Titelverteidiger

Abgehört: Placebo

Hört, hört: Placebo is back! Naja, zumindest so halb. Denn das Album „A Place For Us To Dream“ ist ein bunter Mix aus alten und neuen Liedern der Band. SPIESSER-Praktikantin Franzi hat für euch schon mal reingehört.

12. Oktober 2016 - 17:31
SPIESSER-Autorin Gradl mim Radl.
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Gradl mim Radl Offline
Beigetreten: 23.08.2016

Die Nächte werden wieder länger, kühler und dunkler. Die Blätter fallen von den Bäumen, man verbringt viel Zeit zu Hause und will am liebsten gar nicht vor die Haustür – das typische Herbstszenario. Genau dafür liefern Placebo mit ihrer Compilation „A Place For Us To Dream“ den perfekten Soundtrack. Und das ist auf keinen Fall negativ gemeint. Wer die Band um Sänger Brian Molko kennt, weiß den melodischen Klang zu schätzen und wird von der neuen CD auf keinen Fall enttäuscht.

Beim ersten Reinhören, kommt einem viel bekannt vor und das ist auch kein Wunder – Placebo eröffnen ihr neuestes Album mit dem Klassiker „Pure Morning“ aus dem Jahr 1998. Brandneu ist das Album also nicht. Es ist vielmehr eine Compilation aus den letzten 20 Bandjahren. Auch wenn die neue Scheibe nur ein neues Lied und verschiedene Neuauflagen vorweisen kann, besteht der Rest aus Klassikern wie „Every you every me“ – und ist damit etwas für eingefleischte Fans und Placebo-Neulinge gleichermaßen.

Fans können sich ihre Lieblingshits geballt auf einer CD anhören und diejenigen, die noch Fans werden wollen, lernen die Band und ihre musikalischen Facetten auf einer Platte kennen. Als besonderes Schmankerl gibt es noch ein Booklet mit bislang unveröffentlichten Fotomaterial aus den Privatarchiven der Band.

Das Highlight der Compilation ist aber die neue Single „Jesus' Son“. Der Song reiht sich problemlos in die Liederauswahl des Albums ein und passt perfekt in das Muster der Alternative-Rocker: Kraftvolle Melodien, düsterer Klang und die unverwechselbare, eingängige Stimme von Sänger Brian Molko. „Jesus' Son“ ist also weder eine große Überraschung, noch eine bittere Enttäuschung: Placebo wie man sie kennt und liebt.

Auch wenn das Album nur einen neuen Song in petto hat, haben sich die Brit-Rocker was für ihre Fans einfallen lassen: Einige Songs wurden gemastert und in einer neuen Version aufs Album gepackt. „36 Degrees“ kommt ruhiger, erwachsener und mit noch mehr einschlagenden Melodien um die Ecke. Genauso wie „Breathe underwater“ und „Because I want you“, von denen es eine Slowversion auf der CD gibt. Zudem geben sie auf der CD auch Songs Platz, die bisher untergegangen sind, wie beispielsweise „Lazaraus“, der bisher nur auf der Sammlung „B Sides 1996-2006“ erschienen ist.

Bis heute haben Placebo weltweit mehr als 12 Millionen Tonträger verkauft und gelten als Vorreiter der Alternative-Rock-Szene. Wenn man das Album durchgehört hat, weiß man auch: vollkommen zurecht! Obwohl es mit zwei CDs und 36 Songs wirklich viel Musik zum Durchhören ist, wird einem dabei nicht langweilig. Und einen Ohrwurm hat man danach auf alle Fälle... ob man will oder nicht.

Ohrwurm: Song to say goodbye, For what it's worth
Hinhörer: Jesus' son
Album in drei Worten: alternativ, melodisch, melancholisch
Passt zu: düsteren Abenden, in Erinnerungen schwelgen
Erinnert an: die letzen 20 Jahre Placebo

„A Place For Us To Dream“ von Placebo

VÖ: 07. Oktober 2016
Label: Elevator Lady Ltd.

 

 

 

Text:: Franziska Gradl
Teaser-Foto: Universal Music

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