Willkommen im Golden State

 
08.09.2010 - 14:14
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Wibke macht einen Schüleraustausch in Kalifornien und berichtet von ihren ersten Minuten in den Vereinigten Staaten.

Wettrennen
Wibke ist in Kalifornien. Dort besucht sie für fünf Monate die Schule und wohnt bei einer amerikanischen Gastfamilie. Regelmäßig schreibt sie, was sie erlebt.

„This is the final call for flight number…” „Oh nein. Oooh nein, das kann ja wohl nicht wahr sein!“ Das waren meine ersten Gedanken in den Vereinigten Staaten von Amerika. Meine erste Aktion: Ich bin gerannt. Ich bin gerannt was das Zeug hielt, doch leider am Ende doch zu langsam. Nach einem neunstündigen Flug von Frankfurt nach Chicago und mit meinen Haaren, die dank des plüschigen Flugzeugsitzes in alle Himmelsrichtungen abstanden, hatte ich auch noch meinen Anschlussflug verpasst. Eigenständig bin ich dann zum Informationsschalter gegangen, um meinen Flug umzubuchen. Nach einer Stunde Warten war ich endlich vorne angekommen, und es stand fest: Es ging direkt nach San Francisco. Dreimal dürft ihr raten, was ich dann tat! Ich bin gerannt. Mein neuer Anschlussflug sollte Chicago nämlich in ein paar Minuten verlassen. Glücklicherweise schaffte ich es tatsächlich ins Flugzeuginnere und kam nach 30 Stunden ohne Schlaf endlich in Kalifornien an.

Palmen wohin das Auge reicht. (Bild: schneewibchen)

Meine Gasteltern erwarteten mich schon und begrüßten mich herzlich. Nun fühlte ich mich schon sehr viel besser und wollte nur noch mein Schlafshirt überziehen und dann ins Bett gehen. Vom Schlafshirt und meinen zwei Koffern fehlte allerdings jede Spur. Die Airline entschuldigte sich, denn mein Gepäck war leider in Chicago vergessen worden und kam erste einen Tag nach mir an. Als ich meine Koffer dann ausgeräumt hatte und bei jedem einzelnen Teil, das ich fand, laut „Heureka!" rief (denn das ist das Motto Kaliforniens und bedeutet so viel wie „Ich habe es gefunden!“) fühlte ich mich schon heimischer. Nun sollte es endlich in die Highschool gehen und vor meinem ersten Tag dort war ich reichlich nervös. Die Nervosität erwies sich jedoch als unbegründet – alle Lehrer und auch Schüler empfingen mich herzlich und lachten sich kringelig, wenn ich etwas auf Deutsch zum Besten gab.

Wetter & Waterpolo

Meine Highschool ist viel größer als meine deutsche Schule, und auch nach ausgiebiger Führung verlief ich mich in den ersten Tagen regelmäßig. Am zweiten Tag kam ich direkt zu spät zu meinem Gitarrenunterricht. „Guitar 1" ist ein richtiges Fach, genauso wie Mathematik und Englisch. Nach sechs Stunden Schule hetze ich jeden Tag schnell nach Hause, um dann direkt wieder zum Waterpolo-Training zurück in die Schule zu fahren. Hier treffe ich auch auf mein Team, in dem ich schon viele Freunde gefunden habe. Und überhaupt fühle ich mich überall in der Schule wohl.

Weltenbummelei auf SPIESSER.de
Vorherige Artikel von Wibke und anderen Weltenbummlern, wie zum Beispiel Claudia in Südafrika oder Katharina in Mexiko, findet ihr unter der Serie Auslandsblogs.

Selber bloggen?
Wenn ihr auch gerade einen Auslands-aufenthalt oder eine Weltreise plant oder schon irgendwo da draußen seid, dann bloggt doch auch auf SPIESSER.de! Schreibt bei Interesse einfach eine Nachricht an Coline (Redakteurin).

Waterpolo spielt man wie Fußball, nur eben im Wasser, mit den Händen und man muss die ganze Zeit dabei schwimmen. Unser Training geht ganze drei Stunden und in der letzten Woche hatten wir immer rund 40 Grad. Nach meiner ersten Schulwoche sehe ich jetzt also nicht mehr ganz so „deutschweiß" aus, sondern habe schon einen blassen Teint von der kalifornischen Sonne an mir. Ich schicke hiermit stilles Bedauern ins kalte Deutschland, denn in dieser Woche erreichten mich ungefähr eintausend Beschwerden über das äußerst kalte, regnerische und graue Deutschland. Am Strand war ich auch schon und habe dort eine Koralle gestreichelt und Seeottern beim Sonnen zugesehen.

Wettessen
Lecker Hamburger! Sowas gibt's nur in Amerika. (Bild: schneewibchen)

Nach unserem Strandbesuch sind meine Gasteltern, die sich sehr um mich kümmern und wirklich total nett sind, mit mir den besten Hamburger meines Lebens essen gegangen. Wider mein Erwarten habe ich ihn sogar komplett aufgegessen und dabei auch noch versucht, das Footballspiel zu verstehen, dass auf fünf riesigen Flachbildschirmen überall im Restaurant zu sehen war. Gelungen ist mir das allerdings nicht besonders gut, doch ich bin ja noch rund achtzehn Wochen hier. Wenn ich es verstanden habe, werde ich mein Insiderwissen natürlich an euch weitergeben. Also verfolgt weiter meinen Blog, ich lasse von mir hören!

Offline
Beigetreten: 17.08.2009
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