Kinofeeling

Heath Ledger im Kabinett des Dr. Parnassus

Ein „Wirbelwind der Phantasie“ soll er sein, dieser Film. Und zusätzlich wird eine Besetzung geboten, die jedes Mädchenherz höher schlagen lässt.

15. Januar 2010 - 15:31
von SPIESSER-Autor Holm Kräusche.
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Holm Kräusche Offline
Beigetreten: 25.04.2009

Zwei gute Gründe also für Autor Holm und Marketingfrau Sarah, um sich – gestärkt mit Hot-Dogs aus einem schwedischen Einrichtungshaus – in die Kinosessel fallen zu lassen.

Die Erwartungen an den Film sind groß, ist es doch das letzte Projekt, an dem Heath Ledger vor seinem Tod mitwirkte. Dann wollen wir doch mal sehen, ob unsere hohen cineastischen Ansprüche erfüllt werden können.


Heath Ledger als "Tony" Bild: Tele München Gruppe

Warum schauen wir den Film?

Heath Ledger, Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell ... reicht das? Außerdem ist es Heath Ledgers letzter Film. Ihr wisst schon: der Joker aus Batman, der mit dem posthumen Oscar. Die anderen drei Herren sind in den Szenen, die er aufgrund seines Todes nicht mehr spielen konnte, eingesprungen.


Ein Blick in die Traumwelt eines kleinen Jungen. Bild: Trailer-Screenshot

Worum geht’s?

Ein alter Mann, Dr. Parnassus, der glaubt die Welt werde vom Geschichtenerzählen zusammengehalten, wettet mit dem Teufel, gewinnt und erhält ewiges Leben. Davon angespornt wettet er immer weiter. Es geht stets darum, wer zuerst eine bestimmte Anzahl an Seelen an sich bringt.

SPIESSER.de schaut öfter Kinofilme. Zuletzt:
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Paranormal Activity
2012
New Moon
Boah, wie geil!?!

Der alte Mann hat ein fahrendes Haus, in dem der Besucher seine bevorzugte Traumwelt vorfindet. Das klappt aber nur, wenn der Alte sich konzentriert. Die Traumwelten entlocken dem Zuschauer durchaus den Satz: „Boah, wie geil?“. Der jeweilige Träumer muss sich zwischen Gut und Böse entscheiden, zum Beispiel  zwischen einem beschwerlichen Berganstieg und einer urigen Kneipe.Von dieser Entschiedung hängt ab, ob die Seele an den ollen Doktor oder an den Teufel geht.


Das Kabinett des Dr. Parnassus. Bild: Tele München Gruppe

Wer sitzt neben uns?

Der weinende Geist von Heath Ledger, der mit ansehen muss wie Johnny Depp und Co. seine Rolle übernehmen und besser spielen als er.

Der ideale Moment um aufs Klo zu rennen?

Ihr habt zwei Möglichkeiten: Einerseits ist der Film in sich geschlossen und es bietet sich an, nichts zu verpassen. Andererseits könnte man die ganze Geschichte auch für ein wenig belanglos halten. Im ersten Falle solltet ihr den Klogang vermeiden, im zweiten ist eigentlich wurscht, wann ihr pullern geht.

Die neun Euro Eintrittsgeld …

sind gut angelegt, denn ihr könnt bei der nächsten Oscarverleihung behaupten, dass ihr die große schauspielerische Leistung des Heath Ledger, der gerade seinen zweiten Preis posthum einstreicht, auch hier schon erkannt habt. Denn Oscar-reif ist allein schon wie er am Strick unter der Brücke hängt!

Der Film in einem Satz

„Und dann sind wir frei!“, hofft der alte Mann, der nur noch eine Wette gegen den Teufel gewinnen muss. In der neusten geht's nämlich um seine Tochter und die würde er zwar ganz gerne behalten, braucht sie aber als Einsatz für Ruhe vor dem Teufel.

Hinterher ...

wissen wir nicht so recht, was wir über den Film sagen sollen. Toll anzuschauen sind die Welten des Dr. Parnassus durchaus. Die Dialoge haben Witz, die Charaktere sind glaubhaft. Aber trotzdem: Mehr als zwei Stunden Unterhaltung ohne großartige Kopfarbeit oder bleibende Eindrücke sind alles, was bleibt. Und die Moral des Films? „Wette nie mit dem Teufel, denn er lässt dich nur gewinnen, wenn er daraus einen Vorteil ziehen kann.“

Zum guten  Schluss der Trailer

Teaserbild: Tele München Gruppe

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Kommentare

Sieben Kommentare
  • außer das hier ein mann mit dem teufel kommuniziert - sehe ich eig. kaum gemeinsamkeiten.

  • Gut die Moral aus der Geschicht lässt sich auch schon im Faust finden - trotzdem wir sind mit hohen Erwartungen in den Film gegangen und sind leicht enttäuscht wieder raus gegangen, denn von den Traumwelten sah man wenig (bzgl. der Gesamtlänge)..irgendwie hat mich auch verwirrt, dass der Film in der aktuellen Zeit spielte. An manchen Stellen war es zu langatmig.

    Ansonsten war´s top =)

    Der Artikel is gut =)

  • holm, du hast es einfach drauf :D

    lg

  • Also ich finde ja, dass mit den Mädchenherzen stimmt schon ;) Zumindest in Bezug auf die Besetzung. Allein schon wegen Jude Law und Heath Ledger sollte man doch den Film mal sehen :D

    Allerdings wirst du irgendwann bereuen, was du böses über Heath Ledger geschrieben hast! *g* Von wegen oscarreif, wie er von der Brücke hängt.. tztz ;)

  • ... der Film nicht nur was für Mädchen (Besetzung, obwohl die natürlich schön anzusehen ist), sondern für jeden Terry Gilliam-Fan, der es schafft, seine Zuschauer in eine phantastisch-surrealistische Bilderwelt zu entführen. Ob wirklich jeder Film zwingend eine Moral haben muss, mag ich zu bezweifeln. Man kann natürlich bemängeln, dass die deutsche Synchronisation an einigen Stellen nicht wirklich gut ist und dass das Ende ein wenig holprig wirkt und sicherlich noch einige andere Sachen. Aber eine Rezension, egal für wen geschrieben, sollte doch immer noch den Anspruch haben, das besprochene Produkt nicht von vornherein mit Häme zu bedenken, sondern sich diesem objektiv nähern. Und vielleicht - wenn möglich - mal die Rechtschreibung kontrollieren. Merci.

  • "Wer sitzt neben uns?
    Der weinende Geist von Heath Ledger, der mit ansehen muss wie Johnny Depp und Co. seine Rolle übernehmen und besser spielen als er."

    Der Kommentar ist ehrlichgesagt ziemlich daneben, wenn Depp und Co. bessere Leistungen dargebracht haben, ist das gut, schön und what ever. Aber Ledger so ins Lächerliche zu ziehen, macht den Text gleich seichter.

  • Ich finde das "Oller" gehört hier nicht hin, zieht den ganzen Text ins lächerliche.

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