Gerechtigkeit

„Diskriminierung
ist gegen das Gesetz!“

Ungerechtigkeit und Diskriminierung sollten keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Davon ist Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, überzeugt. Mit SPIESSER-Autorin Anna sprach sie über ihre Vorstellungen von Gerechtigkeit.

02. September 2016 - 10:41
SPIESSER-Autorin annamlr.
Noch keine Bewertungen
annamlr Offline
Beigetreten: 29.07.2016

Anna Pia Möller: Frau Lüders, als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sind Sie täglich mit der Frage nach Gerechtigkeit konfrontiert. Wie entscheiden Sie, was gerecht ist und was ungerecht

Frau Lüders: Gerechtigkeit heißt für mich, allen Menschen die gleichen Chancen zu geben. Ungerecht ist es, wenn ein Mensch, nur weil er eine dunkle Hautfarbe hat, von der Gesellschaft ausgeschlossen wird oder wenn jemand mit einer Behinderung nicht eingestellt wird, weil ihm eine Aufgabe nicht zugetraut wird. In vielen Fällen resultiert Ungerechtigkeit aus Unwissenheit, die dann zum Beispiel dazu führt, dass Menschen pauschal wegen ihrer Behinderung, ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts unterschätzt werden.

Ist denn Gleichheit immer gerecht? Also sind beispielsweise Studentenrabatte gerecht, obwohl sie dazu führen, dass eine gesellschaftliche Gruppe weniger zahlen muss, als andere?

Ja, das finde ich gerecht. Warum sollten Studierende, die häufig wenig Geld zur Verfügung haben, nicht auch weniger bezahlen? Menschen sind unterschiedlich und das heißt, sie müssen auch unterschiedlich gefördert werden, um Chancengleichheit zu erreichen. In einer Schulklasse gibt es beispielsweise die klugen Schüler und diejenigen, denen es schwerer fällt, zu lernen. Da müssen Letztere etwas mehr gefördert werden. Wenn solch heterogene Gruppen dann auch in Teams zusammenarbeiten, dann hat das einen Mehrwert für alle. Vielfalt ist sehr gewinnbringend und den Menschen das bewusst zu machen, das ist mein Ziel.

Inwiefern kann die Antidiskriminierungsstelle zu mehr Gerechtigkeit in Deutschland beitragen?

Unsere Arbeit besteht aus drei Säulen. Die erste ist die Forschung. Wir vergeben Forschungsaufträge, um herauszufinden, wo Diskriminierung stattfindet und welche Folgen das für die Betroffenen hat. Außerdem ist die Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiger Aspekt. Wir müssen das Thema Diskriminierung für die Menschen konkret machen. Was ist das eigentlich? Wie kann ich mich davor schützen? Diskriminierung findet häufig unbewusst statt.

Kein Mensch ist frei von Vorurteilen und deswegen ist es unsere Aufgabe, die Menschen dazu anzuregen, über das Thema nachzudenken. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt aber in der Beratung. Über eine Telefonhotline und E-Mail-Verkehr bieten wir Betroffenen eine juristische Erstberatung. Die Grundlage dafür ist das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG), das vor zehn Jahren in Kraft getreten ist.

Welche Bedeutung hat das AGG und wovor schützt es?

Ich finde, das AGG ist ein Meilenstein, weil es ein Bewusstsein für Diskriminierungen geschaffen hat und klarstellt: Wer diskriminiert, verstößt damit gegen das Gesetz und kann juristisch belangt werden. Hauptanwendungsbereich ist das Arbeitsumfeld, aber auch zivilrechtlich werden einige Bereiche abgedeckt. Im öffentlichen Bildungsbereich, also an Universität und Schule, findet das AGG leider keine Anwendung. Grundsätzlich schützt das Gesetz vor Benachteiligung aufgrund folgender sechs Merkmale: Alter, Geschlecht, Ethnie, Religion, Behinderung und sexueller Identität.

Das heißt, wenn ich mich bei der Arbeit oder im Alltag ungerecht behandelt fühle, kann ich meine Gerechtigkeit einklagen.

Ja, und zum Glück gibt es Menschen, die das machen. Dazu gehört viel Mut! Natürlich haben die Betroffenen dann juristischen Beistand, aber wenn sie beispielsweise ihren Arbeitgeber verklagen, müssen sie sich auch alleine vor ihm behaupten können. Das ist also ein schwerer Weg. Menschen, die diesen Mut aufbringen, helfen damit nicht nur sich, sondern auch anderen: Die Beispiele sind meist richtungsweisend und machen darauf aufmerksam, das Diskriminierung in unserer Gesellschaft unerwünscht ist.

Können Sie Beispiele nennen, in denen Diskriminierungen passieren?

Ein Beispiel ist, dass eine Frau immer wieder E-Mails mit anzüglichen Bemerkungen von einem Kollegen erhält. Wenn das gegen ihren Willen passiert, handelt es sich dabei um sexuelle Belästigung und davor schützt das AGG. Ein anderes Beispiel: Ein Mann ist schwul und wird von seinen Kollegen gezwungen eine rosa Damenbluse zu tragen. Man macht sich also öffentlich über ihn lustig. Auch das ist eine diskriminierende Handlung.

Ein gravierendes Problem in unserer Gesellschaft, von dem sich laut einer Umfrage viele Menschen betroffen fühlen, ist Diskriminierung aufgrund des Alters. Wenn ein Arbeitgeber einen Bewerber trotz hervorragender Qualifikationen ablehnt, nur weil er älter ist oder eine Bewerberin in einem Alter ist, in dem sie schwanger werden und daher ausfallen könnte, dann ist das gegen das Gesetz!

Ist es denn nicht verständlich, dass ein Arbeitgeber sagt, in dieser Position möchte ich jemanden mit viel Erfahrung und für eine andere Stelle suche ich einen jungen Bewerber, der frischen Wind in das Unternehmen bringt? Wie trennt man das? Was ist legitim und was nicht?

Mit dem AGG möchten wir den Arbeitgebern keine Vorschriften machen. Im Gegenteil: Wir möchten sie davor schützen, unbewusst zu diskriminieren, denn ich bin davon überzeugt, dass Vielfalt sehr gewinnbringend für jedes Unternehmen ist. Daher haben wir die anonymen Bewerbungsverfahren initiiert, die nun in einzelnen Unternehmen praktiziert werden. In anderen Ländern ist das schon lange gang und gäbe. Deutschland ist hier etwas rückständig.

Dem Personalchef werden dabei nur Informationen über die Qualifikation des Bewerbers oder der Bewerberin vorgelegt. Er entscheidet sich dann, unabhängig von Vorurteilen, wen er zum Bewerbungsgespräch einladen möchte und erst im Anschluss erhält er die vollständigen Informationen über die Bewerber: Name, Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit. Denn all das sollte bei der Entscheidung über eine Einstellung keine Rolle spielen!

 

Text: Anna Pia Möller
Teasernild: Anja Nier

Dir gefällt dieser Artikel?

Kommentare

Und du so? Sag' uns, was du denkst!
Mehr zum Thema „Nachgefragt
  • mclovin
    Nachgefragt

    Dank Papprequisiten und halbwitzigen Gags

    Mit „Lifestyle“ assoziiere ich vor allem Sandstrand und braungebrannte Oberkörper. Dabei ist die eigentliche Wortbedeutung viel breiter gefächert! Grund genug, mein Schubladendenken zu überwinden und mich mit anderen Lebensstilen auseinanderzusetzen. Wie wär’s denn

  • Kevin Groth
    Nachgefragt

    Evolution der Technik – wo stehen wir?

    Katherine G. Johnson, Nikola Tesla, Steve Wozniak, James Watt, Ada Lovelace, Elon Musk – die Zukunftsvisionen der Erfinderinnen und Erfinder, der Ingenieurinnen und Ingenieure sowohl von damals als auch von heute prägen unsere Art zu leben. Was einst Science-Fiction war, ist heute unser ständiger

  • mclovin
    5
    Nachgefragt

    Frei von Sorgen, aber nicht mehr frei?

    Was ist Privatsphäre? In Zeiten von Algorithmen und staatlicher Überwachung fällt es schwer, darauf eine Antwort zu finden. Diese Mission führte mich zu Bijan Moini, einem jungen Juristen und aufstrebenden Buchautor.

  • Valentina Schott
    Nachgefragt

    Social Credit System ‒ Datentausch und Punkterausch

    China, 2020. Die Schwester meiner Tandempartnerin Sin möchte ihren Rückflug von Peking nach Hongkong buchen. „Leider steht Ihnen zurzeit unser Service nicht zur Verfügung. Um ein Flugticket für die Businessclass zu kaufen, reduzieren Sie bitte Ihren Konsum an Zigaretten.“

  • nicohaji
    Nachgefragt

    „Blinde Loyalität
    darf auch nicht sein“

    Markus Beckedahl bloggte in einem Internet, das noch keine sozialen Medien kannte. Heute gilt er als Experte in der digitalen Welt. SPIESSER-Autor Nico verrät der Aktivist und Journalist, wem das Internet wirklich gehört und wieso er vor einigen Jahren des Landesverrats angeklagt wurde.

  • Valentina Schott
    Nachgefragt

    Auf dem Trittbrett der Gesellschaft

    „Sie sind wie Blutegel, die sich erst vollsaugen und dann – bevor man sie überhaupt bemerkt – zufrieden abfallen“, umschreibt Dr. Lembcke etwas überspitzt das Verhalten der sogenannten Trittbrettfahrer. Warum man sie trotz ihres schlechten Images in jeder Gruppe findet:

  • Nananas
    Nachgefragt

    Feminist Sex Wars

    Sex ist Krieg. Zumindest, wenn es um Sex und dessen Darstellung im Film geht. Die klassische Pornografie eckt bei vielen Feministinnen und Feministen an. Manche halten auch dagegen und wollen das Genre umkrempeln. „Feministischer Porno“ nennt sich das dann.

  • Laura...
    Nachgefragt

    „Männer, umarmt die Verunsicherung“

    Sophie Passmann ist Satirikerin mit politischer Meinung. Ihr Job: Ironie, ihr Thema: Feminismus. Sie findet, bei dem aktuellen Feminismus geht es zum ersten Mal um „die echten Dinge im Leben“, und spricht darüber mit anderen Feministinnen, alten weißen Männern und SPIESSER-Autorin Laura.

  • Cherilia
    5
    Nachgefragt

    „Es braucht etwas viel Radikaleres als Punk”

    Unter #wirsindmehr fand Anfang September in Chemnitz ein Konzert von Marteria & Casper, Feine Sahne Fischfilet und Co. als Reaktion auf vorangegangene rechtsextreme Proteste statt. Laut dem chilenischen Musiker Daniel Puente Encina, der mit seiner Band „Los Pinochet Boys“ in den 80ern eine

  • Lenee
    5
    Nachgefragt

    „Es geht um etwas Grundlegendes“

    Was ist Rebellion? Was ist Protest? Wie entsteht beides und wie unterscheidet es sich? Lukas Gernand, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Passau, erklärte SPIESSER-Autorin Lisa, wie sich die Bedingungen für Protest verändert haben und wieso man nicht generell von einer „unpolitischen

  • lara.sc
    Nachgefragt

    „Wir brauchen den Aufstand der Jungen“

    Anna Braam (30) ist Vorsitzende der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und nebenbei vor allem in den Bereichen Umwelt- und Klimapolitik aktiv. SPIESSER-Autorin Lara hat mit ihr über Jugendprotest und -beteiligung gesprochen.

  • VeryMary94
    Nachgefragt

    Von Tätowierungen
    bis Tunikas

    Mode vs. Kleidung und wo ist da der Unterschied? Wir wollten wissen, wie sich Mode im Laufe der Epochen verändert hat. Was Fashion mit Turmschädeln zu tun hat und wieso Hosen verpönt waren, erklärt Frau Gutsmiedl-Schümann von der FU Berlin SPIESSER-Autorin Marie.

  • PaulausMdorf
    Nachgefragt

    Wie entstehen neue Sportarten?

    Silke Günther ist Projektleiterin der Passion Sports Convention, die nächstes Jahr 10-jähriges Jubiläum feiert. SPIESSER-Autor Paul verriet sie, welche Sporttrends es derzeit gibt und wie sie uns beeinflussen.

  • suspiciousa
    Nachgefragt

    Alles SciFi oder was?

    Eine Karriere zwischen Realität und Fiktion: Albrecht Meixner (30), frischgebackener „Dipl. Ing“, hat seine Diplomarbeit zu Exoskeletten geschrieben. Neurophysikerin Sarah Schwöbel (28) beschäftigt sich mit der KI, der künstlichen Intelligenz. Wie viel Science Fiction

  • KlarO
    Nachgefragt

    Was es bedeutet,
    ein Europäer zu sein

    Auf der „Denk ich an Deutschland“-Konferenz in Berlin wurden Ideen für die Zukunft Europas entworfen. SPIESSER-Autorin Klara hat dort die Redner interviewt und dabei herausgefunden, wie viel Verantwortung jeder Einzelne für die EU trägt.

  • KlarO
    5
    Nachgefragt

    Eine ganz andere Perspektive

    Auf der „Denk ich an Deutschland“-Konferenz versammeln sich Experten und Führungspersonen aus allen möglichen Bereichen. SPIESSER-Autorin Klara hat vor Ort mit einigen von ihnen Interviews geführt und berichtet hier, wie man sich als Schülerin zwischen Seidenblusen und

  • PaulausMdorf
    Nachgefragt

    „Denk ich an
    Deutschland ...“

    Am 1. Dezember 2017 fand in Berlin die „Denk ich an Deutschland“-Konferenz (DiaD) der Alfred Herrhausen Gesellschaft statt, bei der über die Zukunft Europas diskutiert wurde. In sehr exklusivem Kreis. Und SPIESSER-Autor Paul war für euch dabei!

  • cana
    Nachgefragt

    „Bundesrepublik Europa“ –
    mehr als eine Träumerei?

    Während die Rednerinnen und Redner auf der diesjährigen „Denk ich an Deutschland“-Konferenz über ihre Ideen von Europas Zukunft sprechen, hat vor allem Ulrike Guérots Vorschlag einer „Bundesrepublik Europa“ SPIESSER-Autorin Cana ins Grübeln gebracht.

  • Onlineredaktion
  • Oriella
    5
    Schmökern

    „Ich hab mich fast behindert konsumiert“

    Gras, Speed, Pilze, Koks, Crystal – mit Drogen kennt Dominik Forster sich aus. Früher abgebrühter Drogenboss, ist er heute ehrenamtlicher Drogenberater bei der mudra in Nürnberg und Autor von „crystal.klar“. SPIESSER-Praktikantin Renée hat er von seinen Erfahrungen

  • MissFelsenheimer
    Nachgefragt

    „Fliegen ist weiter das sicherste Verkehrsmittel“

    Die Trauer über den abgestürzten Germanwings-Flug 4U-9525 ist noch allgegenwärtig, mit Hochdruck wird an der Aufklärung des Unglücks gearbeitet. Aber was passiert eigentlich nach so einem Unfall, warum wollen alle diese Black Box und wie sicher ist Fliegen überhaupt? SPIESSER-Autorin

  • TheoMueller
    5
    Nachgefragt

    Momente der Normalität

    Paris, Hauptstadt Frankreichs und einer der beliebtesten Orte der Welt, wurde zum zweiten Mal in diesem Jahr von Terroristen angegriffen. SPIESSER-Autor Theo berichtete bereits im Januar aus Paris und ist inzwischen zurück in Deutschland. Am Montagabend telefonierte er mit seinem Bekannten Felix,

  • whiteblankpage
    Ein Leben mit der Angst

    „Mein Säbelzahntiger ist meine Seele“

    Knapp eineinhalb Jahre sind vergangen, seit Nicholas Müller bei der Rockband Jupiter Jones aufhörte. Der Grund: seine Angststörungen, die er einfach nicht mehr in den Griff bekommen konnte. Nun sprach der Ex-Frontsänger mit uns über seine Zeit seit dem Ausstieg, die Angst vor

  • laurelia
    5
    Nachgefragt

    #Selfiegott

    Der Gute-Laune-Rapper MC Fitti hat den Selfiegott erschaffen und ihm in der Ausstellung EGO UPDATE im NRW-Forum Düsseldorf einen Tempel errichtet. Mit SPIESSER-Autorin Laura sprach er über Gefahren und Möglichkeiten des Selfie-Phänomens und über seine Kunst.

  • Onlineredaktion
    Nachgefragt

    Flüchtlinge ein wunderbares Geschenk?

    Wenn man sich die politische Lage in Deutschland momentan ansieht, kommen schnell mal einige Fragen auf. Zum Beispiel.: „Wie wird es denn jetzt weitergehen?“. Und wen könnte man solche Dinge besser fragen als einen Zukunftsforscher? SPIESSER-Praktikantin Theresa sprach mit Sven Gábor

  • Onlineredaktion
    Nachgefragt

    Voll social*!

    Deine Eltern so: „Und was willst du mal werden, Kind?“ Und du dann so: „Irgendwas mit Social Media!?“ Um Panikattacken eurer Eltern vorzubeugen, haben wir mal den Experten Alexander Ganz gefragt, wie man sein Geld mit Social Media verdienen kann, ohne hoffen zu müssen, irgendwann

  • whiteblankpage
    Nachgefragt

    „Jeder kann sich der ganzen Welt präsentieren“

    Erfolgreiche YouTuber wie Unge, DagiBee oder LeFloid machen deutlich: Die Videoplattform ist in Deutschland angesagter denn je. Doch wer steckt hinter der Videoplattform und wie lässt sich damit Geld verdienen? Wir haben bei Robert Lehmann vom YouTube-Team Deutschland nachgefragt.

  • Individuot
    5
    Nachgefragt

    „Ich wünsche
    mir für Freital
    mehr Neukölln“

    Vor zwei Wochen spielte die Hip-Hop-Band Antilopen Gang im sächsischen Freital, um die Flüchtlinge dort willkommen zu heißen. SPIESSER-Autorin Polina sprach mit Danger Dan, der Optimismus zeigt, Flüchtlinge bewundert und eine Sorge mit den „besorgten Bürger“ teilt.

  • Onlineredaktion
    Nachgefragt

    Wie homophob
    ist die Schule?

    Männlein+Weiblein=Kind. Das lernen wir in der Schule. Und was ist mit denen, die das gleiche Geschlecht lieben? Homosexualität ist bis heute nicht Teil des Lehrplans. Wir haben hetero- und homosexuelle Jugendliche gefragt, wie sie in der Schule klar gekommen sind und welche Hürden sie

  • Individuot
    5
    Nachgefragt

    „Wir müssen da hin,
    sonst knallt’s“

    Freital ist in aller Munde: 300 Flüchtlinge, ein rassistischer Mob und buntfröhlicher Gegenprotest. Dass die Lage bisher nur brodelt und nicht eskaliert, liegt auch an musikalischen Einlagen wie dem Kurzkonzert der Dresdner Band „Banda Comunale“. SPIESSER-Autorin Polina sprach mit