Zwischenromanze: Highfield

Das Highfield vorbei, Resi wieder da. Erste Handlung: Schlafen. Zweite: Fazit ziehen (noch vor dem Duschen – löblich).

Mittwochabend senden die lieben Highfield-Leute erschreckende Nachrichten: Zu viel Schlamm auf dem Gelände, kommt doch bitte erst Freitag. Kein Problem, wir sind ja flexibel. Im Gegensatz zu den Menschen mit Zugkarte aus weiter weg. Die kommen Donnerstag und werden irgendwann auf einen Zeltplatz gelassen.

Highfield: Eine kleine Bildergalerie

Auf dem Highfield gibts natürlich auch viel zu sehen. Einen Bruchteil davon gibts hier für euch.

Das Festivalgelände bleibt aber noch geschlossen. Freitagmittag ist dann natürlich großes Chaos: Viel Anstehen, viele mürrische Securitys. Zwei Typen verbreiten gute Laune: Halbnackt (war auch besser so) rennen sie rum, mit einer großen Wurzel in der Hand (Wirklich. Das ist keine perverse Metapher.) und fragen mit südlichem Dialekt: „Willst du mol on moiner Wurzl knabbern?“ Da müssen selbst die bösen Männer in schmucken orangefarbenen Westen schmunzeln. Knabbern wollen sie  dann aber doch nicht (wir auch nicht).


Das neue Zeltplatz-Gelände. Noch ein wenig vermatscht.

Nach dem Zeltaufbau wandern wir umher und merken: Hossa, Festival und Zeltplatz liegen weit, weit auseinander. 20 Minuten Laufweg. Egal, Zeit genug um lustige Wanderlieder zu singen (da fallen mir zwar nur zwei ein, aber die in Schleife sind auch schön). Die erste Band, die ich mir anschaue: Millencollin. Einst mochte ich die schwedischen Rocker gern, was sie allerdings auf der Bühne taten, war eher mies. Lag allerdings auch am Technikmann: Schlechte Mischung. Das wurde dann besser bei Gogol Bordello. Für Nachmittagsverhältnisse war es sehr voll vor der großen Bühne und die verrückten Musiker machten eine würdige Party. Allerdings stören Steine auf dem Boden beim Tanzen sehr. Merken: Festes Schuhwerk. Egal, bei welcher Band …


Die Drums in ihren eigenen Welten.

Dann die Drums, im Zelt. Das ist dieses Jahr viel größer. Gute Entscheidung. Anstehen muss man nicht, rein kommt man immer. Ich sehe: vier Jungs, die zart und verletzlich aussehen auf der Bühne (manche gebrauchen sogar die Beschreibung „schwul“, ohne dass das negativ klingt). Ihre Masche, klar. Sie tanzen wie in Trance, verrenken sich, jeder in seiner eigenen kleinen Welt. Die Beleuchtung ist gedämpft: Warmes rotes, gelbes, mal blaues Licht. Nichts Spektakuläres, eher naiv. Ansagen bringt Sänger Jonathan schnell auf den Punkt „the next song is about having fun“. Ah ja. Alles klar, los geht’s… Nach 20 Minuten hört sich dann allerdings alles gleich an: Indie eben.

Schön beim Highfield ist: Meine Sziget-Probleme habe ich nicht. Hier spielen die Bands auf den beiden Bühnen immer abwechselnd, man verpasst nur etwas, wenn der Hunger und die Bierlaune nach dem Zeltplatz schreien. Am Freitag gehe ich aus beiden Gründen zurück und sehe mir nur noch den Headliner Billy Talent an. Meine Erfahrung mit dieser Band bestätigt sich: erneut großartig.

Was los mit Samstag? Steht auf der nächsten Seite.

Teasergrafik: Juliane Dorn

Kommentare

Bild von sternenfee

Iiiich..

.. war auch auf'm Highfield. Es war sooo cool <3

Bild von Klixi

Highfield war hammer-geil!

Highfield war hammer-geil!

Bild von marienkäfer

wo war das festival?

wo war das festival?

Bild von L4rry

Mein erstes Festival und eine

Mein erstes Festival und eine neue Leidenschaft wurde entfacht =)
Highfield war einfach super!
Mich würde mal interessieren, wer in euren Augen der beste Act war!? Ich persönliche favorisiere Blumentopf und Rise Against...
greetz

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