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Wenn Pinguine zum Kongresszentrum watscheln

 
17.12.2009 - 11:29
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Zur Mitte des Gipfels finden die größten Demonstrationen statt. Das Ziel: Druck auf die Delegierten ausüben, damit sie ein faires und verbindliches Abkommen verabschieden.

Samstag, 12. Dezember 2009

ping.jpg
Pinguine halten ein Plakat.
Die erste Demonstration ist eine vom BUND organisierte Flutwelle: Alle bekommen blaue Ponchos, es laufen La-Ola-Wellen durch die Menge, ein Mann schippert im Schlauchboot über die Menschenflut. Musik bringt die Menge in Bewegung: Aus der Welle wird ein Demonstrationszug. An die 100.000 Menschen versammeln sich, um gemeinsam zum Kongresszentrum, dem Bella Center, zu marschieren. Auf den ersten Blick mag das eine Menge sein, im Anbetracht der Relevanz des Themas erscheint es uns aber zu wenig – allein die Loveparade zieht regelmäßig über eine Million Besucher an.

Seid ihr auch beim Klimagipfel in Kopenhagen dabei? Veröffentlicht auf SPIESSER.de eure Berichte, Fotos und Meinungen zur Klimakonferenz. Dazu müsst ihr euch registrieren, dann der Gruppe „Klimawandel“ beitreten und eure Beiträge dieser Gruppe zuordnen. Die besten Beiträge kommen auf die Startseite.

Weltbadetag ist in knapp in 40 Jahren.
 

Trotzdem: Die Stimmung auf der Demo ist gut, die meisten Menschen sind verkleidet und tragen Plakate mit Statements wie „Es gibt keinen Planeten B“ oder „Klimagerechtigkeit jetzt!“. Auch wir haben uns als Pinguine und Eisbären verkleidet und schwenken fleißig die Banner, die wir in Münster gemalt haben. Eines zeigt Angela Merkel, Barack Obama und den australischen Premierminister Kevin Michael Rudd, nach dem Vorbild der drei Affen „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“. Das andere deklamiert „Welt-Badetag 2050“, eine Anspielung auf den Anstieg des Meeresspiegels. Auch Deutschland wird davon betroffen sein.

In den Nachrichten werden andere Bilder gezeigt

In den Nachrichten sieht man später hauptsächlich Bilder des schwarzen Blocks und Hunderter vorsorglicher Festnahmen. Von diesen Unruhen bekam unsere Gruppe gar nichts mit – der Demonstrationszug war eine friedliche und familienfreundliche Veranstaltung.

Hanna, 22, studiert Oecotrophologie in Münster und ist mit einer Studenteninitiative beim Klimagipfel in Kopenhagen. Für SPIESSER.de berichtet sie von ihren Erlebnissen.

In der Nähe des Kongresszentrums angelangt, gibt es einige Reden, aber leider keinen heißen Tee – in Dänemark herrscht übrigens echter Winter. Vom Abschluss der Demonstration hatten wir uns etwas mehr erhofft. „Mehr Input und etwas weniger Show hätten der Veranstaltung gut getan“, meint mein Reisekollege Dirk. Insgesamt aber sind wir alle zufrieden, denn wir haben gespürt, worauf es ankommt: Die Richtung stimmt, das Bewusstsein für den Klimawandel und seine Folgen wird immer stärker. Viele Menschen leben bereits bewusster und suchen Alternativen. Gerade die junge Generation sieht die Einheit der Weltbevölkerung als Schlüssel zum Klimaschutz. Denn nur gemeinsam kann das große Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, noch eingehalten werden.
Nun geht es langsam in den Endspurt – viele Staatsoberhäupter kommen zum Ende der Verhandlungen nach Kopenhagen. Wir hoffen, dass sie unsere Forderungen im Hinterkopf haben werden beim Pokern ums Klima.

 

Auf den nächsten Seiten könnt ihr nachlesen, was Hanna die letzten Tage erlebt hat.

Kommentare

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Klimademo

Ihr hattet das Badeplakat?
Dann habt ihr euch einmal direkt an uns vorbeigedrängt! ;)
Ich bin als überdimensionale Uhr durch Kopenhagen gelaufen, nach dem Motto "Time for Climate Change".

Am Anfang bin ich tatsächlich in den schwarzen Block reingeraten. Ein Meer an schwarzen Gestalten, die garantiert keine freidlichen Abischten hegten. Selten war mir so mulmig... Deshalb war ich auch relativ froh, als die Polizei die meisten vorsichtshalber festegenommen hat.
Aber schön fand ich die Fackeln am Ende, da gab es endlich was zum Wärmen...