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Nix verpassen
Wie Westdeutsche über Ossis denken, #02
Tobias, 26: Ossis schmieren nicht dick Butter auf ihre Brötchen
Jasmine, 20: Im Osten gibt es mehr Nazis.
Carolin, 18: Die Ostdeutschen sind herzlicher.
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// Spar-Ossi
Ossis tragen nicht so dick auf wie Wessis , sagt Tobias, 26, und meint es wörtlich. Heute wohnt er in Furtwangen im Schwarzwald, früher lebte er in Dresden
Klar gibt es Unterschiede zwischen Ossis und Wessis aber das sind doch nur Kleinigkeiten. Als ich in Dresden lebte, habe ich gemerkt, dass die Menschen dort sparsamer sind. Ein Beispiel: Ostdeutsche schmieren nicht dick Butter auf ihr Brötchen und belegen es dann mit mehreren Scheiben Wurst und Käse gleichzeitig. Ich denke, das hängt mit der Erziehung zusammen. Wir sind nun mal in zwei verschiedenen Systemen aufgewachsen. Im Westen regierte schon immer der Überfluss. Im Osten hingegen gab es nur so viel, wie die Menschen benötigten oft auch etwas weniger. Protokoll: Anne Hähnig
Und das sagt der Experte: In der DDR existierte in der Tat eine Mangelwirtschaft. Es gab nun mal nicht alles im Überfluss, folglich gingen die Menschen sparsam mit Lebensmitteln und sonstigen Produkten um. Doch die Tugend der Sparsamkeit verschwindet immer mehr, auch Ostdeutsche werden zunehmend verschwenderisch. Allerdings wird in den neuen Bundesländern derzeit mehr Geld angelegt, um bessere Rücklagen zu haben. Zu DDR-Zeiten hatten die meisten nicht genügend Geld, um für das Alter zu sparen. Das müssen sie jetzt nachholen. Udo Ludwig, Konjunkturforscher am Institut für Wirtschaftsforschung in Halle
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Max, 18: Die Ossis können sich nicht verkaufen.
Christina, 21: Die Plattenbauten haben mich geschockt.
Lehrerin Susanne, 48: Ich spüre ein Misstrauen gegenüber der Demokratie
Thomas, 25: Für meine Kumpels war Sachsen das NPD-Land.
Melanie, 22: In billigen Stadtvierteln heizen die Leute noch mit Kohle.
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// Das Emotionale geht mir zu nah
Carolin, 18, zog mit vier Jahren von Flensburg nach Binz auf Rügen. Dort hat sie schnell gemerkt, dass sie als Fremde wahrgenommen wird. Heute kommen ihr die Ossis zu nah
Ich war vier Jahre alt, als meine Familie in den Osten zog eigentlich noch zu jung, um Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen zu erkennen. Trotzdem verstand ich sehr schnell, dass mich die anderen als Fremde wahrnahmen. In der Grundschule bekam ich kaum Geburtstagseinladungen, obwohl ich mich mit einigen Mitschülern gut verstand. Die Leute waren Anfang der Neunziger wohl noch etwas skeptisch gegenüber Westdeutschen heute sind sie das nicht mehr. Sie behandeln mich wie jeden anderen auch. Ich lebe nun seit 14 Jahren auf Rügen, besuche aber auch regelmäßig meine Verwandten in Flensburg. Obwohl beide Orte im Norden Deutschlands liegen, unterscheiden sie sich spürbar: die Ossis sind herzlicher, die Wessis zurückhaltender. Aber ich komme mit dieser distanzierten Art ganz gut klar. Das Emotionale geht mir zu nah. Protokoll: Anne Hähnig
// ausländerfeindlich
Jasmine, 20, engagiert sich gegen Nazis. Als Dunkelhäutige wird ihr auch bewusst, warum das so dringend Not tut
Klar hab ich Angst vor Nazis, gerade ich als Dunkelhäutige könnte von denen verprügelt werden. Deshalb engagiere ich mich so stark gegen Rechtsextremismus, ich bin zum Beispiel im Netzwerk für Demokratie und Toleranz. Meine Mutter kommt aus Indonesien, mein Vater aus Bad Soden am Taunus. Da bin ich auch aufgewachsen. Als ich zehn Jahre alt war, zogen wir nach Dresden. Richtig aufgeschreckt bin ich, als die Nazis in den Landtag einzogen. Da wusste ich: Du musst was tun. Ich gehöre schließlich selbst zu einer der Gruppe, die Nazis auf dem Kieker haben. Zum Glück hatte ich noch nie schlimme Probleme mit den Glatzen, nur manchmal bekomme ich Stammtischparolen zu hören: Das Boot ist voll oder Ausländer nehmen unsere Arbeitsplätze weg . Ich habe auch schon gesehen, wie einer den Hitlergruß andeutete. Auch wenn es mir persönlich nicht so vorkommt, weiß ich, dass es im Osten mehr Nazis gibt. Das sagen schon allein die Wahlergebnisse in Sachsen oder die Anzahl der rechtsmotivierten Straftaten in Brandenburg. Doch Vorurteile gegenüber Ossis? Das interessiert mich nicht. Auch für meine Eltern spielten Klischees nie eine Rolle noch nicht mal als wir aus dem Westen hierher zogen. Den Ostdeutschen wird ja manchmal unterstellt, sie seien verbittert. Das stimmt so nicht ganz. Die Deutschen sind allgemein griesgrämig. Das fällt mir immer auf, wenn ich Verwandte in Indonesien besuche. Protokoll: Anne Hähnig
Und das sagt die Expertin: Im Osten ist die Wahrscheinlichkeit, als Dunkelhäutiger angegriffen zu werden, 25-mal höher als im Westen. Das liegt an den beiden früheren politischen Systemen. In der Bundesrepublik festigte sich die demokratische Kultur. In der DDR wuchsen die Menschen in einer Diktatur auf und sind damit auch heute noch viel anfälliger für autoritäre Probleme und rassistisches Gedankengut. Autoritäre Systeme bringen nun einmal autoritäre Persönlichkeiten hervor. Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung
Fotos: André Forner, Grafik: Maik Wankmüller
// Was Ossis über Wessis denken //////////////////////////////////////
Enrico, 20: Reicher Westen? Penner gibt es da auch.
Sarah, 18: Im Westen schafft der Mann das Geld ran.
Astrid, 21: Wessis wissen nicht viel über die DDR.
Jacob, 21: Westberliner hinterfragen nicht so viel.
Florian, 20: Wessis haben mehr Geld in der Tasche.
Matthias, 22: Die Westdeutschen sind zu oberflächlich.
Markus, 19: Als Wessi wurde ich systematisch gemobbt.
Ron, 21: Beim Bund waren die Wessis verklemmt.
Patricia, 16: Westdeutsche sind faul.
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Schluss mit den Vorurteilen: Hier sind die Fakten
Ich, das Vorurteil: So entstehe ich, so tarne ich mich, so überlebe ich...
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ossis müssen ich integrieren
Leider entspricht dies auch meier Erfahrung , ich habe immer die Ostdeutschen verteidigt im westen Deutschlands und im Ausland in dem ich viele Jahre lebte . Auch dort gibt es sehr viele Vorurteile gegen den Osten Deutschlands und besonders die Fremdenfeindlichkeit der Ost Deutschen .Doch leider musste ich feststelen das sie wirklich ein problem mit sich selbst haben , sie sehen sich als immigranten und verlierer in der BRD und sehen in dem "Fremden"einen Spiegel von sich Selbst . Doch meistens ist der in ihren kleinen Köpfen als"Fremder" bezeichneter , ein besserer und auch integrierterer Teil unserer Geselschaft als der durchnitts Ostdeutsche . Mann kann mit den eingewanderten Deutschen besser Leben als mit den Ost Deutschen. Ossis wann werdet ihr endlich Euch so gut integrieren wie die eingewanderten Deutschen ?
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ossis müssen ich integrieren
Endlich mal jemand der sagt was sache ist .
Warum hatte das plos so lange gedauert ?
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RECHTSCHREIBUNG!!!
Mal abgesehen auf die enorm vielen Rechtschreibfehler: Ihr habt schon bissel einen kleinen Horizont. Ich meine sicherlich gibts im Osten viele Idioten und Nazis...vielleicht sogar ein bissel mehr als anderswo. Aber viele sind halt frustiert, weil 1990 die DDR zur BRD beigetreten wurde, anstelle zu fusionieren. Und damit war auf einmal alles schlecht, was aus dem Osten kam. Heute führt man dann wieder Polikliniken ein und stellt fest, dass man sich geirrt hat. Ich denke, wenn solche Experten wie ihr meint, die Leute im Osten müssten sich einfach dem West-Vorbild richten solltet ihr mal bischen Geschichtsuntericht nachholen!
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GRAMMATIK!
Das heißt: "Mal abgesehen VON den enorm vielen Rechtschreibfehlern". Ich find Grammatik so viel wichtiger als RÄchtSchreiPunk
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GRAMMATIK!
Sch..ade...naja, war schon spät :-)
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GRAMMATIK!
Es heißt ja auch: "(...)die DDR in die BRD beigetreten ist, STATT zu fusionieren." Wo kommst du denn her? Aus'm Grammatikhasserland Saarland?
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