Schmökern

„Eine Liebe so
groß wie du“

Erwachsenwerden, die erste eigene Wohnung und eine alkoholabhängige Mutter – Lauren und ihre geliebte Hündin Gizelle machen all das gemeinsam durch. Doch Laurens Leben ändert sich an dem Tag, an dem bei ihrer Hündin unheilbarer Krebs diagnostiziert wird. SPIESSER-Autorin Mona hat für euch tapfer gegen die Tränen gekämpft und berichtet.

09. Oktober 2017 - 13:56
SPIESSER-Autorin MissCuriosity.
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MissCuriosity Offline
Beigetreten: 08.09.2012

Worum geht's?

Die junge Wahl-New Yorkerin Lauren und ihre Mastiff-Hündin Gizelle sind sieben Jahre durch dick und dünn gegangen, bis bei ihrem vierbeinigen Freund Knochenkrebs diagnostiziert wird. Lauren weiß, dass ihnen nicht mehr viel gemeinsame Zeit übrig bleibt. So beschließt sie, eine Liste zu erstellen mit all den Dingen, die die beiden noch zusammen erleben wollen: bei Schnee am Meer spazieren gehen, das Disneyland besuchen, gemeinsam Eis essen und in den frühen Morgenstunden auf dem Times Square spazieren gehen. Lauren findet ihre erste große Liebe, kämpft mit dem Alleinsein und der Angst, verlassen zu werden. Denn Gizelles Leben nähert sich dem Ende.

Wer steckt dahinter?

Lauren Fern Watt ist 1989 geboren und neben ihrer Autorinnentätigkeit auch Reisejournalistin. In ihrem Buch erzählt und verarbeitet sie einen persönlichen Schicksalsschlag: mit 23 Jahren ging sie zusammen mit ihrer Mastiff-Hündin nach New York. Nach dem Tod ihrer Hündin zog sie nach Los Angeles.

Kurz und knapp oder dicker Schinken?

268 Seiten – die perfekte Länge und weder zu kurz noch zu lang. „Eine Liebe so groß wie du“ liest sich sehr kurzweilig und ich konnte mich schon nach den ersten Seiten mit der Hauptdarstellerin Lauren identifizieren. Die Autorin schildert ehrlich und offen, wie schwierig das Erwachsenwerden sein kann und was es heißt, loszulassen.

Eine Liebe so groß wie du

Autor: Lauren Fern Watt
Verlag: S. Fischer Verlag
Veröffentlichung: August 2017
Seitenzahl: 268

Für die Bahn, den Sessel oder den Pausenhof?

Das Buch eignet sich perfekt für die kühlen Herbsttage, an denen man sich mit einem warmen Tee auf dem Sofa einkuschelt und liest. „Eine Liebe so groß wie du“ ist kein Buch, das sich gut in der hektischen U-Bahn oder auf dem Schulhof lesen lässt, dafür ist es zu emotional.

Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie schwer ist es, das Buch wegzulegen?

Die Geschichte lässt sich bis kurz vor dem Ende locker leicht lesen und man kann das Buch weglegen, um später problemlos wieder in die Erzählung zu finden. Trotzdem ist es so gefühlvoll, offen und ehrlich geschrieben, dass man an Laurens Schicksal teilhaben möchte und auf das Ende hin fiebert. Schafft Gizelle es doch noch? Finden sie und ihre alkoholkranke Mutter wieder zueinander? Gibt es ein Happy End? Daher gebe ich dem Buch eine 7.

Wem borgt man es als erstes?

Einer Freundin, die gerne Bücher liest, die auf wahren Begebenheiten beruhen und bei denen man auch mal eine Träne verdrückt. Und natürlich Hundeliebhabern, denn die Hauptrolle in diesem Roman spielt eine über 70 Kilogramm schwere Hündin! Lauren erzählt herrlich schonungslos über ihre Selbstzweifel, Ängste und Gefühle nach dem Umzug in eine völlig fremde Stadt und über die letzten Monate mit Gizelle – ihrer besten Freundin und Seelenverwandten.

Lieblingszitat:

„Mit der Fähigkeit, im Augenblick zu leben, die kleinen Dinge zu genießen und jeden Tag wie einen Neuanfang anzugehen, ein neues Abenteuer, egal, wo auf der Welt ich mich befinde oder womit ich gerade zu kämpfen habe. Ja, mit der bedingungslosen Liebe und dem freien Geist eines Hundes zu leben – das wäre ein Traum.“ (Seite 264)

In drei Worten:

emotional, herzzerreißend, ehrlich

 

Text+Teaserbild: Mona Lesjak

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