboyhut, Zigarette im Mundwinkel und Sporen an den Schuhen.Oder engagierte Polizisten, die den Gangstern im Auto hinterherjagen und über Zäune, Mauern und Dächer springen.

Ich bin gespannt, welche Vorurteile sich bestätigen werden und welche nicht. Und mal sehen, welche Vorurteile die Amis uns gegenüber haben.

Teaser: privat

Textfoto 1: Bearbeitung privat

Textfoto 2: Kathrin Rieger/ www.flickr.com

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