Testlabor

Cricut Maker – Basteln auf Profiniveau

Der Cricut Maker ist ein Plotter, ein Plotter ist eine Schneidermaschine und was eine Schneidemaschine ist, erklärt euch Autorin Annika in diesem Testlabor. Soviel sei verraten: Obwohl sie den Cricut Maker mehrere Wochen testen durfte und das auch ausgiebig getan hat, hat sie das Gefühl, nur an der Oberfläche der Möglichkeiten gekratzt zu haben.

20. Mai 2020 - 10:56
SPIESSER-Autorin cucumber.
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cucumber Offline
Beigetreten: 17.11.2016


Derm Cricut Maker ist ein Umschlag beigelegt mit
Materialien für ein erstes Projekt, um das Gerät
und die Software kennenzulernen.
Produktversprechen:

Ich habe noch nie von Cricut gehört, auch der Begriff „Plotter“ sagte mir nichts. Und dann stieg ich über diesen Auftrag zum Produkttest in diese große, farbenfrohe Welt ein. Die Stadien meiner Entdeckungsreise erinnern mich an den wellenartigen Plot einer romantischen Komödie: Zuerst war ich etwas überfordert mit der Vielzahl an Möglichkeiten. Sobald ich den Dreh raushatte, wurde wie wild kreiert und produziert. Dann flaute das Ganze auf Grund von Übersättigung etwas ab und pendelte sich schließlich auf ein gesundes und besser durchdachtes Maß ein. Doch zurück zur Frage: Was verspricht Cricut? Was versprechen die beiden Geräte, die ich testen durfte – der Cricut Maker und die Cricut EasyPress 2?

Der Cricut Maker ist ein Schneideplotter, eine sehr präzise Schneidemaschine, die verschiedenste Materialien schneiden, beschriften, gravieren und falzen kann. Von den Klassikern Papier oder Pappe, über dünne Vinylfolien mit holografischen Farbverläufen zu Kunstleder und dünnen Holzplatten kommt das Gerät mit verschiedensten Materialien klar. Sogar mit sogenannten infusible ink sheets, farbige Folien, die sich beim Aufbügeln mit dem Kleidungsstoff verbinden. Über das Cricut Design Space, eine kostenfreie Software, können Vorlagen verwendet oder eigene Designs erstellt werden, die der Cricut Maker dann umsetzt. Dabei unterstützt die Software bei der Bedienung auf allen Ebenen: Die Bedienung der Software ist sehr intuitiv und sie zeigt beispielsweise auch an, welches Schneidewerkzeug für welches Material benötigt wird.


Verwendungsbeispiel für Vinly-Folien: Holo-Gehirn auf der
Lieblingstrinkflasche, um das Markenlabel zu verdeken.

Die Cricut EasyPress 2 ist schneller erklärt. Dabei handelt es sich um eine Heißpresse, die zu Einsatz kommt, sobald Motive auf Stoffe übertragen werden sollen. Die EasyPress zeigt dabei an wie heiß sie ist – sehr hilfreich, da die Materialien eine bestimmte Temperatur erfordern – und die Hitze ist gleichmäßig über die Fläche des Geräts verteilt.

Was gefällt dir an dem Produkt besonders gut?

Die Materialvielfalt. Vor allem wenn man neu in diesem Hobby – für manche ist es ein Business – ist, ist es faszinierend, wie viele Materialien bearbeitet werden können. Wer Freunde an Farben, Mustern und Glitzer hat, kann sich kaum satt sehen. Außerdem ist die Präzision des Cricut Makers ziemlich beeindruckend: feinste Mandalas werden gezeichnet, dünnste Schnitte getätigt und das sogar auf Materialien wie Aluminium oder Kunstleder! Wie anfangs beschrieben, wirkt das im ersten Moment etwas einschüchternd, aber wenn man erstmal anfängt, kommen die Ideen eine nach der anderen. Auch wenn ich den Cricut Maker mehrere Wochen testen durfte und wirklich viel damit ausprobiert hab, habe ich das Gefühl nur an der Oberfläche des Möglichen gekratzt zu haben.


Hier kamen sogenannten Infusible Ink Transfer
Sheets zum Einsatz, mit der EasyPress 2 aufge-
bügelt. Das Ergebnis ist ziemlich beeindruckend –
das T-Shirt wirkt wie bedruckt!

Über das Cricut Design Space könnt ihr außerdem alle erdenklichen Motive hochladen und bearbeiten. Oder ihr erstellt eure eigenen Motive mit Farben und Formen, die die Software anbietet. Ihr habt irgendwo mal ein mega cooles T-Shirt gesehen, wisst aber nicht mehr wo? Nun könnt ihr es mit eurem individuellen Touch nachgestalten. Ab jetzt müsst ihr auch Geburtstagskarten nie wieder kaufen, weil ihr sie einfach selber machen könnt. Weihnachtsgeschenke suchen? Den Stress könnt ihr euch ebenfalls sparen. Na gut, vielleicht muss man nicht alles selber machen, aber man kann allem eine individuelle Note verpassen, die es zum Unikat macht. Das ist schon ziemlich cool.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Es gibt gewisse Einschränkungen, was die Größe der eigenen Projekte betrifft. Zwar variieren die Formate in der Länge, in der Breite gibt aber die Gerätegröße den Rahmen vor. Größere Schnittmuster sind dadurch nicht möglich, der Cricut Maker ist also wirklich eher auf die Herstellung von Accessoires oder kleineren Motive ausgelegt. Außerdem sind die Vorlagen in der Software Cricut Design Space nicht alle kostenfrei nutzbar. Ihr könnt danach aber ganz einfach filtern und die Upload-Option macht die Möglichkeiten dann doch wieder unendlich. Was mich aber am meisten gestört hat, ist die Müllproduktion von Materialen, die nicht sehr umweltfreundlich scheinen. Natürlich sollte ihr euch immer bemühen, so viel wie möglich von den Materialien auch zu verwenden, aber um eine gewisse Menge an Abfall kommt man nicht umher. Und ich bezweifle, dass Vinyl- oder Glitzerfolien biologisch abbaubar sind.


Mein aufwändigstes Projekt: Glitzer-Rick aus vier
verschiedenen Iron-On Sheets (Einsatz EasyPress 2).
Hält tatsächlich auch nach dem ersten Waschen.
Wem würdest du es weiterempfehlen?

Jemanden, der das Gerät nur ein paar Mal im Jahr nutzt, wird das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht überzeugen, schließlich kostet ein Cricut Maker etwa 400 Euro. Ich glaube aber, jede und jeder hat in seinem Freundeskreis Personen, die sehr viel selber machen, basteln und herstellen. Das sind die richtigen Personen für den Cricut Maker – Kreativköpfe, die einen einzigartigen Blick auf die Dinge haben und neue Trends setzen. Sie werden die gestalterische Freiheit von Cricut auf jeden Fall zu schätzen wissen.

Fazit auf einer Skala 1-5: Wird das Produktversprechen gehalten?

Eine 4, da der Cricut Maker sein Versprechen größtenteils und in den zentralen Aspekten wirklich hält.

#togetherwemake
Cricut ruft aktuell zum gemeinsamen Mund-und-Nasen-Masken machen auf, mit dem Ziel zwei Millionen Masken herzustellen! Um das zu ermöglichen, will der Hersteller 150 Cricut Maker und dazugehöriges Material spenden. Mit dem Hashtag #togetherwemake könnt ihr auf eure kreativen Werke oder Hilfsprojekte aufmerksam machen und bekommt so die Chance, mit einem Cricut Maker samt Materialien unterstützt zu werden. Hier könnt ihr mitverfolgen, wie viele Masken schon mit Cricut hergestellt wurden – mittlerweile sind es schon über eine Million!

 

Text und Fotos: Annika B.

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