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Loveparade
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Liebe SPIESSER-Autorinnen und Autoren,
SPIESSER.de hat sich bisher bewusst nicht an der Berichterstattung über das Loveparade-Unglück beteilgt. Nicht weil wir nichts von dem Ereignis mitbekommen haben, sondern weil wir schlicht nichts Neues zu berichten gehabt hätten und keine Sensationsberichterstattung im Stile mancher Boulevardmedien betreiben wollten.
Was aber auf SPIESSER.de stattfinden soll, ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Berichterstattung anderer Medien. Wie sind die vielen Kondolenz-Websites einzuschätzen? Berechtigtes Ventil für die Trauer oder auch nur Sensations-Trittbrettfahrerei? Ist es gut bei YouTube Hunderte Augenzeugen-Handy-Videos sehen zu können? Welche Rolle hat das "Echtzeitmedium" Twitter gespielt? Hat Twitter vielleicht sogar mit zum Zusammenbruch des Handynetzes vor Ort mit beigetragen? Ist es ein Beweis der Relevanz von Twitter, wenn in öffentlich-rechtlichen TV-Sondersendungen Twitter-Nachrichten vorgelesen werden? Oder ist das eher ein Zeichen der Hilflosigkeit der Redakteure dieser Sendungen?
Ich möchte euch ermuntern, für SPIESSER.de einen kritischen Beitrag aus Sicht eines jungen, journalistisch aktiven Menschen zu schreiben, der sich mit diesen und ähnlichen Fragen befasst. Interessant fände ich auch ein Hinterfragen des eigenen Medienkonsumverhaltens. Schauen wir nicht doch neugierig all die die Katastrophen-Fotostrecken und Wiederbelebungs-Videos an (natürlich nur aus "professionellem Interesse"), während wir zugleich diese Form des Journalismus kritisieren?
Bitte meldet euch bei Interesse per Nachricht an die Onlineredaktion.
Viele Grüße
Christoph aus der Onlineredaktion
