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„150 Days to Date“

Wie ist das eigentlich, wenn mit Ende 20 der Traum von der perfekten Beziehung platzt – und man unter lauter glücklich vergebenen Pärchen plötzlich wieder allein da steht? Feli, der Hauptfigur aus Katharina Langes neuem Roman „150 Days to Date“, passiert genau das. SPIESSER-Autorin Martina hat sich angesehen, wie sie sich im Fall der Fälle verhalten muss.

16. Juni 2017 - 11:45
SPIESSER-AutorIn Marteena.
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Marteena Offline
Beigetreten: 25.04.2017

Worum geht's?

Es ist schrecklich. Die beste Freundin heiratet und alle Gäste kommen mit Partner oder Partnerin. Nur man selbst nicht. Weil der Mensch, den man über Jahre für die große Liebe hielt, plötzlich den Abflug macht. Mit Ende 20 kann das zum echten Problem werden. Feli, die Hauptfigur aus Katharina Langes neuem Roman „150 Days to Date“, möchte sich mit dieser Situation nicht einfach so abfinden. Auf keinen Fall wird sie alleine auf die Hochzeit ihrer besten Freundin Gitta gehen! Von ihren Freunden sitzt ja schließlich auch niemand am Singletisch. Noch hat Feli 150 Tage Zeit. Da wird sich doch irgendwo ein Kerl auftreiben lassen. Über eine Partnerbörse vielleicht? Oder durch Verkupplungsversuche? Oder was ist denn mit diesem Tinder, vielleicht kann man es ja damit mal probieren?

Wer steckt dahinter?

Katharina Lang wurde 1987 in München geboren. Schon als Kind wollte sie unbedingt Autorin werden. Mittlerweile arbeitet sie als Drehbuchautorin in München und betreibt den Blog www.150daystodate.de, der 2015 als bester Blog Münchens nominiert wurde. Er ist eine Art Fortsetzung des gleichnamigen Buches und ein kleiner Auszug aus dem Leben der Autorin.

Kurz und knapp oder dicker Schinken?

Genau 379 Seiten – nicht zu lang und nicht zu kurz. „150 Days to Date“ ist locker und ansprechend geschrieben. Einmal angefangen ist es schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Irgendwie hat man sich ganz schnell mit Feli identifiziert. Das Ende kommt etwas überraschend, aber doch genau zum richtigen Zeitpunkt.

150 Days to Date

Autor: Katharina Lang
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Veröffentlichung: April 2017
Seitenzahl: 379

Für die Bahn, den Sessel oder den Pausenhof?

Das ist eigentlich egal. Mir hat das Buch meine langen Pendlerfahrten versüßt. Aber „150 Days to Date“ lässt sich grundsätzlich überall lesen und lenkt gekonnt vom Alltag ab.

Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie schwer ist es, das Buch wegzulegen?

Definitiv eine 10! Innerhalb von drei Tagen hatte ich das Buch gelesen. Man will einfach immer wissen, was als nächstes passiert. Abwechslungsreich, witzig und zuweilen etwas absurd stolpert Feli von einem Date zum nächsten und begegnet dabei so manchem schrägen Vogel. Mit dieser Rolle konnte ich mich von Beginn an gut identifizieren. Überrascht war ich über die teils langen Passagen auf Englisch. Sie erfordern eine gewisse Sprachkenntnis und sollen wohl den Titel rechtfertigen. Grundsätzlich ist Langs Schreibstil aber angenehm und gut verständlich.

Wem borgt man es als erstes?

Den Freunden oder Freundinnen, die gerade ganz dringend auf der Suche nach dem Partner fürs Leben sind und sich fragen, ob bei ihnen alles in Ordnung ist. Ihnen gibt das Buch ein bisschen Optimismus und eine ordentliche Portion Mut.

Lieblingszitat:

„Nur weil ich ihn in meine Wohnung hab „eindringen“ lassen, heißt das nicht, dass ich ihm dasselbe auch bei mir gewähre!“ (Seite 148)

In drei Worten:

Kurzweilig. Lustig. Überraschend.

 

Text+Teaserbild: Martina Gamer

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