Kissenschlacht

Kissenschlacht im Nirgendwo

Erwachsen werden ist nicht einfach – das wissen auch Schauspieler Saskia Rosendahl und Ludwig Trepte. SPIESSER-Autor Daniel hat sich mit den beiden eine Auszeit gegönnt und zwischen kuscheligen Kissen über Träume, ihren neuen Film „Nirgendwo“ und Ganzkörperanzüge geplaudert.

09. November 2016 - 11:06
SPIESSER-Autor Minkho.
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Minkho Offline
Beigetreten: 06.11.2012

Daniel: In „Nirgendwo“ geht es um Zukunftsängste und das unermüdliche Streben nach Verwirklichung der sogenannten Generation Y. Was zeichnet für euch die „Y-Generation“ aus?

Saskia: Für mich ist es das Streben nach Individualität in einem Konstrukt, welches Individualität kaum zulässt.

Ludwig: Dass das, was du tust, Spaß macht, Freude bereitet und sinnvoll erscheint. Für mich bezieht es sich darauf, dass man herausfindet, was man möchte. Was sind meine Ziele? Was sind meine Stärken? Was möchte ich verwirklichen? Dass man nicht fremdbestimmt, sondern selbstbestimmt handelt.

Saskia Rosendahl (23)
Nachdem Saskia in „Lore“, „Für Elise“ und „Wir sind jung. Wir sind stark.“ mitgespielt hat, wurde sie 2013 für den NewFacesAward als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert. In „Nirgendwo“ spielt sie Dannys Jugendliebe Susu.
Und das meistens gegen den Willen des Elternhauses.

Ludwig: Total, darum geht’s! Aber das entsteht aus dem Wertewandel, der gerade stattgefunden hat und gegen die alte Denkweise „Mach Karriere und sicher dich ab!“ geht. Durch das digitale Zeitalter haben wir die Möglichkeit, ganz schnell ganz viel erreichen zu können. Das ist etwas, was uns von diesem Druck befreit und ihn gleichzeitig vergrößert. Hier Entscheidungen zu treffen, ist für viele gar nicht so leicht.

Saskia: Man bekommt nicht wirklich beigebracht, dass man Entscheidungen treffen darf. Ich habe das Gefühl, dass ich erst nach der Schule wirklich damit anfangen konnte.

In „Nirgendwo“ ist Dannys große Leidenschaft das Fotografieren und trotzdem entscheidet er sich für das BWL-Studium. Was sind eure Talente, was ist eure Leidenschaft?

Ludwig: Das schwankt immer, da ich viele Leidenschaften pflege, unter anderem das Fotografieren. Und das Musizieren.

Saskia: Ich tanze unglaublich gern. Und was mich noch gepackt hat, ist die Hebammen-Kunst.

Ludwig und Daniel: Die Hebammen-Kunst?!

Saskia: (lacht) Die Hebammen-Kunst! Ich weiß, wenn ich morgen nicht mehr drehen dürfte oder könnte, dass ich dann Hebamme werden möchte.

Im Film geht es darum, Entscheidungen zu treffen. Vor welcher großen Entscheidung standet ihr zuletzt?

Ludwig: Kaffee oder Tee. (beide lachen)

Saskia: Ich habe in der 11. Klasse angefangen zu drehen und nach der Schule ging es so weiter. Diese Entscheidung hat mich eher gefunden, als dass ich sie getroffen hätte. Obwohl ich nach der Schule alles selbst entscheiden wollte, was ich mache. Ich habe das dann einfach umgedreht und zu meiner Entscheidung gemacht.

Was hattet ihr für Träume in eurer Jugend und konntet ihr sie verwirklichen?

Ludwig: Rockstar sein war ein großer Traum! (lacht) Träume habe und hatte ich. Aber das sind eher Ziele geworden. Träume haben etwas Unerreichbares. Doch wer hindert mich an ihrer Verwirklichung, außer ich selbst? Weg mit dem Traum, her mit dem Ziel!

Ludwig Trepte (28)
Bekannt aus einigen Tatort-Folgen und Produktionen wie „Unsere Mütter, unsere Väter“ und „Deutschland 83“, bekam Ludwig 2008 den Grimme- Preis für seine Rolle in „Guten Morgen, Herr Grothe“. In „Nirgendwo“ spielt er die Hauptfigur Danny.
„Generation Y“ – da geht es oft um das Beharren auf die eigene Individualität. So kleidet sich der ein oder andere auch mal sehr extravagant. Was gilt für euch zurzeit als größte Modesünde?

Ludwig: Ungebügeltes Hemd. (lacht und guckt an sich runter) Nein, ich weiß nicht. Vielleicht V-Ausschnitt bei Männern, der so richtig tief ist.

Saskia: Für mich gibt es keine Modesünden. Ich finde es gut, wenn ich so etwas sehe und weiß, dem ist das egal.

Was ist mit euch? Kleidet ihr euch für eine Party extravaganter?

Saskia: Ne, eher so wie jetzt. Manchmal sogar viel entspannter. Ich ziehe gar nichts Besonderes an. Nur was bequem ist.

Ludwig: Bei mir ist das abhängig vom Anlass. Ich mag es, mich zu verkleiden. Das ist eine Art von Respekterweisung. Komm ich dem Anlass entgegen? Dementsprechend kleide ich mich auch.

Wie viel Zeit verbringt ihr morgens vorm Kleiderschrank?

Ludwig: Ich lege tatsächlich meine Kleidung schon abends raus. (lacht)

Und um dich zu entscheiden, was du anziehst?

Ludwig: Das geht relativ schnell, weil ich auch sehr ordentlich bin. Ich bügle tatsächlich auch. Beim Text lernen oder aus meditativen Gründen.

Saskia: Ich habe keinen Kleiderschrank. Bei mir ist alles ziemlich unordentlich. Manchmal dauert es deswegen auch sehr lang. Oder ich nehme einfach irgendetwas raus.

Was ist das peinlichste Kleidungsstück in deinem Kleiderschrank oder in deinem Klamottenhaufen?

Saskia: Ich habe einen Ganzkörperanzug. Der ist rosa, wuschelig und hat so geile Ohren. Ich weiß gar nicht, was das sein soll. Aber der ist richtig bequem! Das ist das Einzige, was ich draußen nicht anziehen würde.

Und zu guter Letzt: euer Lieblingsstück?

Ludwig: Ich habe einen tollen Anzug aus Tweedstoff – zwanziger Jahre. Wie bei „The Great Gatsby“! Den find ich klasse!

Kuschelzeit
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Zur Filmrezension von SPIESSER-Autorin Fabienne geht's hier lang!

Interview: Daniel Korenev
Fotos: Anja Nier
Video: Paul Henschel

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