Frage der Woche

Sarrazin-Äußerungen: Was denkt ihr darüber?
Wir wollen wissen, wie ihr tickt. Deshalb stellen wir euch jede Woche eine Frage zu einem aktuellen Thema.
Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ ist hart umstritten. Sarrazin, der Mitglied des Bundesbank-Vorstandes sowie der SPD ist, formuliert darin seine Befürchtung, dass die deutsche Kultur und Sprache verschwindet. Als Ursache benennt er unter anderem die wachsende Zahl der Migranten und Muslime. Er wirft soziale und geografische Herkunft, Intelligenz und Arbeitswilligkeit in einen Topf, untermauert dies mit Statistiken und verallgemeinert, dies alles führe zu einer allmählichen Verdummung Deutschlands.
Sarrazin-Zitate:
„Die Fremden, die Frommen und die Bildungsfernen sind in Deutschland überdurchschnittlich fruchtbar. Im Falle der muslimischen Migranten sind die drei Gruppen weitgehend deckungsgleich.“
„Über die schiere Abnahme der Bevölkerung hinaus gefährdet vor allem die kontinuierliche Zunahme der weniger Stabilen, weniger Intelligenten und weniger Tüchtigen die Zukunft Deutschlands.“
Was haltet ihr von Sarrazins Äußerungen? Könnt ihr seine Meinung nachvollziehen? Wie findet ihr die Art und Weise, in der medial mit dem Thema umgegangen wurde?
Sarrazin-Äußerungen: Was denkt ihr darüber?
Euer Abstimmungs-Ergebnis war eng. Die Mehrheit von 30 Prozent von euch sagt, dass viel zu viel Wirbel um Sarrazin gemacht wird. Wichtig ist, dass die Politik sich mehr um Integration kümmern sollte. 29 Prozent dagegen finden es richtig, wie sich Sarrazin äußert. "Endlich einer, der ausspricht, was alle denken."
21 Prozent finden, dass jeder sagen dürfe, was er denkt. Aber Sarrazins Aussagen finden sie dennoch bescheuert. Ebenfalls 21 Prozent sagen: "Wer so einen Schwachsinn im Kopf hat, sollte lieber den Mund halten."
Moody denkt, "dass die Art und Weise - wie er es ausdrückt - nicht richtig zu sein scheint. Aber real betrachtet hat er schon mit einigen Aussagen recht."
Das sieht andrew anders: "Mit überspitzten Formulierungen, Polemik und Satire kommen wir den Integrationsunwilligen, die es zweifellos gibt, nicht näher, noch löst man(n) die Probleme damit."



