Kinofeeling

Kurz.Film.Tour 2020: Botschaft schlägt Länge

Nachdem SPIESSER-Autorin Fabienne im November die Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises begleiten durfte, startet das neue Kurzfilm-Jahr mit einem weiteren Highlight: Im Januar gehen die Kurzfilme in Deutschland auf Tournee und erobern die Kinoleinwände.

27. Januar 2020 - 11:16
SPIESSER-Autorin Pamina96.
Noch keine Bewertungen
Pamina96 Offline
Beigetreten: 13.11.2013

Wie ich bei der Preisverleihung des Deutschen Kurzfilmpreises im November lernen durfte, ist der Deutsche Kurzfilmpreis in Form der Goldenen Lola bundesweit die wichtigste Auszeichnung für den Kurzfilm. Die Preisvergabe mit der Preisstatue, die mir im Gegensatz zu dem Oscar vorher noch völlig unbekannt war, erfolgt jedes Jahr im November durch die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Auf Basis der Vorschläge durch die Jury des Deutschen Kurzfilmpreises entscheidet die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, an welche Finalisten die Preise vergeben werden.

Kurzfilme unterwegs

Seit 1998 gehen die Nominierten und Preisträgerfilme auf Tournee, mit den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien als Hauptförderer und AG Kurzfilm e.V. als Veranstalter. Die nominierten Filme sind dabei bundesweit in deutschen Kinosälen verschiedenster Städte zu sehen. Zudem wird auf Festivals eine Auswahl der nominierten Streifen gezeigt und damit einem größeren Publikum an Sympathisanten und Kultur-Liebhabern zugänglich gemacht. Viele der nominierten Regisseure sind bei der Präsentation ihrer filmischen Kunstwerke dabei.

Kurz.Film.Tour 2020
Alle Infos zum Kurzfilmpreis und zur Tour findet ihr hier: kurzfilmtournee.de
Das Festival Max Ophüls Preis stellt sich hier vor: ffmop.de
Wir halten euch über Termine der Kurz.Film.Tour auf dem Laufenden! Folgt uns dafür am besten bei Facebook und Instagram!

Die Premiere der Kurz.Film.Tour findet beim Filmfestival Max Ophüls Preis am 23. Januar in Saarbrücken statt. Als Kurzfilme stehen dort „Die Tinte trocknet nicht“, „Dorotcha“, „32 R-Bit“, „Lake of Happiness“ und „Die letzten fünf Minuten der Welt“ auf dem Programm. Ab März und April sind während der Kurz.Film.Tour noch weitere Filme zu sehen.

Würdigung von Kurzfilmen

Von insgesamt 247 Einreichungen wurden zwölf Filme im Rahmen des Deutschen Kurzfilmpreises 2019 nominiert. Jährlich wird ein Gesamtbudget von 275.000 Euro für die Nominierungen und Filmpreise sowie für den fakultativen Sonderpreis ausgegeben, die die finanzielle Basis für neuen künstlerischen Stoff in filmischer Form bieten sollen. Zu den fünf Gewinnern unter den Kurzfilmen, die unter anderem auf der Kinoleinwand bewundert werden können, gehören die Titel „Der Proband“, „Die letzten fünf Minuten der Welt“, „Blue Boy“, „Inside me“ und „Wir sprechen heute noch Deutsch“. Die Kurzfilme behandeln verschiedenste gesellschaftliche und sozialkritische Themen wie Identität, Menschenrechte, Abtreibung und kulturelle Zwiespältigkeit, die auf künstlerische Art und Weise in filmischer Form interpretiert wurden.

Lange Tradition des Kurzfilms

Die Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreis, die bereits 1956 zum ersten Mal stattfand, zeigt, dass das Medium keinesfalls neu ist. Um dem Kurzfilm noch mehr Bedeutung zu verleihen und ihm den Weg in Richtung Kino zu ebnen, wurden ab 2000 die Kategorien vervielfacht, in denen er ausgezeichnet wird, sowie das Preisgeld erhöht. In den Jahren danach reichten die Preiskategorien von kurzen Spielfilmen über Animationsfilme bis hin zu Dokumentationen. Ein Sonderpreis wurde ebenfalls eingeführt. Internationale Anerkennung erlangte das Medium dadurch, dass die Sieger in den Kategorien Spielfilm und Animationsfilm automatisch am Auswahlverfahren des „Kurzfilm-Oscars“ teilnehmen.
Warum Kurzfilm?

Das Ausmaß der Kurz.Film.Tour zeigt, dass der Kurzfilm viel mehr Ansehen genießt, als es für Mainstream-Kinogänger wie mich auf den ersten Blick scheint. Lange im Gedächtnis geblieben ist mir die Aussage von Maria Trigo Texeira, der Regisseurin und Drehbuchautorin des ausgezeichneten Animationsfilms „Inside me“, der von einer ungewollten Schwangerschaft handelt: Kurzfilme seien für sie wie ein Gedicht – rätselhaft, experimentierfreudig und kreativ in der Kürze. Ihr Wunsch, dass Kurzfilme in der Öffentlichkeit mehr Wertschätzung erfahren und Eingang in die Kinos finden, scheint mit der Tour in Erfüllung zu gehen.

Ich selbst kann nach der Begegnung mit dem besonderen Medium Kurzfilm festhalten, dass durch die meist einfach gehaltene Inszenierung vielmehr als in 120-Minuten-Blockbusters mit millionenteuren Special Effects der künstlerische Gedanke zum Tragen kommt. Aus den Gesprächen mit den nominierten Filmregisseuren und Jurymitgliedern bleibt mir die Erkenntnis im Kopf, Kurzfilme dienten nicht dazu, einen ganzen Abend zu unterhalten. Sie sollen vielmehr kurz und prägnant eine Botschaft vermitteln, die dafür weit über die Filmlänge hinausreicht.

 

Text: Fabienne Kollien
Teaserbild: Aus DIE TINTE TROCKNET NICHT“ von Felix Herrmann

Dir gefällt dieser Artikel?

Kommentare

Ersten Platz sichern und jetzt einen Kommentar schreiben!
Mehr zum Thema „Kinofeeling
  • Onlineredaktion
    Kinofeeling

    Serienfeeling: Unorthodox

    Inspiriert von Deborah Feldmans Memoiren „Unorthodox – die skandalöse Ablehnung meiner chassidischen Wurzeln“ erzählt die am 26. März startende Netflix-Serie die Flucht und die Befreiung der jungen Esthy. Dass es einen Unterschied zwischen Flucht und Befreiung gibt, wird

  • marlenesk
    Kinofeeling

    Serienfeeling: Unterleuten

    Wenn aus Nachbarn Gegenspieler werden: Der ZDF-Dreiteiler (Romanverfilmung von Juli Zeh) nimmt die Zuschauer mit in den Mikrokosmos Dorfleben in Brandenburg, erzählt über Windkraftenergie und das alltägliche Leben.

  • Kevin Groth
    Kinofeeling

    Serienfeeling: 8 Tage

    In einander verwebte Schicksale im apokalyptischen Setting – „8 Tage“ hat Autor Kevin in vielerlei Hinsicht überzeugt, auch wenn die Serie in den ersten Folgen eine Schwelle birgt. Hat man die passiert, ist man jedoch „am Ende sogar etwas traurig, dass es nicht zwölf Tage waren.“

  • mori-rau
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Scary Stories to tell in the Dark

    Back to the 70ies in ein Bisschen gruselig – „Scary Stories to tell in the Dark“ von Guillermo del Toro erscheint am 12.3. auf DVD und Blu-ray. SPIESSER-Autor Moritz konnte sich fürs Setting begeistern, vermisste aber den Grusel- und Horrofaktor.

  • Miss_Sophia_
    Kinofeeling

    Serienfeeling: Spides – Berlin ist erst der Anfang

    In „Spides“ trifft Science Fiction auf Hauptstadt, die zum Schauplatz einer düsteren Verschwörung wird, irgendwo zwischen Gut und Böse. SPIESSER-Autorin Sophia fasst die ersten drei Folgen der Serie zusammen: undurchsichtig, creepy, weird.

  • Lena B.
    Kinofeeling

    Kinofeeling: The Gentlemen

    Meisterhafte Charaktere meisterhaft besetzt. Wieso Guy Ritchies „The Gentlemen” (Kinostart: 27. Februar) SPIESSER-Autorin Lena an „Der König der Löwen“ erinnert, lest ihr hier.

  • Individuot
    Kinofeeling

    Serienfeeling: Bad Banks 2

    Nach der Krise ist vor der Krise und Jana verstrickt sich immer mehr in ein makabres Netz aus Macht, Manipulation und Abhängigkeit – wer gegen wen was in der Hand hat wird zunehmend komplizierter. Die zweite Staffel „Bad Banks“ erscheint am 6. Februar und trägt die alten Konflikte

  • Monalisaqueck
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Romys Salon

    „Das ist die Geschichte meiner Oma und mir.“ Die 10-jährige Romy nimmt dich in dem Film „Romys Salon“, der nach dem Roman von Tamara Bos verfilmt wurde, mit auf eine Reise – die Reise einer Schülerin und ihrer erkrankten Oma. Autorin Mona-Lisa fand den Film absolut

  • Der Mann den Sie Pfirsich Nannten
    5
    Kinofeeling

    „Ein Leben als Bauer und die Kamera mit dabei“

    August Diehl ist Schauspieler in Film und Theater, bekannt unter anderem aus Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“. Ende Januar ist er Teil der Crew einer weiteren Hollywood-Größe in „Ein verborgenes Leben“ (A Hidden Life) von Terrence Malick. Im Film spielt Diehl

  • Der Mann den Sie Pfirsich Nannten
    5
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Ein verborgenes Leben („A Hidden Life“)

    Franz Jägersttätter, ein Name, der vergessen werden sollte, es aber nicht darf. Der Österreicher ist ehrwürdiger Bauer; Versorger von Familie, Dorf und Land mit einem gut geeichten moralischen Kompass. Leider wurde er in eine Zeit geboren, in der Moral eine Straftat war, in Zeiten des Nationalsozialismus.

  • Miss_Sophia_
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Jojo Rabbit

    SPIESSER-Autorin Sophia hat von der Satire mit Scarlett Johansson und Rebel Wilson mehr erwartet. Die Story rund um einen Jungen, der in der NS-Zeit lebt und Adolf Hitler als imaginären Freund hat, fasst sie zusammen mit: Albern. Sinnfrei. Nicht ernst zu nehmen.

  • Kirschblütenrot
    4
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Das Vorspiel

    Anna kämpft als Geigenlehrerin mit den Wünschen und Chancen des eigenen Lebens mal unentschlossen, mal zweigespalten, mal verzweifelt. SPIESSER-Autorin Stephanie hat sich das Drama mit starkem Bezug zur klassischen Musik angesehen, für sie selbst überraschenderweise mit viel Entsetzen und Mitgefühl.

  • Miss_Sophia_
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

    „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ erzählt die Geschichte des neunjährigen Mädchens Anna Kemper und ihrer Familie während der Zeit der Nationalsozialisten. Dabei bleibt die Kamera stets ganz nah an den Erfahrungen der Darsteller und dem kindlichen Blick auf die Welt.

  • Alaniel
    Kinofeeling

    Serienfeeling: „Der Pass“

    Nichts für schwache Nerven! „Der Pass“ ist zwar ein Krimi à la Tatort, geht allerdings noch viel weiter und füllt den grundsätzlichen Rahmen einer Ermittlung mit spannenden Effekten, Überraschungen und Gänsehaut-Feeling. „Der Pass“ ist ganz sicher

  • JillTaylor
    Kinofeeling

    Serienfeeling: „Fariña – Cocaine Coast“

    In den 1980er Jahren bietet ein junger spanischer Fischer südamerikanischen Kokainhändlern Zugang zum europäischen Markt und wird so zu einem unglaublich erfolgreichen Drogenschmuggler. SPIESSER-Autorin Nicole hat die erste Staffel einer richtig aufregenden Serie gesehen.

  • teaserette
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Filme über frauenliebende Frauen

    Ein Aufschrei ging durch das Internet, als vor kurzem der Trailer für „The L Word: Generation Q“ veröffentlicht wurde. Am 8. Dezember ist es also soweit: Es wird wieder geliebt in Los Angeles! Drei Damen aus der Nuller-Jahre-Kultserie kehren zurück, ansonsten wird eine neue

  • sophielorraine.senf
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Auerhaus

    1983, irgendwo in der Einöde eines westdeutschen Dorfes, entscheiden sich vier Schüler gemeinsam in einem alten Bauernhaus eine WG zu gründen. Das Haus wird Herberge ausufernder Partys, lauschiger Nachmittage und existenzieller Krisen. SPIESSER-Autorin Sophie hat beim Anschauen bereits

  • Pamina96
    Kinofeeling

    Deutscher Kurzfilmpreis 2019: Gedicht auf Leinwand

    Kinofilme von über neunzig Minuten Länge kennt fast jeder – doch wie sieht es mit der kürzeren Variante aus? Bei der Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises konnte SPIESSER-Autorin Fabienne in den extravaganten Sälen der Elbphilharmonie ein neues Medium filmischer Kunst kennen lernen.

  • Blütenblatt
    Kinofeeling

    „Alle, die vor dir kommen, bist du“

    Weihnachten – das Fest der Liebe. Doch die Familienzusammenkunft unter dem Tannenbaum endet selten so harmonisch wie es sich alle wünschen. Von weihnachtlichen Familienkonflikten handelt auch die neue Netflix-Serie „Zeit der Geheimnisse“. SPIESSER-Autorin Naomi hat mit der Drehbuchautorin

  • Blütenblatt
    Kinofeeling

    Kinofeeling – Was gewesen wäre

    Die Beziehungsproblematik eines Paares im mittleren Alter, das Aufwachsen in der DDR und die politischen Probleme Ungarns unter Orban. Zu wenig thematische Abwechslung kann man dem Film „Was gewesen wäre“ nicht vorwerfen. Ob dieser Themenspagat aber auch gelungen ist, ist eine andere Frage.

  • Blütenblatt
    1
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Booksmart

    Man nehme zwei Streber auf der Suche nach einer Hausparty, einen Millionärssprössling und eine Verrückte auf Drogen. Heraus kommt eine epische Nacht. SPIESSER-Praktikantin Naomi hat sich den Film „Booksmart“ für euch angesehen und mit gemischten Gefühlen das Kino verlassen.

  • Blütenblatt
    Kinofeeling

    Kinofeeling: But Beautiful

    Dokumentationen zeigen uns oft die harte Realität und hinterlassen ein Gefühl der Ohnmacht. „But Beautiful“ geht die Dinge auf andere Weise an. Diese Doku zeigt uns die schönen Seiten des Lebens und wirkt dabei nicht weniger aufweckend und inspirierend.

  • Blütenblatt
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Lara

    Wieviel kann die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrem Sohn aushalten? Ab wann wird die familiäre Bindung zu Belastung? Diese und weitere Fragen wirft der neue Film „Lara“ auf. SPIESSER- Autorin Naomi war vor allem von der musikalischen Gestaltung des Films angetan, aber auch die

  • mclovin
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Verteidiger des Glaubens

    Im April 2005 wurde der Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst gekürt. Unter dem Namen Papst Benedikt XVI sollte er weltweit bekannt werden. Damit hielt der gebürtige Bayer den Vorsitz in einer der größten Institutionen der Welt. „Verteidiger des Glaubens“ zeigt den Werdegang

  • Blütenblatt
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Nur eine Frau

    Stell dir ein Leben vor, in dem die Familie alles ist und ihre Ehre mehr zählt als deine Existenz. Stell dir ein Leben vor, in dem du keine Rechte hast und deine Eltern und Brüder bestimmen, was du trägst, wo du wohnst oder wen du heiratest. Für den Großteil von euch ist das

  • mclovin
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Das Kapital im 21. Jahrhundert

    Das Kapital verbinden die meisten Menschen mit Industrialisierung, Kommunismus und Karl Marx. Dass der deutsche Gesellschaftstheoretiker mit seinem Werk jedoch eine sehr kritische Analyse des kapitalistischen Wirtschaftssystems geschaffen hat, wird häufig außen vor gelassen. Wie wichtig diese

  • Blütenblatt
    Kinofeeling

    Kinofeeling: Welcome to Sodom

    Giftige Rauchschwaden, brennende Kabel und Berge an Elektroschrott wohin das Auge reicht. Die Dokumentation „Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ zeigt uns das Leben der Verlierer der digitalen Revolution in der ghanaischen Hauptstadt Accra.

  • Noe_SB
    5
    Kinofeeling

    Dem Horizont so nah

    Jessica Koch schrieb vor zehn Jahren ihre tragische Jugendgeschichte nieder, doch verbrannte sie. Es kostete sie Mut und Überwindung, eine zweite Version zu verfassen, die mit 500.000 E-Book-Lesern auf großen Erfolg stieß. Ihr herzzerreißendes Drama kommt am 10. Oktober in die

  • Dana Marie
    Kinofeeling

    Deutschstunde

    Während des zweiten Weltkrieges verbietet das Nazi-Regime expressionistische Kunst. Der Maler Max bekommt die Botschaft von seinem Freund und Dorfpolizisten Jens überbracht – und ein erbitterter Streit entwickelt sich. Mittendrin: Jens‘ Sohn Siggi, der auch das Patenkind von Max

  • strumpfmitloch
    Kinofeeling

    Systemsprenger

    Benni sieht aus wie ein kleiner Engel: blonde Haare, schüchternes Lächeln. Aber Benni kann auch anders. Sie hat Probleme, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten, was zu aggressiven und gefährlichen Ausbrüchen führt. Das Mädchen wird von Pflegeeinrichtung zu Pflegeeinrichtung