Härtetest

Du bist, was du isst – NOT!

Low Carb, Vegan oder Paleo – fast täglich werden uns neue Ernährungstrends, die das eigene Leben revolutionieren sollen, in den Medien oder im Bekanntenkreis angepriesen. Doch wie alltagstauglich ist dieser Diätenwahnsinn? Und was bringt‘s? Wir haben für euch den Härtetest gemacht – und einiges gelernt.

07. November 2016 - 11:54
SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Onlineredaktion Online
Beigetreten: 25.04.2009

Daniel, Paleo

Tag 1

Heute ist es soweit. Alle Süßigkeiten, jegliches Brot, Nudeln und Milch müssen raus aus dem Kühlschrank! Nun heißt es für mich: Fisch, Fleisch und Grünes! Gegessen habe ich bisher nur Äpfel und Bananen, bis ich festgestellt habe, dass ich das gar nicht essen darf. Ups, schon gesündigt. Zum Mittag will ich es mit Rührei, Speck und Tomaten besser machen. Schmeckt schon mal ganz gut.

Nach dem Feierabend geht’s direkt zum Supermarkt. Dabei umgehe ich die Regale mit Brot, Nudeln und Käse und steuere schnurstracks auf die Gemüseabteilung zu. Später stehe ich in der Fleischabteilung und packe Unmengen davon in meinen Wagen, denn jeden Tag muss Fleisch oder Fisch auf meinen Teller. Puh, das wird schwierig…

Tag 2

Ich schleppe mich verschlafen aus meinem Bett und laufe instinktiv zum Kühlschrank. Der sagt mir aber nur: „Gemüse und Fleisch - Friss oder stirb.“ Tatsächlich habe ich vergessen, „frühstücksgerecht“ einzukaufen und stehe nun vor der Frage: Sündigen oder verzichten? Hm, wenn ich doch nur einfach mal kurz von einem Nutella-Brot abbeißen könnte. „Wo ist mein eiserner Wille?“, denke ich mir und verzichte auf das Frühstück. Ein Fehler: Als ich kurz darauf auf mein Rad steige, merke ich erst, wie schlapp ich mich eigentlich fühle. Das ist aber auch kein Wunder: Kein Frühstück – Keine Kohlenhydrate – Keine Energie. Jetzt sitze ich hier an meinem Arbeitsplatz und neben mir steht eine Tasse Tee. Und ehrlich gesagt: Ich habe gerade in den verbotenen Apfel gebissen. Frühstück muss einfach sein.

Paleo
Bei der Paleo-Diät, auch bekannt als Steinzeitdiät, dürfen nur Nahrungsmittel konsumiert werden, die bereits in der Altsteinzeit verfügbar waren.
Versprechen: Ihr werdet zu absoluten Energiebündeln und Fitnessjunkies – Ei und Fleisch sei Dank.
Realität: Während Vegetarier euch hassen, liebt euch eure Toilette für die stundenlangen Besuche.

Tag 3

Mein Magen will heute gar nicht aufhören zu grummeln und verkrampfen. Es muss also ein ordentliches Mittagessen her: Mit einem Kilo Weintrauben und viel Rührei lasse ich es mir schmecken. Um mich nicht ganz so hungrig zu fühlen, fülle ich meinen Magen den ganzen Tag mit viel Flüssigkeit. Tee und Wasser sind meine treuen Begleiter. Abwechslung sieht allerdings anders aus.

Am späten Nachmittag merke ich schließlich, dass ein Kilo Weintrauben doch keine ideale Mahlzeit war und mein Magen nun noch mehr durchdreht. Langsam zweifle ich daran, wie gesund Paleo eigentlich ist. Fleisch kann ich zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr sehen, geschweige denn essen.

Tag 4

Der vierte Tag von insgesamt 14. Und ich bin kläglich gescheitert, weil ich es nicht mehr verkraften konnte. Jeden Tag Fleisch. Jeden Tag ein unglaubliches Hungergefühl. Jeden Tag keine geschmackliche Befriedigung. Ein wenig enttäuscht bin ich schon, keine Frage. Aber für so eine Ernährung bin ich dann wohl doch ein zu großer Tierliebhaber.

Ich habe trotzdem einiges gelernt: Es hilft zum Beispiel ungemein, viel zu trinken! Ernährungspläne sehe ich trotzdem eher als grobe Richtlinie an. Sobald ich mich zu sehr einer bestimmten Ernährungsform widme, macht Essen keinen Spaß mehr. Und das ist doch ganz schön ätzend.

Während die anderen also noch ganze zehn Tage auf die Probe gestellt werden, genieße ich erstmal meine selbst gemachte Lasagne, diesmal allerdings ohne Fleisch.

Low Carb, Nora

Tag 1

Ich starte müde und grantig in die erste Woche Low Carb. Ich tue es als Montagstief ab und verspeise das erste Mal in meinem Leben Chiabrot. Es hat weniger Kohlenhydrate als andere Brotsorten und die neumodischen Chiasamen sollen viel Eiweiß enthalten und im Magen aufquellen, also länger satt halten. Die Vorstellung finde ich verhältnismäßig eklig. Genauso wie den Geschmack, den sie in meinem Mund hinterlassen.

Tag 3

Nachdem ich an meinem Geburtstag gestern einen wohl zelebrierten Cheat-Day durchgezogen habe, komme ich an Tag drei gut zurecht. Zwar habe ich ständig Hunger, kann mich aber mit Tomaten als Snack gut abfinden. Mein übliches Mittwoch-Sportprogramm schaffe ich aber nicht. Zu hungrig am Abend …

Tag 5

Freitag und die erste Arbeitswoche mit Low Carb ist geschafft. Leider geht es mir am Abend überhaupt nicht gut. Mir ist übel und ich will einfach nur schlafen. Das Low-Carb-Hühnchen vertrage ich auch nicht. Ein bisschen geknickt verkrümele ich mich ins Bett. Nächste Woche muss ich besser planen.

Tag 7

Die Blaubeeren, die ich zum Sonntagsfrühstück laut Low Carb essen darf und auch unbedingt will, sind irgendwie nicht so toll und ich verarbeite sie zu einer Tarte. Die wiederum darf ich natürlich nicht essen. Also bleibt mir nur Zugucken. Und das Gefühl, dass das hier alles total albern ist, nistet sich immer mehr ein.

Tag 9

Die neue Woche hat ernährungs- und stimmungstechnisch ganz gut angefangen. Heute steige ich mit viel Überwindung morgens um 7:30 Uhr mit einem Rührei ein. Aber es hilft: Das Ei am Morgen erweist sich als kleines Sattmacher-Wunder, denn den ganzen Tag über fühle ich mich gestärkt und komme mit meinem Low-Carb-Food das erste Mal wirklich angenehm durch einen sehr langen Tag.

Tag 10

Mittwoch. Wow, ich habe mir endlich mal etwas zu Hause vorbereitet für das Mittagessen in der Redaktion. Ohne Ei am Morgen habe ich aber schon recht früh wieder Hunger. Das Anstrengendste sind noch immer die langen Pausen zwischen den Mahlzeiten. Laut Low-Carb soll man wirklich nur dreimal am Tag essen.

Heute bekomme ich auch noch Besuch von meinen Eltern – und Essen gehen macht so Spaß. Für den Endspurt verheißt das nichts Gutes.

Tag 12

Woohoo, ich hab’s echt geschafft und mich jeden Abend low carb durch die Restaurants gegessen – und das verdammt lecker. Ich bin irgendwie stolz und fühle mich dank des guten Essens richtig gut. Okay – einmal war ein richtig fetter Nachtisch dabei.

Tag 14

Mir ist klar, dass Low Carb nur mit guter Planung umzusetzen ist. Und nur dann satt und zufrieden machen kann, wenn man viel Zeit hat, sich damit auseinanderzusetzen – und vor allem das alles auch zuzubereiten. Ich selbst werde nicht dran bleiben. Nur eine Sache fand ich doch erstaunlich: Wie schnell ich mich daran gewöhnt habe, auf Süßigkeiten zu verzichten. Naja, die Weihnachtszeit steht ja vor der Tür …

Low Carb
Bei der Low-Carb-Ernährung wird der Anteil der Kohlenhydrate reduziert. Am Tag werden idealerweise nur drei große Mahlzeiten eingenommen.
Versprechen: Heißhungerattacken ade! Ohne Getreide und Mehl werdet ihr euch rundum besser fühlen.
Realität: Der Geschmack in eurem Mund ist widerlich – genauso wie die kohlenhydratarmen Alternativen für normales Brot.
Trennkost, Mireille

Tag 1

Zwei Wochen Trennkost – das schaff ich doch mit links. Vor einigen Jahren
haben sich meine Eltern schon einmal nach diesem Prinzip ernährt, die Grundregeln kenne ich also: Kohlenhydrate und Eiweiße dürfen nur getrennt voneinander gegessen werden. Das dürfte doch zu machen sein. In der Lektüre, die mir meine Eltern zum Vorbereiten mitgegeben haben, steht auch, dass am Morgen nur Obst gegessen werden darf. Easy, denke ich mir. Und dann wird es halb elf – und mir knurrt der Magen wie verrückt. Mein Mittagessen, bestehend aus Forellenfilets und Salat, schafft es dann für ganze zwei Stunden, meinen Hunger zu stillen. Erst am Abend geht’s mir richtig gut: Es gibt Kartoffeln mit extrafettigem Quark – das ist laut Internet bei der Trennkost erlaubt. Vielleicht sollte ich mich in Zukunft nur noch davon ernähren?

Tag 4

Obst macht schlechte Laune! Ich sehne mich nach einem richtigen Frühstück und vor allem nach meinen heiß geliebten Haferflocken. Aber ich bin stark!

Zum Mittag gönne ich mir Vollkornbrot mit Lachs. Das hält mich tatsächlich satt bis zum Abendbrot auf das ich mich schon den ganzen Tag freue. Es gibt Spinat mit Ei. Hält warm und schmeckt auch ohne Kartoffeln ganz gut. Ich krieg das hin!

Tag 7

Trennkost und Sonntagskaffeeklatsch lassen sich nicht gut vereinbaren. Deshalb gab’s Apfel-Rhabarbar-Tarte – ups. Aber es war jeden Bissen wert.

Ein bisschen schlecht fühle ich mich hinterher schon. Ganz schön bedenklich, wie sehr einen so eine Ernährungsweise einnehmen kann. Es war nur ein Stück Kuchen, ich habe nichts verbrochen. Trotzdem habe ich etwas Schiss davor, meinen „Ausrutscher“ (schlimm, dass man es so nennen muss) den anderen zu beichten.

Tag 10

Kein Bock mehr auf Obst! Mein Papa meinte schon vor einigen Tagen, dass das Obstfrühstück eine verschärfte Form der Trennkost sei. Aber da war ich noch hochmotiviert. Bis zum heutigen Morgen: Es gab Vollkornbrot mit Marmelade. Hmmm, war das gut!

Mittlerweile bin ich ziemlich genervt davon, dass wir in der Redaktion fast nur über Essen reden und es ständig in meinem Kopf rumspukt.

Tag 12

Ich bin auf Dienstreise und es ist nicht meine Glanzstunde: An der Autobahnraststätte
gibt’s nur Brötchen mit Käse oder Wurst und auf dem Rückweg esse ich Chicken Wings – hat ja Eiweiß – allerdings mit einer leichten Panade (Hallo Kohlenhydrate!). Mann, ganz schön schwierig, ohne eigenes Essen unterwegs zu sein.

Tag 14

Endlich ist es geschafft! Mit zwei kleineren Ausrutschern habe auch ich die beiden Wochen gemeistert. Trennkost ist allerdings nicht praktikabel für mich. Um meinen Alltag gut meistern zu können, brauche ich ein ordentliches Frühstück. Und auf Brot mit Käse oder Wurst möchte ich auch nicht dauerhaft verzichten. Körperlich ging es mir jetzt auch nicht wirklich besser – und vollständig hat sich mir das Prinzip nicht erschlossen. Dieses ständige Gerede übers Essen und die zwanghafte Kontrolle hat mich irgendwann richtig genervt. Also Trennkost, mach’s gut, auf Nimmerwiedersehen!

Trennkost
Bei der Trennkost dürfen eiweiß- und kohlenhydrat haltige Lebensmittel nur getrennt voneinander und mit sogenannten „neutralen“ Lebensmitteln konsumiert werden.
Versprechen: Euer Stoffwechsel wird zum Spitzensportler – und euer Bauch flach wie die Poebene.
Realität: Ohne Käsebrot, Bolognese und Kuchenstücke macht das Leben keinen Spaß.
Vegan, Tabea

Tag 1

Da mein Freund seit Jahren Vegetarier ist, stelle ich mir zwei Wochen vegan zu leben leicht vor. Zuerst muss ich mich von meinen Süßigkeiten trennen. Dass ich auch auf Vollmilchschokolade verzichten muss, war klar, aber Gummitiere und Bonbons? Tatsächlich kann man als Veganer nichts davon mal eben an der nächsten Ecke kaufen. Aber nur noch in Spezialläden einkaufen gehen – das möchte ich auch nicht. Ich nehme mir vor, meinen Alltag möglichst normal weiterzuführen. Ob mir das gelingt?

Zum Einstieg in den veganen Alltag habe ich mir heute Kaffee mit Mandelmilch gegönnt – die soll ja angeblich super lecker sein, meins ist das aber nicht. Ansonsten hielt der Tag vorwiegend Obst, Salat und Falafel für mich bereit. Kein Problem – aber auch nicht gerade üppig.

Tag 3

Damit’s schön kompliziert wird, geht’s für mich für zwei Tage auf Dienstreise. Es ist richtig schwer, unterwegs vegane Nahrungsmittel zu kaufen. Ich habe mich im Prinzip nur von trockenem Brot, Salaten und verschiedenstem Tee ernährt. Langsam reicht’s.

Zu Hause angekommen muss ich mir abends noch etwas Hartweizengriesnudeln mit Gemüse in die Pfanne hauen. Während meine Nudeln vor sich hin köcheln, stöbere ich in meinen Schränken und finde Erdnussbutter. Einmal auf die Zutaten geguckt und siehe da: Erdnussbutter ist vegan! Ich hab mir gleich mal zwei Teelöffel voll gegönnt. Meine Stimmung steigt. Yummy!

Tag 10

Erdnussbutter gehört jetzt fest in meinen Alltag und ist sowas wie mein Frühstück geworden. Außerdem habe ich inzwischen so gut wie alle „Fleischersatzprodukte“ ausprobiert, die die Supermärkte in der Nähe so hergeben. Besonders gut ist Räuchertofu – zum Beispiel angebraten im veganen Wrap.

Vegan
Wer sich vegan ernährt, verzichtet auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs.
Versprechen: Nachts könnt ihr beruhigt schlafen, denn euer Gewissen ist rein.
Realität: Ersatzprodukte können nicht alles ersetzen. Nehmt euch vor Mangelernährung in Acht!

Tag 14

Bloß gut, ist die vegane Zeit bald rum! Gestern war ich im Kino und konnte glücklicherweise Popcorn, zubereitet mit Öl, essen. Im Freudentaumel habe ich noch ein Eis dazu gekauft – großer Fehler, denn da ist ja Kuhmilch drin!

Morgen früh werde ich mir erstmal ein ofenfrisches Käsebrötchen beim Bäcker kaufen – darauf hab ich richtig Bock! Niemals hätte ich gedacht, dass gerade der Verzicht auf Milchprodukte schwer für mich wird.

Vegane Ernährung macht mich auf Dauer nicht glücklich. Die veganen Angebote sind inzwischen sehr groß, aber sobald man unterwegs ist, wird es schwer, überhaupt was zu essen zu finden – immer muss man bei Kellnern nachfragen oder sie bitten, bestimmte Inhaltsstoff wegzulassen. Das nervt! Außerdem muss man aufpassen, dass man sich ausgewogen ernährt, weil einem schnell Vitamine fehlen. Ein regelmäßiger Check beim Hausarzt wird dann Pflicht!

Zuckerfrei, Anja

Tag 1

Zwei Wochen zuckerfrei leben, oder eher überleben. Ich bin bekennender Zuckerjunkie. Wenn ich Kaffee trinke, dann immer halb/halb: Hälfte Kaffee, Hälfte Zucker. Für Karamell würde ich töten und Desserts sind meine Leibspeise. Zu meinem Entsetzen muss ich feststellen, dass nun mein gesamter Speiseplan neu gestaltet werden muss. Keine Fertigpizzen oder Mikrowellengerichte mehr – alles, was mir gut schmeckt und sich leicht zubereiten lässt, ist gestrichen.

Wenn ich nicht verhungern will, muss ich wohl selbst kochen. Ich fange mit etwas einfachem an: Spaghetti mit Tomatensauce. Motiviert rolle ich meinen Einkaufswagen durch den Supermarkt und hole alles, was man für dieses leckere Mahl braucht. Nudeln, Kräuter und … kein Ketchup. Der besteht praktisch nur aus Zucker. Mist. Dann eben Spaghetti mit Öl und viel Knoblauch. Schön stinkig, genau wie meine Laune!

Tag 4

Die letzten Tage schwankten zwischen Euphorie-Gefühl und totaler Verzweiflung, aber es geht bergauf. Mittlerweile habe ich mich auch an das Kochen gewöhnt und einige leckere Rezepte gefunden, die ohne Zucker auskommen. Obst am Nachmittag ersetzt die süßen Snacks. So weit, so durchorganisiert. Aber auch wenn ich mir einrede, dass alles bald vorüber und Zucker schlecht und ungesund ist, bin ich tierisch genervt. Noch nie war Ernährung ein Thema für mich. Ich esse, was mir schmeckt. Auf einmal muss ich mir bei jeder Mahlzeit Gedanken machen. Wo bleibt da der
Spaß am Essen? Den gibt es nicht mehr. Und das halte ich für ungesünder als ab und an einen Kaffee mit fünf Löffeln Zucker zu trinken.

Tag 9

Über die Hälfte der Zeit ist geschafft. Und ich habe mich bereits an meine neue Ernährungsweise gewöhnt. Dennoch vermisse ich immer mehr, einfach das essen zu können, auf das ich gerade Lust habe, ohne vorher die Zutaten studieren zu müssen. Und ich sehne den Moment herbei, in dem ich herzhaft in ein Stück Sahnetorte beißen kann. Diese und ähnliche Tagträumereien halten mich aufrecht. Tschakka!

Tag 14

Ich habe es nicht geschafft. Das letzte Wochenende hat mir meinen stählernen
Willen gebrochen. Da mein ganzes organisatorisches Talent für die Erstellung eines zuckerfreien Speiseplanes herhalten musste, hatte ich den Feiertag vergessen. Die Folge: ein (für mich) leerer Kühlschrank.

Zuckerhaltige Nahrung, bspw. Fertigpizzen, hab’ ich dagegen immer daheim. Also muss ich wohl oder übel in den süßen Apfel beißen und kurz vorm Ziel abbrechen.

Die letzten Tage waren anstrengend und frustrierend. Dabei spielte es keine Rolle, dass ich mich anders als gewohnt ernährt habe. Das große Problem war der Zwang. Ich musste mich zuckerfrei ernähren, ich musste die Packungsrückseite studieren, ich musste planen und konnte nicht mehr spontan sein. Auch wenn ich in Zukunft bestimmt vernünftiger essen werde, so hat mir diese Erfahrung gezeigt, dass für mich der Spaß am Essen am wichtigsten ist. In diesem Sinne: Guten Appetit!

Zuckerfrei
Bei der zuckerfreien Ernährung wird auf industriell hergestellten Zucker verzichtet.
Versprechen: Als Omi oder Opi werdet ihr nicht an Diabetes oder anderen Spätfolgen leiden.
Realität: In kleinen Mengen versüßt Zucker den Alltag.

 

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