Anzeige
Schwerpunkt

Bereit zum Aufbruch?

Feingefühl, Einfühlungsvermögen sowie handwerkliches Geschick sind bei angehenden Hörakustikern gefragt. Und ganz wichtig – keine Angst vor dem Umgang nah am Menschen. SPIESSERin Frieda hat Lissa Lietz (23) von Köttgen Hörakustik zu ihrer umfangreichen Ausbildung befragt.

12. Dezember 2017 - 10:00
SPIESSER-AutorIn freedy.beedy.
Deine Bewertung bewertet mit 3.666665 5 basierend auf 3 Bewertungen
freedy.beedy Offline
Beigetreten: 01.08.2017

Frieda: Warum hast du dich für die Ausbildung zur Hörakustikerin entschieden?

Lissa: Aufgrund der vielen unterschiedlichen Tätigkeiten, die zur Ausbildung gehören. Wir haben handwerkliche Aspekte, beispielsweise das Fräsen und das Bearbeiten der Ohrpassstücke. Soziale Aspekte, da wir den ganzen Tag mit Menschen zu tun haben und Büroarbeiten müssen auch mal erledigt werden – wirklich alles ist in diesem Job vorhanden und das fand ich gut.

Was sind deine täglichen Aufgaben?

Um 9 Uhr wird der Laden geöffnet und dann kommen Menschen mit oder ohne Termin zu uns. Zusammen mit Akustikern machen wir Azubis die Neuanpassung, das heißt der Kunde kommt mit einer Verordnung des Arztes zu uns und wir übernehmen dann die Messung und die Beratung. Außerdem reinigen wir die Hörgeräte und Ohrpassstücke und hören nach, ob alles in Ordnung ist.


Lissa Lietz (23), Hörakustikerin in spé
Was ist das Besondere für dich im Umgang mit Menschen?

Ich finde, die Arbeit hier hat ein bisschen Ähnlichkeit mit der Arbeit mit Kindern – man kriegt viel zurück, wenn man den Menschen wieder das Hören ermöglicht. Natürlich gibt es nicht nur freundliche Kundschaft, aber meistens sind alle sehr offen und herzlich. Sie freuen sich, dass man ihnen hilft. Der Kontakt mit Menschen und denen letztendlich zu helfen, ist das Schönste an meiner Ausbildung.

Ist das nicht ein bisschen ungewohnt mit den Ohren fremder Menschen zu arbeiten?

Ja, anfangs war das ziemlich ungewohnt, vor allem wegen dem Ohrenschmalz. Das war unangenehm, aber man härtet ziemlich schnell ab. Nach 3-4 Monaten war mir das dann auch egal und jetzt stört es mich gar nicht mehr.

Was ist unter dem Begriff „smartes Hören“ zu verstehen?

Das heißt, dass die Technik mittlerweile so weit gekommen ist, dass ich nicht mehr einen Klotz hinterm Ohr habe, sondern ein kleines Hörgerät, das ganz viele Features hat. Das kann ich beispielsweise mit meinem Handy verbinden, steuern und Streamingfunktionen nutzen. Die Kommunikation wird erleichtert und die Handhabung ist einfacher.

Wie empfindest du das Verhältnis zu deinen Kollegen und Vorgesetzten?

Sehr gut, familiär, was natürlich auch daran liegt, dass Köttgen Hörakustik ein Familienunternehmen ist und schon immer war. Hier kennt man die Menschen um sich herum. Uns Azubis hat die Ausbildung auch sehr zusammengeschweißt.

Hast du Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten? Wenn ja, welche?

Ja natürlich, wir werden intern von unserer Firma gefördert. Es finden regelmäßig Schulungen statt, auch während der Ausbildung. Ich habe auch die Möglichkeit meinen Meister zu machen oder ein Studium in Lübeck anschließen.

Köttgen Hörakustik – Azubifilm from FRISCH MEDIA on Vimeo.

Welche Stärken und Fähigkeiten sollte man für die Ausbildung mitbringen?

Auf jeden Fall die soziale Kompetenz – man sollte gut mit Menschen umgehen können. Ein Draht zur Technik und Naturwissenschaft ist hilfreich. Handwerkliches Geschick ist wichtig, weil es schon Kleinstarbeit ist. Man sollte also Feingefühl haben und darüber hinaus sind Offenheit und Höflichkeit wichtig.

Was gefällt dir weniger an deiner Ausbildung?

In Lübeck befindet sich die Berufsschule für Akustiker. Wir müssen während der Ausbildung zwar nur achtmal für insgesamt vier Wochen nach Lübeck, aber die Fahrt dauert fünf Stunden. Das ist manchmal anstrengend, aber das „Leben“ auf dem Campus Hörakustik ist abwechslungsreich und bietet jede Menge Spaß.

Ist die Ausbildung so, wie du sie dir vorgestellt hast? 

Ich hätte nicht erwartet, dass die Ausbildung so vielseitig ist. Ich dachte, ich arbeite mit Menschen und passe Hörgeräte an, aber es gehört auch ein breites medizinisches Spektrum dazu. Ich lerne zum Beispiel wie das Ohr aufgebaut ist und wie es funktioniert. Das habe ich nicht erwartet. Meine Ausbildung ist auf einer Skala von 1 bis 10 eine volle 10!

Du willst gehört werden?
Bei Köttgen Hörakustik hast du jeden Tag die Gelegenheit dazu: mit einer Ausbildung zum/zur Hörakustiker/in. Weitere Infos gibt's unter www.koettgen-hoerrevolution.de

Bildmaterial: Köttgen Hörakustik
Text: Frieda Rahn

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Köttgen Hörakustik.

Dir gefällt dieser Artikel?

Kommentare

Schreib' den ersten Kommentar!