Schwerpunkt

Drei Tage wach

Mit Koffeintabletten durch die Nächte: Gustav verzichtet auf seinen Schlaf und hält sich künstlich wach. Geht das gut?

30. May 2012 - 13:47
von SPIESSER-Autor Gustav.
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Gustav Offline
Beigetreten: 26.04.2009

Dieser Beitrag entstand
in Zusammenarbeit mit RWE.

Gewinnt den Wecker mit Wasserkraft

Wasser auffüllen, Weckzeit einstellen und mit grünem Gewissen ins Bett fallen - das könnt ihr gewinnen, wenn ihr uns eine Frage beantwortet: Wie viel Geld dürfte man euch für die Energiewende monatlich abbuchen?

Kleine, weiße Koffeintabletten sollen mein Elefantenhirn vom Schlafen abhalten können und für genug Energie sorgen, dass ich trotzdem ganz der Alte bleibe. Kann ich Körperfunktionen wie Schlaf mit künstlichen Energielieferanten ersetzen? Goodbye, Gehirnzellen, das Ende naht - denn ich muss dieser Frage nachgehen und es natürlich ausprobieren. Mit dem Entschluss hat das Experiment begonnen, schon in der ersten Nacht schlucke ich die erste Pille.

Tag 1: Der Aufstieg

Kurz nach 1 Uhr nachts meldet mein Gehirn sein Schlafbedürfnis an. Ich will noch nicht ins Bett, denke ich. Erstmals in meinem Leben öffne ich eine Schachtel mit Koffeintabletten. Herzrasen und zittrige Hände werden als mögliche Nebenwirkung angegeben. Die Wirkung setzt ein – noch bevor die erste Tablette geschluckt ist.

Sie schmeckt, wie Tabletten eben schmecken. Erstmal passiert nichts. Um auf dem Küchenstuhl nicht einzunicken, dröhne ich mich – den Nachbarn zuliebe mit Kopfhörer – mit meiner gruseligen Spotify-Playlist zu. Diese Nacht bleibt schlaflos. Und das gibt Gelegenheit zum Grübeln:

Was passiert in meinem Körper? Wenn ich wach bin, tauschen Zellen überall im Körper Botenstoffe aus. Damit sie das nicht bis zur Ekstase tun, entsteht Adenosin, dass bestimmte Nervenbahnen hemmt und so eine Überarbeitung verhindert. Koffein hat eine ähnliche Struktur wie Adenosin. Beim Austausch blockiert es dieselben Rezeptoren – das Adenosin gelangt nicht in die Nervenbahnen. Der Körper erhält dadurch kein Signal zum Chillen und ackert weiter. Im Moment fühlt sich das eigentlich ganz gut an.

Pullern, pullern, pullern

Es ist Vormittag des ersten Versuchstages. Die Nacht fehlt mir, doch dieses Gefühl kenne ich schon. Neu ist, dass nur mein Hirn die Nacht vermisst, meinem Körper geht es blendend. Es gibt Cola zum Frühstück, eine Karaffe Kaffee und sicherheitshalber eine weitere Koffeintablette. Damit müsste ich durchhalten. Erstaunlich gut gelaunt verrichte ich mein Tageswerk.

Es ist nicht der Schlafmangel, der gegen Mitternacht depressive Gefühle in mir weckt. Es ist die Langeweile. Durchhalten ist das eine, das andere ist die Frage nach dem „Wofür eigentlich?“. Um bloß nicht einzuschlafen, löse ich schon krampfhaft Sudoku, spiele Klavier, schaue mir informative Sport-Clips im Tele-5-Nachtprogramm an. Und ich muss häufiger pullern, wegen des vielen Kaffees.

Was am zweiten Tag noch von Gustav übrig ist lest ihr auf der nächsten Seite.

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Kommentare

Neun Kommentare
  • dieser auch bisher als einzigier aus der serie.

  • Das war halt die offizielle Diagnose. Ja, die Übermüdung bzw. auch dann Überreizung des Nervensystems kann auf jeden Fall einen Herzinfarkt begünstigen.
    Er könnte allerdings auch durch das lange Sitzen ne Thrombose und somit dann ne Embolie bekommen haben. Aber das ist alles nur Spekulation^^
    Hm. 3 Tage Diablo am Stück wären aber trotzdem definitiv zu heavy xD Da kriegt man ja Epilepsie! xD

  • würde es schaffen! oder skyrim, wobei das ja nicht mehr so neu ist. Oder Mount and Blade Warband...das hält dich auch wach :)

    Oder geh einfach auf eine LAN, da geht das schon ^^

  • Ich glaube das ist der erste RWE Artikel den ich gut fand.

  • Naja, der Kerl hatte halt einen Herzinfarkt.
    Ich weiß auch nicht, wie viel dazu Übermündung und so nen Kram, soetwas begünstigen kann :D

    Aber Bewegung hilft echt. Nur ich kann irgendwie keine komplette Nacht durchmachen. Also schon, nur dann muss ich mich trotzdem Nachmittags nochmal kurz hinlegen, seins auch nur 30mins :D

  • kürzlich einer gestorben, der..72(?)Stunden lange gespielt hat^^ Naja, wer es braucht. Ich mag Diablo 3 auch gern, aber 3 Tage am Stück würde ich das nicht spielen.
    Was allerdings gegen die Schläfrigkeit hilft, ist Bewegung. Klar, dass du iwann einpennst, wenn du nur auf dem Sofa lümmelst. Selbst fern sehen vermag dich dann nicht wach halten, weil dein Puls und dein Blutdruck, trotz Coffein, sinken^^ Zwischendurch ein paar Hampelmänner und du bleibst wach^^

  • Ja, das kann ich bestätigen: Gustavs gruselige Spotify-Playlist hält schon ganz allein drei Tage lang wach :-)

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