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Margarete Stokowski: „Die letzten Tage des Patriarchats“

Margarete Stokowski gilt spätestens seit ihrem Buch „Untenrum frei“ als eine wichtige Vertreterin des modernen Feminismus. Nun ist ihr zweites Werk „Die letzten Tage des Patriarchats“ auch als Taschenbuch erhältlich. Aus diesem Anlass hat SPIESSER-Autorin Naomi das Buch gelesen und sich von Stokowskis klugen Beobachtungen und ihrem unterhaltsamen Schreibstil begeistern lassen.

06. Januar 2020 - 08:02
SPIESSER-Autorin Blütenblatt.
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Blütenblatt Offline
Beigetreten: 12.09.2019

Worum geht’s?

Margarete Stokowski schreibt seit 2011 Kolumnen, Essays und Debattenbeiträge. Für ihr zweites Buch „Die letzten Tage des Patriarchats“ hat sie eine Sammlung aus ihren wichtigsten und besten Texten zusammengestellt. Die Beiträge sind von ihr überarbeitet, kommentiert und in insgesamt zehn Kapitel unterteilt worden. In ihren Texten erläutert sie, unter anderem, warum Feminismus nicht mit rechtem Gedankengut vereinbar ist, welche Grundlagen Simone de Beauvoir für den heutigen Feminismus gelegt hat und warum wir alle Antifaschisten sein sollten.

„Die letzten Tage des Patriarchats“

Autor: Margarete Stokowski
Veröffentlichung: 17. Dezember 2019
Seitenzahl: 306

Wer steckt dahinter?

Margarete Stokowski wurde 1986 in Polen geboren und lebt seit 1988 in Berlin. Sie absolvierte ein Studium der Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 2014 mit einer Arbeit über Simone de Beauvoir abschloss. Nach ihrem Studium arbeitete sie als freie Autorin und schrieb unter anderem eine wöchentliche Kolumne für die taz. 2016 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Untenrum frei“. Heute ist sie als freie Autorin und Kolumnistin für Spiegel Online tätig.

Kurz und knapp oder dicker Schinken?

Mit 306 Seiten ist das Buch weder auffällig dünn, noch sonderlich dick, sondern liegt in der goldenen Mitte. Durch die vielen einzelnen Beiträge und die interessanten Themen liest es sich schnell und flüssig und fühlt sich kurzweiliger an als so manch dünneres Buch.

Für die Bahn, den Sessel oder den Pausenhof?

Ob auf Bussitzen, der Parkbank oder meinem Sessel Zuhause – „Die letzten Tage des Patriarchats“ habe ich eigentlich überall gelesen. So war das Buch für einige Wochen mein treuer Begleiter. Durch die kurzen Texte erfordert es keine lange Konzentrationsspanne und eignet sich somit auch prima als Pausenlektüre.

Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie schwer ist es, das Buch wegzulegen?

Das Buch behandelt eine Vielzahl an unterschiedlichen Themen und gibt viele neue Denkanstöße. Da ist es sinnvoll, es zwischendurch beiseite zu legen und sich seine eigenen Gedanken zu machen. Das Pausieren und wieder Einsteigen in die Lektüre wird durch die vielen kurzen Texte begünstigt. Ich gebe dem Werk dennoch 9 Punkte, denn die verschiedenen Themen sind so unterhaltsam und klug aufgearbeitet, dass es trotz der Ernsthaftigkeit eine Freude ist, sie zu lesen. So habe ich das Buch selten beiseite gelegt und war immer gespannt, wovon der Folgetext handeln wird.

Wem borgt man es nach dem Lesen als erstes?

Eigentlich jedem, denn das Buch zeigt Problematiken unserer Gesellschaft, an denen wir alle arbeiten sollten. Besonders ansprechen wird es aber Menschen, die daran interessiert sind, sich mit Feminismus und Gesellschaftskritik auseinanderzusetzen.

Lieblingszitat:

„Wenn Feminismus bedeutet – meine Definition –, dass alle Menschen die gleichen Rechte und Freiheiten haben sollten, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität und ihrem Körper, dann ist diese Haltung unvereinbar mit rechtem Denken.“

In drei Worten:

Klug, humorvoll, kritisch

 

Text & Teaserbild: Naomi Asal
Coverfoto: rowohlt

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