VITA COLA Clubtour 2011: Heimspiel in Dresden
Nach dem erfolgreichen Tourauftakt in Rostock geht es für „sofia!“ zurück nach Dresden. Ein gelassenes Heimspiel? Von wegen! Erstis, die die Bühne stürmen und ein geklautes Megafon waren das Resultat des zweiten Tourstopps.

Tratsch am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen
Nach nur ungefähr vier Stunden Schlaf im IKEA-Vorzeige-Zimmer des Hostels trafen wir uns sichtlich verschlafen zum Frühstück mit der Band. Während wir das Frühstücksbuffet abräumten und uns mit Koffeinschüben versorgten, studierten wir ausgiebig die ausliegenden Klatsch-Magazine. Was wir davon lernten: Haremshosen sind modisch fragwürdig und auch eine Kate Moss hat Popo-Probleme.
Nachdem auch der letzte Bissen vom Buffet geräumt wurde, ging es schließlich zurück auf die Autobahn Richtung Dresden. Im Tourbus stimmten wir uns mit „qualitativ hochklassiger“ Radio-Popmusik auf den Gig am Abend ein und trällerten uns schon mal warm.
Heimspielvorteil für „sofia!“
Im Klub Neue Mensa in Dresden wurde die Band erstmals vom Lampenfieber begrüßt. Sängerin Francesca war sichtlicher nervöser als beim Gig am Vorabend. Schließlich passten in den Klub an die 800 Leute und bekannte Gesichter sollten beim Heimgig auch anwesend sein. Gegen 23 Uhr war der Klub bereits proppenvoll und die Band, trotz Lampenfieber, bereit die Bühne zu rocken.
Drummer Wieland im Rausch der Musik.
Nachdem die ersten Gitarrenklänge ertönten, wippte das Publikum recht verhalten mit. Nur nicht gleich die komplette Energie verschwenden, bitte! Als die Band jedoch den Song „Tanz“ anstimmte, ging das Wippen schon in "Rocken für Anfänger" über. Die ersten dezenten Headbangings wurden gesichtet und das Publikum wurde dem Liedtitel gerecht.
Die Erstis wissen, wie es geht!
Langsam, aber sicher taute das Publikum auf und tanzte, was das Zeug hielt. Es wurde getanzt, es wurde geschwitzt, es wurde gegröhlt. Einige Erstis beteiligten sich sogar an der Show: einer klimperte am Ende eines Songs noch ein paar Takte auf dem Keyboard. Eine kurzer Moment Ruhm vom Bühnenrand aus! Die Band nahms gelassen.
Dieser Fan konnte seine Finger nicht vom "HEY!"-Schild lassen
und entführte es kurzerhand.
Angeregt von seinem Beispiel schnappte sich ein anderer das „HEY!“-Schild der Band und rannte damit hinter die Bühne, zwischen den VITA COLA Aufstellern und animierte das Publikum. Beim Duo-Part von Wieland und Ludwig kreischten besonders die Mädels in der ersten Reihe. Die Zugaberufe waren der Band am Ende Gewiss und beim Abbau stürmten einige die Bühne. Irgendjemand hatte wohl besonderes Gefallen am Megafon gefunden, denn das war schließlich weg. Ein hemmungsloses Publikum und eine schwitzende Band. Wenn das mal nicht Rock 'n' Roll pur ist!
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