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Wir Hauptschüler
In Deutschland gibt es knapp eine Million Hauptschüler. Dass sie Schüler zweiter Klasse ohne Zukunftschancen seien, kann man fast jeden Tag in der Zeitung lesen. Aber wie sehen sie das eigentlich selbst? Hier erzählen Hauptschüler von ihrer Schule, ihren Plänen und ihrem Umgang mit den Vorurteilen.
Ljubisa: "Dass ich wegen meiner Nationalität keinen Ausbildungsplatz bekomme, glaube ich nicht."
"Dass ich wegen meiner Nationalität keinen Ausbildungsplatz bekomme, glaube ich nicht."
![]() Ljubisa, 15, Ganztagsschule St. Pauli, Hamburg |
An unserer Schule sind ungefähr 30 Prozent der Schüler Deutsche. Die meisten sind Türken. Ich bin Serbe, aber in Deutschland geboren. Stress wegen unsere verschiedenen Nationalitäten gibt es nicht. Wir beleidigen uns schon mal und sagen Sachen wie "Kameltreiber". Aber das ist nur Spaß.
Ich selbst fühle mich als Deutscher. Hier habe ich meine Freunde und hier kann ich in der Ausbildung mehr erreichen. In Serbien müssen die Jugendlichen nach der Schule auf dem Bauernhof mithelfen. Das ist nicht meins. Ich möchte gerne nach der Schule eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker machen.
Dass ich wegen meiner Nationalität keinen Ausbildungsplatz bekomme, glaube ich nicht. Klar habe ich schon oft von Freunden gehört Schwarze Augen, schwarze Haare, das wird schwer . Es kann auch sein, das jemand lieber Deutsche einstellt, weil er denkt, die sind zuverlässiger und pünktlicher. Sowas finde ich aber nicht gut, denn es kommt ja am Ende darauf an, wie man sich als einzelne Person gibt. Wenn ich einen Ausbildungsplatz nicht bekomme, liegt das wahrscheinlich eher daran, dass jemand besser war als ich. Das hat nichts mit meiner Nationalität zu tun.
Erzählt auch ihr eure Geschichte. Einfach Kommentar schreiben oder Mail an redaktion@spiesser.de
Protokoll: Antonie Rietzschel, Foto: privat
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Gib Ihmm
Es stümmt nicht das die hauptschüler dumm sind oder so wir haupt schüler sind auch cool wie jeder andere ok wir haben stayl und checken weiber ab deswegen heist des nicht das wir dumm sin gibb himmm
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Gib Ihmm
nur weil wir schwarz sind hahahha
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Phantom
die gymnasyasten denken sie wären was besonderes
und dass alle hauptschüler asozial sind dass stimmt nicht es gibt auf jeden faal paar die wo asozial sind aber dass gibt es auch in den andere schulen aq
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Scheiß drauf
Haupt schule ist die beste schule scheiß drauf was die andere sagen.
jjjjjjjjjjjeeeeeaaaaaaaaaaaa
lil jon
Denk nur auf dein weg
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:-)
>>>Es stümmt nicht das die hauptschüler dumm sind oder so wir haupt schüler sind auch cool wie jeder andere ok wir haben stayl und checken weiber ab<<<
... Ist das Selbstironie oder Sarkasmus?
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:-)
Euer Artikel hat zwar klar gemacht, dass Hauptschüler keine Unmenschen sind, aber das behauptet ja auch keiner. Die Beiträge waren interessant aber einseitig. Wenn ich sage, dass Hauptschüler keine Perspektive haben und die Gewalt an diesen Schulen überdurchschnittlich hoch ist, dass es zumindest in Berlin eine Beschäftigungstherapie und Aufbewahrung ist, kritisiere ich das Schulsystem und nicht die Menschen. Es freut mich, dass es solche Einzelfälle gibt wie Ihr sie gezeigt hab, aber es klang doch bereits durch, dass sie sich als Außenseiter betrachten oder als solche gehänselt werden! Ich hätte mir den Mut gewünscht, den Prototyp dagegenzustellen und zu sagen: das kann so und so sein.
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@christina
(Zitat:)Was wäre ich in der Gesellschaft wert, wenn ich nur den Dingen nachgehen würde die mir Spaß machen, oder die mir gerade liegen? (Zitat ende);
a: ist jeder mensch gleich viel wert
b: ist eine gesellschaft dazu dadie bedürfnisse aller menschen zu befriedigen
c: ist in unser gesellschaft leider der oben der hefter auswendig lernen kann. talente werden nur unzureichend gefördert.
d: kenne ich idoten in jeder bildungsschicht. die gymnasiasten haben nur ein paar schick wörter gelernt. mit anderen worten: sie können ihren stumpfsinn besser artikulieren.
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Was war zuerst?
Das Problem der Hauptschüler ist viel größer als es tatsächlich wahrgenommen wird. Zum einen werden für immer weniger Arbeitsplätze immer höher qualifizierte Arbeiter gesucht (man bedenke allein die Auszubildendenquote unter Abiturienten). Zum anderen sind Schulen aller Formen methodisch veraltet. Die veralteten, nicht zweckmäßigen Methoden veröden und verkomplizieren den Unterricht. Dadurch wird bei vielen Schülern ein "Leerlauf" erzeugt, sie sitzen im Unterricht und nehmen den frontalen Informationsfluss nicht auf, wer kann auch schon 8 Stunden am Tag immer bereit für neuen Stoff sein?
Es ist auch zu beachten, wie sich die Verteilung der Schüler zwischen den einzelnen Schulformen verändert hat. Ich würde fast sagen, die unteren Schulformen werden gemieden, allerdings gehören auch fast 50% der Gymnasiasten nicht an ein Gymnasium.
Früher war die Hauptschule die Schule der Arbeiter. Hauptschüler lernten solide Berufe und mit ihren Händen zu arbeiten. Da aber die jetztige Generation Schüler dem Medienkonsum (in welcher Form auch immer) verfallen ist und die meisten nicht mal wissen, wie man einen Fahrradreifen repariert, werden sie wohl kaum mit beachtlichen handwerklichen Fähigkeiten punkten können.
Neben den Bildungsministerien und den Schülern selbst sind allerdings auch die Eltern gefragt. Es brauch sich keiner (und in dem Falle gilt das nicht nur für Hauptschüler) zu wundern, dass ihm ein Ausbildungsplatz verweigert wird, wenn er keinerlei gebräuchliche, höfliche Umgangsformen an den Tag legt und soziale Kompetenzen quasi nicht vorhanden sind.
Wer dazu dann von sich selbst noch sagen kann, er sei faul, ist gar nicht bereit, einen Job, geschweige denn eine Perspektive zu haben.
Solange jedoch tatsächliche Fähigkeiten, Talente und soziale Kompetenzen, die einen heute zu etwas besonderem in der Masse machen, eine wahrhafte Mangeerscheinung bleiben, wage ich zu bezweifeln, dass sich die Gesamtsituation verbessern wird.
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richtig martin!
genau!das hauptschüler-proletariat muss endlich wieder bereit für den klassenkampf gemacht werden.
ich denke so geht man auch gegen (jugend)-gewalt vor. die geht nämlich nicht von personen mit imigrations hintergrund aus, sondern von jugendlichen der ärmeren schichten, die ihre durch die konsumgesellschaft geprägten ansprüche nicht mit ihrer perspektivlosigkeit vereinigen können.
verantwortung und handlungszwang liegen allerdins nicht nur bei bildungsträgern und massenmedien.
eine kapitalistische gesellschaft setzt vorraus das eine menge individuen auf der strecke bleiben und das sind nicht nur hauptschüler.
aber bevor wir jetzt irgend ein phantom-system attackieren sollten wir uns klar werden was wir selbst gegen diese zustände tun können.
solten wir wirklich in einer demokratie leben hat schließlich jeder die gleichen vorraussetzungen und möglichkeiten.
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...@ klugscheißer
"die gymnasiasten haben nur ein paar schick wörter gelernt." (Zitat klugscheißer);
Vielleicht wäre es sinnvoll, sich in Toleranz zu üben, an statt sich gängiger Klischees zu bedienen...ich meine nicht, dass gymnasiasten bessere menschen sind, aber du verallgemeinerst hier schon sehr, oder?
und: wenn jeder mensch gleich viel wert ist, warum ist es dann schade, dass die, "die hefter auswendig lernen", oben sind? sinnvolles aneignen von wissen könnte auch unter den talenten laufen, auf die du dich berufst, wohingegen nicht-lernen durchaus einfach darauf beruht, dass manche leute stinkend faul sind.
"nö, ich lerne nicht, nö, ich streng mich nicht an und hausaufgaben mach ich schon garnicht,aber förder mich doch bitte!", oder wie???
und zu allerletzt: wenn ich talent habe, kann ich selber was daraus machen und muss nicht darauf warten, dass bittebitte jemand kommt und mich fördert, irgendwann sollte man ja auch sowas wie selbstverantwortung übernehmen können.
ich wische mir ja auch selber meinen allerwertesten ab und warte nicht mehr darauf, dass mama mir eine pampers umwickelt.
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