Titelverteidiger

Abgehört:
Kat Frankie

In der Berliner Musikszene ist sie schon seit einigen Jahren ein wiederkehrendes Gesicht und ihr neues Album „Bad Behavior“ bringt mal wieder wat janz Neues in die Musikbude Deutschlands!

16. Februar 2018 - 09:55
SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Onlineredaktion Offline
Beigetreten: 25.04.2009

Die Australierin kam schon 2004 nach Deutschland, wollte eigentlich nicht so lange bleiben, hat schnell in der Szene Fuß gefasst und ist bis heute eine der vielen internationalen Wahlberlinerinnen. Glück für die SPIESSER-Menschen, die nun von Kats Entscheidung in Deutschland zu produzieren, direkt profitieren, und bald ihr neues Album beim CD-Händler ihres Vertrauens käuflich erwerben können!

Das Album bietet so einiges an Abwechslung und hippen Rhythmen. Trotz Synthies, Keys und teilweise 80er-lastigen Einflüssen ist das Album authentisch und bodenständig. Da macht Kats charakterstarke Stimme viel aus, die das Ganze sehr klar und selbstbewusst begleitet. Auch wenn es mal höher wird, wie in „The Sun“, schafft sie es, nicht überanstrengt zu klingen und die Töne vollends auszukosten.

Tourdaten 2018:
4. März: Dresden
5. März: Frankfurt
6. März: Stuttgart
7. März: Zürich
9. März: Wien
11. März: München
13. März: Würzburg
14. März: Leipzig
15. März: Göttingen
16. März: Erfurt
17. März: Münster
20. März: Köln
21. März: Hannover
22. März: Hamburg
23. März: Bremen
24. März: Rostock
27.+28. März: Berlin

Was den Einsatzbereich des Albums anbetrifft, würde ich sagen: Es deckt so einiges ab. Das Spektrum reicht vom geeigneten Soundtrack zum Rausgehen und durch die Straßen ziehen bis hin zum In-sich-gehen während man auf´m Teppich liegt und an die Decke starrt. „Versailles“ ist da ein eher melancholisches Stück, sehr ausdrucksstark und definitiv auch tanzbar. „Forgiveness“ ist mit Abstand das sphärischste Lied auf dem Album und erinnert teilweise an Björk. Da verströmt „Headed for the Reaper“, entgegen des Titels, ein positives Gefühl, gut zum abwackeln.

„Back to Life“ ist wohl das ausgefallendste Lied auf „Bad Behavior“. Mit verzerrter Stimme und äußerst rhytmischen Trommeln kreiert sie hier ein Stück, das so gar nicht und eigentlich doch zu ihr passt. Das Album ist abwechslungsreich und gleichzeitig einheitlich, man spürt Kat in jedem einzelnen Lied, es ist eben von ihr. Es beflügelt und ist trotzdem melancholisch, ein gutes Album, um Abschied von der kalten Jahreszeit zu nehmen und gen Sonne und Wärme zu leben.

Ohrwurm: „Bad Behavior“
Hinhörer: „The Sun", „Swallow you Whole“
Album in drei Worten: rhythmisch, frisch, melodisch
Passt zu: Frühlingsanfang
Erinnert an: Anfang 2000er und Megan Washington

„Bad Behaviour“

VÖ: 02.02.2018
Label: Groenland Records

 

 

 

Text: Marie Robinski
Bildmaterial: Pressematerial

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