Kinofeeling

Avatar: Cowboy und Indianer in der Zukunft

SPIESSER.de-Redakteure Mario und Holm schauen den „neuen bombastischen 3D-Blockbuster“. Wie er ihnen gefallen hat, lest ihr hier.

18. Dezember 2009 - 13:57
von SPIESSER-Autor Holm Kräusche.
Deine Bewertung bewertet mit 4 5 basierend auf 4 Bewertungen
Holm Kräusche Offline
Beigetreten: 25.04.2009

Voller Vorfreude auf ein leicht verdauliches Sci-Fi-Spektakel dackelten wir ins nächst gelegene UCI -Kino, wo man uns freundlicherweise mit einer 3D-Brille und Astronautennahrung ausstattete. Gut ausgerüstet  sanken wir in unserePilotenstühle, schnallten uns an, stellten das Rauchen ein und waren  startbereit um in die Neue Welt „Pandora“ aufzubrechen.       

Warum schauten wir den Film?

Gekostet hat er, Gerüchten zufolge, eine halbe Milliarde Dollar. Er ist der erste „Blockbuster“ der vorrangig für die 3D-Animation produziert wurde. Er spielt im Weltraum, auf einem bunten Planeten, hat Aliens, Waffen, schöne Frauen, bahnbrechende Technik und geht fast drei Stunden. Man könnte also sagen: Ein paar Anreize, ihn zu sehen, bietet er schon.

Die schöne Alienfreundin des Protagonisten

Worum geht’s?

Eine klassische Cowboy-und-Indianer-Geschichte. Der böse weiße Mann dringt aus Habgier und Gewinnsucht in die Neue Welt ein und versuchen die Ureinwohner zu vertreiben. Der Held, der eigentlich einer der Eindringlinge ist, gerät in die Hände der Eingeborenen, landet plötzlich bei der blauen Frau, geht eine Verbindung mit der Natur ein und sieht sich am Ende zwischen den Fronten. Das ganze im Weltraum, recht bunt – na gut, seien wir ehrlich: der Film ist unglaublich bunt! – und mit ein bisschen Action gewürzt.

Boah, wie geil!?!
SPIESSER.de schaut öfter Kinofilme. Zuletzt:
Paranormal Activity
2012
New Moon

Der Satz hängt die ganze Zeit in der Luft. Es ist unnötig ihn auszusprechen. Die Animationen wirken so real, als seien sie echt. Durch die Dreidimensionalität ist man dabei, stürzt mit fliegenden Echsen den Hang hinunter, schlägt sich an fluoreszierenden Bäumen die Stirn auf und hat einfach das Gefühl, die Geschichte auf Pandora passiere wirklich vor einem.


So sieht's auf Pandora aus.

Der ideale Moment um auf’s Klo zu rennen?

Relativ am Ende. Wenn's wieder nach Schema F rummst und knallt. Augen aufhalten ist ob der ständig wiederkehrenden Effekte schwer. Optional benutzt man für den Toilettengang die 10-minütige Pause.

Die neun Euro Eintrittsgeld …

lohnen sich auf jedem Fall. Zwar ist's eigentlich nur Pocahontas in der Zukunft, aber es sieht wahnsinnig schön aus und unterhält knapp drei Stunden exzellent. 3D und guten Sound hat man übrigens auch selten zuhause...

Der Held in seinem „Avatar“, der wie ein Ureinwohner aussieht

Wer sollte den Film lieber nicht sehen?

Wer sich von Naturverbundener Hippi-Philosophie nicht anstecken lassen kann, tanzende Ureinwohner albern findet und glaubt, ökologisch wäre, wenn McDonalds sein neues Logo Grün färbt, wird sich von dem Film nicht wirklich verzaubern lassen und das fremde Naturspektakel eher ermüdend finden.   

Der Film in einem Satz

„Ich sehe dich!“ Das sagen die Na'vi, die blauen Ureinwohner,  dauernd und was zu sehen gibt’s hier auf jedenfall!

Hinterher ...

treten wir auf die Straße, sind erschrocken über unsere hässlich-graue Betonwüste in der das einzige Grün ein krüppeliger Weihnachtsbaum ist, der sich mit seiner letzten Kraft an einem Strommast fest krallt und sprechen über die Globalisierung und die Ausbeutung der Natur durch den Menschen.

 Und zum Schluss noch der (2D-)Trailer:

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Kommentare

17 Kommentare
  • ...oder einfach ein schönes Märchen mit wunderbaren Bildern und der dazu passenden großartigen :)) Musik.
    Man muß sich darauf einlassen wollen, sonst findet man eben doch ein paar Kritikpunkte.
    Auf jeden Fall ein sehenswerter Film!
    Das Kino war ausverkauft (naja, war auch die Sonntagnachmittag-Vorstellung) und das ist nach fast zwei Monaten Laufzeit schon irre. Leider auch Sauteuer...

  • Ich habe mir Avatar auch angesehen - nicht, weil ich auf der Hype-Welle mitschippern wollte oder weil jeder andere es gesehen hat. Nein, zuerst wollte ich gar nicht wirklich. Aber es war eine Gelegenheit, mit meiner ganzen Familie mal wieder ins Kino zu gehen - mein Vater mag sonst oft die Filme nicht gucken die der Rest möchte ;)
    Und auch wenn es "nur" in 2D war, fand ich den Film toll.
    Ja, die Story ist nicht neu und hat auch kleine Längen.
    Aber wenn man es genau betrachtet, gibt es kaum wirklich neue Geschichten, sei es in Büchern oder Filmen. Nahezu jede Idee gab es schon einmal.
    Mich hat die "Pocahontas"- und "Ferngully"-Ähnlichkeit nicht wirklich gestört ;)
    Und man kann dazu auch sagen:
    Bei dem Film wurde nicht nur auf technische Perfektion geachtet, sondern auch darauf, eine Botschaft zu übermitteln (was bei vielen anderen Filmen schlichtweg weggelassen wird, hauptsache, es knallt und explodiert alles schön ;) ) und einen Einblick in das Leben eines naturverbundenen Volkes zu gewähren ...

  • Zuerst hatte ich nur die Vorschau gesehen und hatte gedacht, dass ich mir so was mit blauen Männchen nicht anschauen will. Letzendlich bin ich doch rein gegangen, auch in die 3D-Version.
    Also muss schon sagen, faszinierende Bilder und Animationen ohne Ende. Die Handlung konnte man zwar schon meilenweit voraussehen aber das hat nicht so gestört.
    Also ich kann es jedem empfehlen, der mal tolle Bilder sehen will.

  • damit trifft es mein Vorredner wirklich gut. Ein grandioses Meisterwerk, dass seines gleichen sucht. Gerade für die Augen bietet dieser Film, in 3 D versteht sich, ein Feuerwerk an Bildern und neuen Techniken.
    Die Gesellschaftskritik ist wunderbar verpackt aber wird wohl wenig Anklang finden, denn Geld regiert die Welt. Wo Natur ist, muss sie ja nicht gleich erhalten werden.

  • hätte man es nicht inszenieren könnnen.
    also wer schon mal in einem 3 D film war, wird mich verstehen ;)
    wer nicht, der sollte schleunigst einmal in ein 3 D kino gehen, weil es sich nicht beschreiben lässt wie geil das ist.^^

    ansonsten, toller film, story naja hollywood eben und wie ich finde ein bischen gesellschaftskritik ist auch drin *hust, ironie, hust*

  • Ich fand den Film ganz okay, wie hier schon erwähnt ist "Avatar" eigentlich nur Cowboy und Indianer in neuer Verpackung, aber zumindest haben sie's nett verpackt. Zum einmal ansehen ganz nett, aber auf keinen Fall noch mal, weil die Effekte nur beim ersten Mal so richtig überraschend sind. Beim zweiten Anschauen würde man vermutlich auf die extrem flache Handlung achten...

  • Meiner Meinung nach ist der Film absolut spitze!

    Aber zu den Produktionskosten des Films:

    500 000 000 Dollar sind zwar viel, aber deswegen noch lange nicht zum Fenster rausgeworfen. Denn das Budget finanziert Forschung in 3D-Technik, ist für die Gehälter der Schauspieler,der IT-Spezialisten und der Techniker und der Angestellten die für das Make-up verantwortlich sind, usw. ausgegeben. Die Kulissen und alle zugehörigen Materialien stützen vllt. Unternehmen, die in Zeiten der Wirtschaftskrise mit Auftragseinbrüchen zu kämpfen haben und die Gehälter lassen den Konsum ansteigen da Kaufkraft steigt. -Wo ist das Problem?

    Ich denke, wenn man unbedingt in der Hinsicht Kritik äußern will, dann sollte man daran denken wie viel Energie für diesen Film nötig war .(Strom, Benzin für die Autos, Heizung bzw. Kühlgeräte und so weiter)

    Wäre Entwicklungshilfe (kommt natürlich ganz drauf an) nicht möglicherweise in korrupte Taschen gewandert, oder aufgrund von Umwegen zur Bezahlung für Waffen zweckentfremdet worden?
    Irgendwelceh Warlords hätten sich sicher über diese Summe gefreut...

    Crazy Kommentar meint ihr? - nun, so sehe ich das Ganze aber!

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