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Mach dein Ding!

Bergauf zur
Zielgeraden

Was wären die Welt nur ohne sie? Studenten mit ihren fixen Ideen, die sie in neue Innovationen und moderne Konzepte verwandeln. Carsten Maiwald, Chef von veloheld, ist einer dieser jungen Firmengründer, die einfach ihr Ding durchgezogen haben. SPIESSER-Praktikantin Miriam hat den ehemaligen Bahnradprofi in seiner eigenen Firma getroffen.

30. Januar 2015 - 12:38
SPIESSER-Autorin Mej.
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Mej Offline
Beigetreten: 25.05.2012

Ich stehe vor einem recht unscheinbaren Haus. Nur das Klingelschild „Veloheld“ verrät mir das ich richtig bin. Ein sympathischer Mann, Anfang 30, öffnet mit die Tür und bittet mich herein: Carsten Maiwald, der Gründer der Firma „Veloheld“.


Der ehemalige Bahnradprofi dreht mal
eben eine Runde in seinem Büro.

Der erste Eindruck: In der Firma hängen eine ganze Menge Fahrräder an den Wänden. Der bekannte Duft von Fahrradgummi schlägt mir entgegen. Carsten führt mich an den Fahrradtypen vorbei in den Showroom – hier geht es zu den ganz neuen Modellen. Von dynamischen Rädern für den Großstadtdschungel bis hin zu robusten Mountainbikes ist hier alles vertreten.

Doch sein Erfolg war nicht nur bloßer Zufall. Schon als Teenager probierte er unterschiedliche Sportarten aus, um das zu finden, was ihm liegt. Erste Station: Das Schwimmen. Doch als ihm das ewige Gegraule zu eintönig wurde, suchte etwas Neues: „Irgendwann bin ich dann beim Bahnradfahren gelandet“, erzählt er mir. „Ich weiß, das ist eigentlich nicht besser, immer nur im Kreis zu fahren, aber ich habe dabei mein Talent entdeckt.“ Und Talent hatte er, denn Carsten landete in der deutschen Nationalmannschaft der Bahnradfahrer und wurde 1998 deutscher Meister.

Hoch zu Rad

Nach einer kleinen Kaffee-Pause erzählt der junge Firmengründer weiter. Er spricht von seinem Produktdesign-Studium, was er mit seinen zwei Mitgründern absolvierte, führt mich dabei in der Werkstatt rum und zeigt mir seine Entwürfe. Ich staune nicht schlecht über die Konstruktionen und Zeichnungen. Währenddessen erzählt er mir von der Gründung der Firma und dem Risiko, das gratis dazukam.


Unter Carstens Aufsicht darf dann auch
ich seine Räder testen.

Anschließend spazieren wir zusammen in die Werkstatt und ich komme aus dem Staunen nicht raus. Über uns hängen dutzende Fahrradgestelle in blau, gelb, rot, grün, lila und allen anderen Farben, die man kennt. Spätestens hier muss einem klar werden: Das ist kein gewöhnlicher Fahrradladen! Nachdem ich mir die meisten angeguckt habe, erzählt mir Carsten von den Verkaufszahlen. Mit 300 bis 400 verkauften Fahrrädern im Jahr sind sie zwar keine Massenproduktion, aber genau das wäre ja nicht in ihrem Sinne. Veloheld stehe für Individualität und Leistung. Einer der vielen Gründe, weshalb sich hauptsächlich kreative Leute von der Marke angesprochen fühlen. „Außerdem machen wir das alles nicht um Geld zu scheffeln. Das hier ist unsere Herzensangelegenheit“, so der junge Firmengründer.

Auf der kreativen Überholspur

Als Abschluss unseres Interviews frage ich Carsten nach seinen Plänen für die Zukunft und schon wieder gibt’s eine kreative Idee! Die mittlerweile drei Firmenmitarbeiter planen einen Showroom in Dresden, indem sich Fahrradfreunde in einem integrierten Café treffen und plaudern können.
Tipps für Einsteiger in die Selbstständigkeit gibt’s von ihm noch obendrauf:
„Man braucht auf jeden Fall langen Atem und Durchhaltevermögen, um Erfolg zu genießen. Nehmt eure Idee in Angriff wenn ihr nichts zu verlieren habt, zum Beispiel nach dem Studium. Glaubt an euch und euren Traum, aber geht nicht auf volles Risiko, wenn ihr nicht zu 100 % sicher seid!“
Spätestens jetzt bin ich von der ganzen Sache voll und ganz überzeugt. Kreative Leute machen was für kreative Leute. Gute Sache, finde ich!

Text: Miriam Scherr
Fotos: Mireille Huditz

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