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"Die Würde des Menschen ist unantastbar"

"Sie zu achten und zu schützen ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Doch wenn wir genau hinsehen, wird der erste Artikel unserer Grundrechte sehr oft missachtet, die Würde vieler Menschen nicht geachtet, bei manchen sogar täglich verletzt.

22. April 2013 - 11:43
SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Mobbing findet meist im Verborgenen statt. Manchmal aber auch ganz offen. Dabei suchen sich mehrere Täter einen Einzelnen heraus, um ihn wiederholt und manchmal über einen sehr langen Zeitraum zu quälen.

Wie bei Silke: „Silke mich nicht voll" oder „Bist du heute wieder ein bisschen Silke?" Warum die Mitschüler ausgerechnet ihren Namen verspotten, weiß sie nicht. Was aber sicher ist: Schon der tägliche Weg in die Schule ist schrecklich für Silke. Denn wo eigentlich Verständnis, sozialer Umgang und Zusammenarbeit gelehrt werden soll, wartet auf sie nur eins: Mobbing.

Wer schützt denn überhaupt die Würde des Menschen, wenn selbst staatliche Einrichtungen wie die Schule es nicht tun? Was passiert, wenn ihr täglich bei Facebook erniedrigt oder auf dem Schulhof geschubst werdet? Wer muss eingreifen, wenn jemand eure Würde angreift?

Wie verhält sich eure Schule bei Angriffen innerhalb der Schule? Auf welche Vorfälle wird wie reagiert? Wer oder was gibt euch ein sicheres Gefühl? Testet eure Schule im Internet unter Nach-der-Tat.de und findet heraus: „Hat deine Schule Mobbing im Griff?"

www.nach-der-tat.de


 

nach-der-tat.de – ein Mitmach-Projekt der Werner Bonhoff Stiftung, Berlin, in Kooperation mit SPIESSER.

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Kommentare

13 Kommentare
  • Mobbing ist wenn einer oder mehrere Idioten im Mittelpunkt stehen, Flausen im Kopf haben, und glauben damit "toll" oder "beliebt" zu sein. Leider sind viele andere so dumm und machen mit, nur um den Knallköpfen zu gefallen oder aus Angst, selber gemobbt zu werden. Leider ist definitiv jeder Mobber einer zu viel in unserer Gesellschaft. Nur weil jemand sich nicht dafür interessiert etwas zu machen, was jeder tut, schlau ist, nicht jeden Trend mitmacht, vernünftig ist, andere Interessen oder Hobbys hat, "cool" sein wollen doof findet, und so weiter, heisst das noch lange nicht dass er/sie ein potetielles Mobbingopfer ist. Man muss leben und leben lassen, nur leider wird das zu selten erkannt.

  • ... was Du da schreibst.
    Natürlich erlaubt unser deutsches Strafrecht nicht Mobbing in der härtesten Form und natürlich kannst Du gegen jemanden - oder gegen eine Gruppe - strafrechtlich vorgehen, wenn er Dich durch Lügen und andere massiven Methoden in Deiner Würde und in Deinem Leben massiv einschränkt. Wir brauchen also kein "deutsches", härteres Strafrecht und können uns einfach auf Artikel 1 der Menschenrechte berufen, in dem es eindeutig heißt:
    »Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.«
    Das es immer (junge) Menschen gibt, die sich daran nicht halten, bzw. verstehen, was damit gemeint ist; das es Mitläufer gibt, um nicht selbst als »Loser« aufzufallen, oder aus »Gaudi«, »Langeweile« oder »nur« um ihr eigene Minderwertigkeitskomplexe zu vertuschen, ist genau so klar und gibt es nicht erst seit gestern.

    Es ist - um es noch mal zu schreiben - wirklich mehr eine Frage, wie jeder einzelne von uns täglich damit umgeht! Wir dürfen es eben nicht schweigend hinnehmen, wenn wir selbst solche massiven und dumme Übergriffe im Alltag sehen, müssen uns selbst trauen den eigenen Mund auf zumachen und klare Position beziehen! Das ist anstrengend, und nicht lustig oder spaßig, aber den Weg sollten wir gehen! ;-)
    Wir brauchen nicht (schon wieder!) nach einer "starken Hand" - sprich Gesetzen - rufen, und die Lösungen in Schulen und Institutionen suchen. Macht mit! Seid keine schweigende MitläuferInnen - schaut hin - wehrt euch gegen Mobbing, Diskriminierungen jeglicher Art und Herabwürdigungen von anderen Mitmenschen. Und tut vor allem nicht so, als ginge es Euch alles nichts an, solange ihr nicht selbst persönlich betroffen seid! Bewegt Euer Ar... Hinterteil und hört endlich auf zu jammern!

  • Mobbing kann man nicht definieren. Es besteht aus zu vielen Facetten und ist zu individuell. Ohne eine klare Definition kann man dann auch kein Gesetz fürs SGB entwickeln. Jeder hat ja seine eigene "Mobbingschwelle". Ich sehe nicht, dass es in naher Zukunft einen "Mobbing-Paragraphen" geben wird. Es wäre schön, könnte man den Richtern die Arbeit so erleichtern, sehe aber keine Chance dafür. Leider...

  • Wie sähe denn dein Gesetzestext dazu aus?
    Ich bin gespannt.

  • Mobbing basiert auf der Entwürdigung des Mobbingopfers und steht daher in krassem Gegensatz zu diesem im deutschen Grundgesetz festgeschriebenen Grundrecht jedes Menschen. Systematisch wird das Opfer über einen längeren Zeitraum hinweg erniedrigt, gedemütigt, schikaniert - in seiner Würde zutiefst verletzt. Dennoch ist "Mobbing" bisher im deutschen Strafrecht nicht derart definiert, dass daraus eine strafrechtliche Verfolgung des/der Täter/s resultiert.
    Leider...

  • Auf die Frage, wer die Würde des Menschen schützt, wenn nicht »staatliche Einrichtungen« oder die »Verpflichtung aller staatlicher Gewalt«, gibt es nur eine Antwort: WIR!
    - Jeder einzelne von uns! Täglich! Machen wir die Opfer nicht zu Täter! Nicht eine Silke ist schuld, wenn ich mit der Masse von dummen, verletzenden Sprüchen mit schwimme, oder mich von Ausgrenzung bestimmter Personen oder Gruppen aktiv beteilige. Ich bin verantwortlich was ich sage, wie ich mich verhalte und was ich tue. Wenn nicht ich, wer dann? Ich will nicht in einem Land leben, dass wieder nach der "starken Hand" ruft und »den Staat oder Institutionen« verantwortlich mache, für meine eigene Feigheit!

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