Kinofeeling

Luna

Von heute auf morgen auf der Flucht und allein. Die 17-jährige Luna durchlebt den grausamen Mord an ihrer Familie und wird selbst zur Gejagten. SPIESSERin Marie war in Spionagelaune und hat den Film nicht aus den Augen gelassen.

23. Februar 2018 - 12:58
SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Worum geht's?

Luna findet sich von jetzt auf gleich ohne Familie und gejagt von FSB-Agenten (FSB: Sicherheitsdienst der Russischen Föderation) wieder. Was sie nicht wusste: Ihr Vater war selbst einmal russischer Geheimagent, bis er vom BND enttarnt wurde und die Seiten wechselte. Jemand hat ihn jetzt an die Russen verraten. Nun ist Luna auf sich alleine gestellt – ohne Mutter, Vater und Schwester.

Die 17-jährige wird von Hamid, einem guten Freund ihres Vaters, erst einmal in Sicherheit gebracht, auch wenn das nicht von langer Dauer ist. Die beiden werden aufgespürt und befinden sich nun gemeinsam auf einer Mission: Die Beschaffung der Informationen, die Lunas Vater dem BND über die Russen geben wollte. Aber wo bloß danach suchen? Luna weiß gar nichts über das Leben ihres Vaters, wie es scheint. Hamid war selbst russischer Geheimagent und hilft Luna, das Chaos zu überstehen. Schließlich stellt sich ihr die Frage: War die deutsche Familie auch bloß Teil des Jobs ihres Vaters?

Inmitten des Schocks über den plötzlichen und gewaltsamen Tod ihrer Familie und der Angst, selbst bald Opfer einer Hinrichtung zu werden, kämpft sich das junge Mädchen durch eine scheinbar unüberwindbare Zeit und behält tapfer die Nerven. Für sie ist klar: Ich werde nicht fliehen, sondern kämpfen!

Wer spielt mit?

Luna wird von der deutschen Schauspielerin Lisa Vicari verkörpert. Sie ist ein relativ neues Gesicht auf der Kinoleinwand, außer man hat sie schon in „Hanni und Nanni“ (2010) oder in der Netflixproduktion „Dark“ (2017) gesehen. Carlo Ljubek (Hamid) kennt man bereits aus einigen deutschen Verfilmungen, wie beispielsweise dem „Tatort“ (2014), oder von der Schauspielbühne. Außerdem dabei ist Rainer Bock als BND-Chef.

Filmischer Augenschmaus?

Der Akzent des Films liegt eher auf der Handlung als auf imponierenden Bildern. Besonders der Moment, in dem Lunas Familie umgebracht wird, ist nichts für schwache Nerven, da die Tat sehr direkt gezeigt wird. Wem das zu hart ist, lieber weggucken!

Gibt’s was zu meckern?

Die Idee des Films hat durchaus Potential. Leider ist die Umsetzung etwas trocken. Spannung kommt nicht wirklich auf und das Geschehen, so schrecklich es ist, schreitet eher belanglos an einem vorbei.

Braucht man Taschentücher?

Jein. Vor allem der Anfang ist nur schwer verdaulich, aber man ist eher geschockt als traurig, da Luna im Film auch nicht so richtig zum Trauern kommt.

Mit wem angucken?

Fans von (russischen) Spionen

Auf einen Blick
Action: ✪
Romantik:
Humor:
Niveau: ✪ ✪
Bildungsfaktor: ✪
Was macht man danach?

Die wahre Begebenheit googeln.

In 3 Worten:

Mh, Auweia, Wieso?

Große Leinwand oder kleiner Bildschirm?

Ich denke, dass der Film auf einer großen Leinwand nochmal anders zur Geltung kommt. Auf dem Laptopbildschirm ist einiges an Eindrücken verloren gegangen.

Mainstream oder Independent?

Es macht den Eindruck, der Film sei Independent angelegt worden. Die Schauspieler sind semi-bekannt oder neu, nur ist einiges bei der Umsetzung auf der Strecke geblieben.

Luna

Regie: Khaled Kaissar
Darsteller: Lisa Vicari, Carlo Ljubek, Branko Tomovic, Rainer Bock uvm.
Kinostart: 15. Februar 2018
Filmlänge: 90 Minuten
Genre: Thriller
FSK: 12

 

Text: Marie Robinski
Bilder: © universumfilm

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