Schmökern

„Hasta la Vista, Baby“

SPIESSER-Autorin Pauline ist fasziniert von der Hippie-Kultur der 60er/70er Jahre und hat sich deswegen mit dem Roman „Hasta la vista, Baby“ von Wolfgang Pollanz befasst. Der Roman spielt in den späten 70ern in L.A und entwickelt sich zu einem spannenden Krimi, den Pauline nicht mehr aus der Hand legen wollte.

31. Mai 2017 - 09:20
SPIESSER-Autorin p.at.ponyhof.
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p.at.ponyhof Offline
Beigetreten: 03.03.2016

Worum geht's?

Arno Weisenegger hatte die Nase gestrichen voll von seinem österreichischen Kaff und will versuchen, sein großes Glück im sonnigen Kalifornien zu finden. In L.A., da wo die Schönen und Reichen leben, fühlt er sich deutlich wohler als im engstirnigen Österreich. Arno hofft, ein Teil der amerikanischen Gesellschaft werden zu können, indem er sich die Sprache und den Lifestyle der Amerikaner aneignet. Um ein vollwertiger amerikanischer Bürger zu sein, möchte Arno einen tollen Job finden, der ihm endlich auch die nötige Anerkennung seiner Familie in Österreich verschafft. Leider hat Arno nicht so viel Glück bei der Berufswahl: Seine angestrebte Bodybuilder-Karriere bringt nicht den erhofften Erfolg und auch sein Quereinstieg als Privatdetektiv endet in einem gefährlichen Chaos. Es kommt sogar so weit, dass Arno nicht nur um sein eigenes Leben, sondern auch um das seiner geliebten Freundin Tamara bangen muss.

Die Geschichte um Arno Weissenegger spielt im Amerika der 70er Jahre und spiegelt die Atmosphäre dieser Zeit perfekt wieder. Als Leser wünscht man sich zum Einen, Teil dieser sorglosen Hippie-Welt zu sein, aber zum Anderen schockiert einen doch der starke Drogenkonsum, der zu dieser Zeit allgegenwärtig war. Wolfgang Pollanz bettet die spannende Geschichte des Arno Weissenegger in ein Geflecht aus historischen Fakten aber auch Verweisen aus der Popmusik und der Filmbranche. Es soll nur so viel gesagt sein: Der Hauptcharakter dieses Buches ähnelt Arnold Schwarzenegger in so vielen Dingen, dass man das Gefühl hat, dessen Biographie in den Händen zu halten. Hasta la vista, Baby!

Wer steckt dahinter?

Der spannende Schmöker wurde von Wolfgang Pollanz verfasst. Daher verwundert es auch keinen, dass dabei ein solch aufregendes Buch entstanden ist. Pollanz selbst fasziniert mit einem beeindruckenden Lebenslauf: Der gebürtige Österreicher gründete die Zeitschrift „Sterz“ und zeigte sein Talent zum Schreiben auch als Sänger und Texter in der Band „The Isolierband“. Neben diesen Tätigkeiten veröffentlichte er viele Artikel in Literaturzeitschriften aber auch zahlreiche Bücher sowie einige Hörspiele und Theaterstücke. Sein vielfältiges Interesse spiegelt sich auch in dem Roman „Hasta la vista, Baby“ wieder. Er verknüpft die dramatische Geschichte des Österreichers spielend leicht mit geschichtlichen Fakten Amerikas. Österreich meets Hollywood/Woodstock!

Kurz und knapp oder dicker Schinken?

Mit 195 Seiten ist „Hasta la vista, Baby“ ein knackig-kurzer Krimi, der sich schnell lesen lässt. Obwohl das Buch wirklich nicht der Gattung „dicker Schinken“ angehört, schafft es der Autor, auf den wenigen Seiten, neben der eigentlichen Geschichte auch viel über die damalige Zeit zu berichten.

Hasta la Vista, Baby

Autor: Wolfgang Pollanz
Verlag: Milena Verlag
Veröffentlichung: März 2017
Seitenzahl: 196

Für die Bahn, den Sessel oder den Pausenhof?

Am besten ist das Buch geeignet für den Pausenhof. Dann könnt ihr euch mit euren Klassenkameraden über Arnos Abenteuer austauschen! Nur passt auf, dass ihr beim Schmökern das Pausenklingeln nicht überhört

Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie schwer ist es, das Buch wegzulegen?

Arno verwickelt sich von der ersten Seite an in kuriose und riskante Geschichten, sodass es dem Leser schwer fällt, den Roman beiseite zu legen. Deshalb würde ich eine gute 7 vergeben. „Hasta la Vista, Baby“ steigt vielleicht nicht in die Favoritenliste eines jeden Lesers auf aber dennoch ist es ein Buch mit großem Unterhaltungswert.

 

Wem borgt man es nach dem Lesen als erstes?

Das Buch wird sowohl Krimiliebhaber als auch Personen begeistern, die am liebsten mit der Zeitmaschine zum Woodstock-Festival reisen würden. „Hasta la vista, Baby“ ist aber auch geeignet für Personen, die den „American Dream“ genauso faszinierend und interessant finden wie ich. Der Wunsch, an einem der sonnigen Strände von Kalifornien zu liegen, wird von Seite zu Seite größer!

Lieblingszitat:

Der Titel des Buches: Hasta la vista, Baby. Das Zitat aus dem Film „Terminator 2“ von 1991 lässt sich einfach wunderbar als Abschiedsformel nutzen. Probiert es mal aus, euer Gegenüber wird begeistert sein von dem Draufgänger-Flair, das euch dann umgibt!

In drei Worten:

Explosiv, mitreißend, lebendig.

 

Text+Teaserbild: Pauline Kaboth

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